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Wiñaypaq Schule: Wachstum für die Ewigkeit

Peru: Wiñaypaq ist ein gemeinnütziger Verein für Kultur, Ökologie und Erziehung, dessen Ziel es ist, die Weisheiten und Kenntnisse der andinen Kultur zu erhalten, wieder aufzuwerten und deren Bedeutung für die heutige peruanische Gesellschaft mehr ins Bewusstsein zu bringen. Zurzeit ist ihr wichtigstes Projekt die interkulturelle Schule Wiñaypaq  in der Dorfgemeinschaft Huandar, im heiligen Inkatal. Dort erhalten derzeit 60 Quechua-Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse aus verschiedenen Dorfgemeinschaften kostenlosen Schulunterricht. Die Eltern sind oft nicht in der Lage, Schulgebühren zu bezahlen und würden ihre Kinder ohne Wiñaypaq überhaupt nicht zur Schule schicken können.

Mit Hilfe der Waldorfpädagogik sollen sich die Kinder in einer liebe- und respektvollen Umgebung zu selbstbewussten, kreativen und glücklichen Menschen entwickeln, die zu ihrer Kultur und Herkunft stehen. In Peru ist dies nicht selbstverständlich. An staatlichen Schulen ist die Sprache und Kultur der Quechuas unerwünscht. Viele Familien schämen sich, ihre Muttersprache zu sprechen, können jedoch auch nicht ausreichend Spanisch sprechen. Das Ergebnis sind Kinder ohne Muttersprache, die sich in keiner Sprache ausreichend ausdrücken können. Daher wird an der Wiñaypaq Schule auf  Spanisch und Quechua unterrichtet.

Wiñaypaq  (winjáipach ausgesprochen) bedeutet in der Quechua-Sprache “Zum Wachsen für immer”. Das Wachstum der Schule wurde jedoch im Februar 2010 jäh unterbrochen als ein Erdrutsch die Schulgebäude komplett zerstörte. So musste die Initiative zunächst das Schulleben in einem provisorischen Schulgebäude in Huandar wieder aufbauen. Von der Gemeinde Huandar wurde der Schule dann ein steiles Hanggelände für neue Schulgebäude zur Verfügung gestellt, wo schon 2010 mit dem Bau angefangen wurde.    

Bereits im April 2011 konnte der Umzug in die neuen Gebäude stattfinden. Es fehlten zwar noch Fenster, Türen und einiges andere, aber der Unterricht konnte darin schon stattfinden. Von Eltern und Lehrern wurde fleißig das bei der Überschwemmung verlorengegangene Unterrichts- und Spielmaterial für Schule und Kindergarten neu hergestellt. Die Schüler färbten und batikten Stoffe mit Pflanzen und nähten daraus Vorhänge für die Klassenzimmer, stellten Tonkacheln für die Schulküche her und bemalten die Wände mit alten Inka-Mustern. Inzwischen sind auch die Türen eingebaut.    

Aber nicht nur äußerlich verändert sich die Initiative. Wiñaypaq konnte auch den Kontakt zu dem Verein Pro Humanus ausbauen. Pro Humanus besucht vor Ort verschiedene Schulprojekte und versucht auf Grundlage der Waldorfpädagogik diesen Schulen in ihrer jeweiligen Situation pädagogische Hilfe und Unterstützung zu geben. Nachdem eine Schule abgesprungen war, hatte Wiñaypaq das Glück, in das Programm mit aufgenommen werden zu können. Seitdem finden regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen statt. In Kooperation mit der Waldorfschule Kusi Kawsay aus Pisaq entwickelt sich somit nach und nach ein tieferes Verständnis der Waldorfpädagogik.

Wiñaypaq finanziert sich teilweise durch die Produktion und den Verkauf des interkulturellen Spieles „Tokapu“. Tokapu bedeutet in der Quechua-Sprache „geometrisches Muster“. Von den ersten andinen Kulturen an bis heute wird das Prinzip des Tokapu z.B. in Webmustern und auf Keramiken verwendet. Auch durch den Kontakt zu zwei Touristenagenturen, die in ihrem Programm einen Besuch der Schule mit aufgenommen haben, kann die Schule ein wenig Geld selber verdienen. Darüber hinaus ist geplant, noch weiteres interkulturelles Unterrichtsmaterial zu entwickeln.

Da diese Einkünfte aber natürlich bei weitem nicht ausreichen und Wiñaypaq als Privatschule nach wie vor keinerlei staatliche Unterstützung bekommt, obwohl sie staatlich anerkannt ist, ist Wiñaypaq weiterhin auf Spenden angewiesen.     




 

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