Der Winter war dieses Jahr sehr hart. Im Februar war es besonders kalt, mit Temperaturen bis zu minus 25 Grad. Die russische Armee hat Charkiw immer wieder mit Raketen und Drohnen beschossen; auch weiterhin ist unsere Stadt täglich unter Beschuss. Glücklicherweise blieben die Häuser der meisten unserer Schüler:innen und Lehrer:innen unversehrt, da sie in den nicht betroffenen Stadtteilen wohnen. Doch am 3. Februar wurden das größte Wärmekraftwerk und mehrere Umspannwerke zerstört. In sehr vielen Mehrfamilienhäusern fiel die Zentralheizung aus, deren Wiederherstellung fast einen Monat andauerte. In vielen Häusern sank die Temperatur fast bis zum Gefrierpunkt.
Hinzu kam, dass diesen Winter der Strom oft abgeschaltet wurde, manchmal zwei Tage lang. Trotz der Schwierigkeiten hielten wir regelmäßig Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern ab. Wenn es sehr kalt war, fand der Unterricht im Kellerraum des Roten Kreuzes statt. Im März begannen wir außerdem mit den Vorbereitungen für Ostern. Zusammen mit ihren Eltern bastelten die Schülerinnen und Schüler mit Stempeln Grußkarten und Handtücher, was ein traditionelles ukrainisches Handwerk ist.
Mir fehlen die Worte, um die tiefe Dankbarkeit, die ich empfinde, auszudrücken. Diese Herzenswärme, welche Sie uns schenken – durch ihre Gedanken und Taten – ist viel stärker als jede Kälte, die um uns im Moment ist.
Valeriya Medvedeva
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