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Ein Waldorfkindergarten in Sarajevo

Bosnien-Herzegowina: 1999 unternahm Leila Kostic mit der Eröffnung einer Spielgruppe von fünf bis zehn Kindern den ersten Schritt auf dem Weg zu einem waldorfpädagogischen Kindergarten. Da einige von ihnen aus muslimischem Elternhaus sind, andere aus einem christlichem, werden die Jahresfeste beider Religionen gefeiert und somit lernen die heute 27 Kinder etwas, was durch den Krieg der 90er Jahre so sehr erschüttert wurde: das Verständnis für die jeweils andere Überzeugung.

Der Krieg 1992-1995 im heutigen Bosnien-Herzegowina ließ Leila Kostic mit ihren beiden Kindern fliehen, zunächst nach Zagreb, schließlich nach Kassel. Schon vor dem Krieg kannte sie die Waldorfpädagogik und hegte den Traum, eines Tages einen Waldorfkindergarten in Sarajevo zu gründen. Wenn sie in Kassel auch weit von ihrer Heimat entfernt war, konnte sie doch einen Schritt gehen, der sie ihrem Wunsch näher brachte: eine Ausbildung zur Waldorferzieherin.

1999 kehrte Leila Kostic nach Sarajevo zurück und gründete in den darauffolgenden Monaten eine Spielgruppe, die schließlich in einen regulären Kindergarten münden sollte. Der Krieg hatte überall seine Spuren hinterlassen und so war es von besonderer Wichtigkeit, Initiative zu ergreifen, um wieder verbindende Elemente in der Bevölkerung zu pflegen. Für Leila Kostic sind es die Kinder, die bei ihr eine liebevolle Betreuung und Schutz finden. Der gemeinsame Jahreskreislauf, das Feiern von christlichen und muslimischen Festen, all das gibt den Kindern Rhythmus, den sie so sehr brauchen.

Täglich zwischen 7:30 und 17: 30 Uhr werden die Kinder von Leila Kostic und ihren drei Kolleginnen erwartet. Im Laufe des Tages gibt es ein buntes Programm. Besonders künstlerische Tätigkeiten haben einen wichtigen Stellenwert. Schon kurz nach der Eröffnung der Spielgruppe war Leila Kostic deutlich geworden, wie viel Kunst für die verwundeten Seelen der Kinder leisten kann und wie ihr es gelingt, Trennendes zu überbrücken.

Um den Kindergarten hat sich eine Elternschaft gebildet, die hinter ihm steht und ihn auch finanziell unterstützt. Ein Teil der Kosten kann somit selbst aufgebracht werden. Für die vollständige Deckung der Kosten ist der Kindergarten auf Spenden angewiesen.

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