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CultivArte – für die Bedürfnisse der Kinder

Argentinien: Vor über 15 Jahren begann in einer der Vorstädte von Buenos Aires, in San Fernando, eine wunderbare Initiative, die Kindern aus benachteiligten Familien eine kreative Nachmittagsbetreuung anbietet.

Einige Schülerinnen und Schüler der 11. Klasse der Escuela Arcangel Micael im Stadtteil Florida in Buenos Aires arbeiteten im Rahmen ihres Sozialpraktikums in einem der Comedores in San Fernando. Das sind Essensausgabestellen, die den Kindern aus diesen ärmsten Verhältnissen Mahlzeiten kostenlos zur Verfügung stellen. Die Schülerinnen und Schüler sollten die Kinder während der langen Wartezeiten in der Schlange betreuen. Dabei beobachteten natürlich auch das Chaos, das da manchmal ausbrach.

Im Zuge dessen kam ihnen die Idee, dass mit den Kindern etwas kreativ gestalten werden müsste und sie erinnerten sich an Spiele und Geschichten, die sie aus ihrer eigenen Schulzeit kannten und fingen einfach an. So war plötzlich ein Projekt geboren, ganz aus der Wahrnehmung der Bedürfnisse der Kinder heraus.

Zwei der damaligen Schülerinnen, Natalia und Soledad, führen das Projekt bis heute weiter. Viele neue Kräfte sind dazu gekommen. Heute sind es etwa 40 Jugendliche, SchülerInnen der Oberstufen und ehemalige SchülerInnen der verschiedenen Schulen in Buenos Aires, die sich engagieren. An drei Nachmittagen in der Woche und am Sonntag werden Kinder im Kindergartenalter und Schulkinder betreut. Dafür gibt es nur einen kleinen Raum, der für die 20 Kinder, die manchmal kommen, viel zu klein ist, und dann muss eben noch die Strasse dazu genommen werden. Außerdem finden Aktivitäten, wie Theater, Musik und Photographie für die Jugendlichen statt, die früher mal die ersten Kinder in dem Projekt waren.

Als Vesper gibt es nicht mehr nur Saft und Kekse sondern ein mit einer Ernährungsphysiologin ausgearbeitetes nahrhaftes Menü, welches so gut ankommt, dass Mütter oft nach Rezepten fragt. Eine Sozialarbeiterin hilft, dass die Familien mit den lokalen Dienstleistungen wie Ärzten, Klinken, Sozialarbeitern oder Psychologen in Kontakt kommen.

Allerdings ist jede Aktivität ein echter Aufwand, denn die PädagogInnen müssen jedes Mal von Haus zu Haus gehen und die Kinder einzeln abholen und danach auch wieder zurückbringen, damit die Kinder die Möglichkeit erhalten, zu CultivArte zu kommen. Gleichzeitig wird so auch der Kontakt mit den Eltern und NachbarInnen gepflegt. Inzwischen ist "Pachamama" dazugekommen, eine Gärtnerei, in der mit den Jugendlichen nachmittags Gemüse angebaut wird.

Der große Traum ist es, möglichst bald einen eigenen und größeren Raum zu bekommen, weil die aktuelle Miete viel zu hoch ist und mit einem regelmäßigen Kindergarten beginnen zu können.

Material

Ein Rezept aus diesem Projekt findet ihr in unserem WOW-Day Kochbuch.

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