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Heilpädagogik in Rumänien

1990 begann die heilpädagogische Arbeit in Rumänien. Heute arbeiten erfolgreich mehrere Zentren - und immer mehr Menschen werden auf diesen für Rumänien noch immer ganz neuen Ansatz aufmerksam. Adrian Pintea berichtet über die Entwicklung der Heilpädagogik und Sozialtherapie und schildert die Zukunftsaufgaben.

Vor 17 Jahren kam eine Gruppe von Menschen aus der Schweiz nach Rumänien, um Hoffnung und Licht für seelenpflegebedürftige Kinder zu bringen – und nicht nur für sie. Nach 45 Jahren Dunkelheit entdeckten wir, dass es Licht gibt. Wir entdeckten, dass diese mutigen Träger des Lichts von einem Ort, einem spirituellen Ort kamen, an dem das Licht kultiviert und miteinander geteilt wird. Dieser Ort ist in Dornach, im Humanus-Haus, in Perceval, in Gempen – und überall, wo das Leben in den anthroposophischen Gemeinschaften miteinander geteilt wird. Die ersten Menschen, die kamen, waren Hans und Johanna Spalinger, John Byrde und viele andere.

Sie brachten nicht nur ein neues Menschenbild, sondern viel Einsatz und Unterstützung, um die Lebensbedingungen für die rumänischen Kinder zu verändern; Kinder, die mißachtet und nicht als menschliche Wesen betrachtet wurden...

Was erreicht wurde

In Simeria halfen Hans und Johanna Spalinger uns, eine Initiativgruppe zu gründen, um zunächst die Heilpädagogik und später die Sozialtherapie zu begründen. Es folgten 10 Jahre harter Arbeit (Errichtung von Gebäuden, eines Ausbildungsseminars, organisatorische Strukturen einschließlich Vereinbarungen mit den lokalen Behörden und des Betriebes des heilpädagogischen Zentrums). Wir begannen 1991 mit 21 Kindern – und nach diesen 10 Jahren hatten wir bereits über 100 Kinder. Wir schufen ein rumänisches Modell der Heilpädagogik, um zu beweisen, dass diese Kinder eine Chance haben, dass sie erzogen werden können, dass sie fähig sind, mit ihren Händen etwas zu tun, und dass sie integriert werden können. Damit all dies möglich wurde, stellte die Hans Spalinger Assoziation Land, Gebäude, Busse, Einrichtung und die Methoden zur Verfügung, während der Staat die laufenden Kosten deckt.

Während dieser Phase der Pionierarbeit wurde das heilpädagogische Zentrum „Corabia“ in Bukarest eingerichtet, dass inzwischen 70 Kinder betreut, und in Urlati das Zentrum „Casa Rozei“, das sich inzwischen der Sozialtherapie widmet.

Als dann diese für Rumänien neue Art der Heilpädagogik ihre Arbeit begonnen hatte und gute Ergebnisse offensichtlich geworden waren, baten uns die regionalen Behörden, das Modell auch in anderen Zentren des Kreises Hunedoara einzuführen (für insgesamt 300 Kinder in Hunedoara, Orastie, Petrosani, Vulcan), später auch in Cluj Napoca.

Um die verschiedenen Initiativen zu schützen und die Zentren und die Methode zu erhalten, wurde die Föderation der Heilpädagogik in Rumänien gegründet, die dann 2005 mit dem rumänischen Erziehungsministerium eine Vereinbarung schließen konnte. Bald danach wurde ein neues Gesetz für besondere Erziehung in Rumänien verabschiedet, dass die Heilpädagogik als eine offiziell anerkannte Alternative einschloss.

Die Aufgaben der Zukunft

Die Hauptaufgabe für die Zukunft ist es nun, die Qualität der Arbeit zu verbessern, ein Ausbilder-Ausbildungsprogramm einzurichten und die tätigen Menschen kontinuierlich fortzubilden.

Neue Aufgaben kommen auf uns auch dadurch zu, dass verschiedene Pädagogen von Schulen in anderen Regionen (u.a. Tg. Mures, Arad, Timisora) an uns herantreten und wissen wollen, wie man mit schwerbehinderten Kindern auf der Grundlage heilpädagogischer Methoden arbeiten kann. Viele Delegationen haben unser Zentrum in Simeria besucht und waren von dem Erfolg unserer Arbeit so überzeugt, dass sie nun Schritte unternehmen, um das Leben behinderter Kinder auch in ihren Regionen zu verbessern.

Durch alle diese Erfahrungen haben wir sehr deutlich gemerkt, wie wichtig es ist, nicht in „geschlossenen Kreisen“ zu arbeiten, sondern nach außen so offen wie möglich zu sein. Wenn wir anderen das Licht zeigen - und mit ihnen teilen - können, das die anthroposophischen Methoden nach Rumänien gebracht haben, wird das Licht stärker und etwas wird sich verändern...

Adrian Pintea (übers. hn)

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Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

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