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Soziale Transformation durch Waldorfpädagogik in der Nähe von Bogota

Kolumbien: Die Monte Cervino Schule wurde 1997 in der Stadt Chía, etwa 30 Autominuten von Bogotá entfernt, gegründet. Die Gründung erfolgte mit dem Ziel, zu einer ganzheitlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen aus Bogotá und weiteren Orten in der Mitte des Landes beizutragen. Zurzeit umfasst die Schule ein Vorschulprogram und 11 Klassenstufen mit etwa 110 Schülern, die täglich von 15 Lehrern unterrichtet werden. Heute ist die Monte Cervino Waldorfschule vom Bildungsministerium offiziell anerkannt.

1984 begann die Initiative mit der Eröffnung des alternativen Kindergartens "Mis Buhíts". Im folgenden Jahrzehnt bereicherte der Kindergarten die Bildungslandschaft durch die liebevolle und achtsame Erziehung von insgesamt über tausend Kindern. Nachdem Mitte der Neunzigerjahre die Entscheidung getroffen wurde, die Initiative um eine Grundschule zu erweitern, eröffnete die Monte Cervino Landschule im Februar 1998 mit den Klassen 1 und 2 ihre Türen.

Noch im selben Jahr geschah etwas Besonderes: durch einen Vortrag lernten die Initiatoren der Schule die Waldorfpädagogik kennen und waren so berührt, dass sie begannen, den pädagogischen Ansatz der Schule auf die Waldorfpädagogik umzustellen. Sie erlebten deutlich, dass diese Pädagogik viele Bedürfnisse der Kinder und Erwartungen der Eltern in Bezug auf eine wahrhaft menschliche Erziehung erfüllt.

Auf der Suche nach einer kontinuierlichen Erarbeitung der waldorfpädagogischen Grundlagen bekam die Schule Unterstützung von zahlreichen Einrichtungen: dem Centro Humanístico Micael, der Waldorfschule Isolda Echavarría, von Arca Mundial in Medellín, der Schule Luis Horacio Gómez in Cali und dem Waldorf- und Sozial-Zentrum in Bogotá. Seit 1999 arbeitet eine Studiengruppe aus einigen Lehrern, Eltern und Freunden an Themen der Selbsterziehung und der Waldorfpädagogik.

Dass auch die Eltern an diesen Themen arbeiten, spielt für die Schule eine große Rolle. Denn angesichts der vielen sozialen, ökonomischen und politischen Problemen in Kolumbien kann eine Schule alleine wenig ausrichten. Es braucht eine starke Gemeinschaft und die Unterstützung der Eltern. Sie sind eine wichtige Stütze für die Arbeit der Schule.

Im Jahr 2013 entschieden sich die Gründer, die Schule in eine gemeinnützige Struktur zu übertragen und so ist die Monte Cervino Waldorfstiftung heute der Eigentümer der Schule. Für die Zukunft arbeitet die Schulgemeinschaft weiterhin daran, die Waldorfpädagogik zu vertiefen und die Gemeinschaft zu stärken. Denn als Gemeinschaft und mit dieser Art der Pädagogik möchte die Schule zur sozialen Transformation in Kolumbien beitragen. Die Kraft für Lehrer und Eltern, jeden Tag aufs Neue mit Enthusiasmus ihren Aufgaben nachzugehen, schenken die Kinder.

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