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Ukraine 2022

Wir planen notfallpädagogische Einsätze zunächst an den Grenzübergängen, um dort ankommende Menschen sinnvoll aufzufangen und den Kindern präventiv zu helfen. Im weiteren Verlauf wird es auch Einsätze in der Ukraine selbst geben. In Deutschland werden wir in Kooperation mit Notfallpädagogik Ohne Grenzen e. V. Workshops an Schulen und Kindergärten anbieten, die Kinder aus der Ukraine aufnehmen.

27. Mai 2022: Schulungen für Pädagog:innen und Psycholog:innen im Westen der Ukraine

Vom 9. bis zum 24. Mai war ein weiteres notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst im Westen der Ukraine im Einsatz Eine Woche lang waren die Kolleg:innen in Chust, wo sie ein Fortbildung für 55 Psycholog:innen und Pädagog:innen, die mit Geflüchteten arbeiten, durchführten. In der zweiten Woche gab es eine weitere Fortbildung für 40 Personen in Kamjanez-Podilskyj. Hier arbeitete unser Team außerdem mit etwa 40 Kindern. Die Psychologin und ehrenamtliche Notfallpädagogin Ursula Schöbel berichtet in unserem Video-Blog von der besonderen Situation, in der sich Pädagog:innen befinden, die sich mit traumatisierten Menschen arbeiten aber auch selbst traumatische Erlebnisse hinter sich haben.

25. Mai 2022: Notfallpädagogische Angebote für Kinder im Westen der Ukraine

Aktuell halten sich im Westen der Ukraine viele Menschen auf, die aus dem Osten des Landes und aus Odessa in die weniger umkämpften Gebiete im Westen geflohen sind. Darunter auch viele Kinder. Einige von ihnen mussten zuvor in ihren Heimatstädten nachts im Keller Schutz suchen, da es immer wieder Angriffe gab. Auch bei den Menschen aus den Gebieten, die nicht so stark von Bombardierungen betroffen sind, ist eine große Anspannung zu spüren. Neben unserem notfallpädagogischen Training in Kamjanez-Podilskyj konnten wir hier auch mit etwa 40 Kindern arbeiten. Der frührere Waldorflehrer und ehrenamtliche Notfallpädagoge Alfred Rahmen berichtet in unserem Video-Blog von seinen Eindrücken in der Arbeit mit den Kindern.

20. Mai 2022: Einsatz im Westen der Ukraine

Der israelische Pädagoge Yehonatan Dvir war Teil des notfallpädagogischen Teams der Freunde, das im Mai im Westen der Ukraine Mit Padagog:innen, Psycholog:innen sowie Eltern und Kindern gearbeitet hat. In unserem Video-Blog erzählt er von seinen Eindrücken.

11. Mai 2022: Erneuter Einsatz in der Ukraine

Nach dem die letzten Tage auf Hochtouren vorbereitet und gepackt wurde, ist unser Team heute morgen in der Westukraine angekommen. Es ging sofort mit den Trainings für Pädagog:innen und Psycholog:innen aus verschieden Regionen der Ukraine an die Arbeit. Mit im Gepäck sind zahlreiche Boxen mit zum Beispiel Farben, Bällen und Spielfallschirmen, um die wir von den Kolleg:innen gebeten wurden. Alles gute unserem ehrenamtlichen Team und allen Teilnehmenden sowie Alla Vaysband fürs Organisieren! In den kommenden Tagen werden wir auch mit Kindern vor Ort arbeiten.

Ungarn: Aktivitäten für geflüchtete Familien in Miskolc

Ende März besuchte ein notfallpädagogisches Team der Freunde der Erziehungskunst die Waldorfschule Hámori im Norden Ungarns. Die Schulgemeinschaft wollte angesichts der Situation der Geflüchteten in ihrer Stadt aktiv werden und auf mehreren Ebenen helfen. Das notfallpädagogische Seminarinspirierten die Schulgemeinschaft Freizeitaktivitäten für geflüchtete Familien in Miscolc zu organisieren. Rita Kishonthy-Kardos, Mutter an der Schule, berichtet für uns über die Eindrücke.

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Notfallpädagogischer Workshop in der Slowakei: „Meine Erlebnisse sind noch sehr frisch“

Die Kiewer Waldorflehrerin Polina Viktorova beschloss, mit ihrem Kind die Ukraine zu verlassen und ging in die Slowakei. Am 27.03 nahm sie in Bratislava an einem notfallpädagogischen Seminar der Freunde der Erziehungskunst teil Hier berichtet sie über das Erleben ihrer eigenen Traumata und die Wirkung der Notfallpädagogik, die sie – trotz der Sprachbarriere – deutlich wahrnehmen konnte.

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Rhythmische Arbeit in der Notfallpädagogik: Den eigenen Körper wieder spüren können

Minka Görzel-Straube arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich als Notfallpädagogin. Sie hat bereits mehr als 50 Einsätze begleitet und teilweise auch geleitet. So leitete sie auch einen Workshop in Krakau, der im März 2022 stattfand und sich vor allem an Pädagoginnen und Pädagogen richtete, die aktuell auch Menschen betreuen, die aus der Ukraine geflüchtet sind. In der Schilderung einer der Teilnehmerinnen wird deutlich wie heilsam die Arbeit mit Rhythmen gerade nach und während extremer Stresssituationen sein kann. In einem Gespräch gab die Notfallpädagogin die Erfahrung der Waldorflehrerin wieder.

„Eine Teilnehmerin aus einem Workshop in Krakau, die Klassenlehrerin ist, erzählte mir, dass sie bei uns im Seminar erfahren hatte, dass Rhythmus eine sehr wichtige Sache in der Notfall- und Traumapädagogik ist. Sie hat erlebt, dass der Rhythmus den Menschen wieder zu sich bringen kann und dass Rhythmen, die von außen gegeben werden, den Rhythmus des traumatisierten Menschen wieder stabilisieren können. Dies zunächst eher theoretisch im Workshop Erlernte bestätigte sich gleich nach ihrer Rückkehr in ihre Schule in Warschau: Mit ihrer Klasse fing sie sofort an, stärker mit Rhythmen zu arbeiten. Zu diesem Zeitpunkt besuchte auch ein Ukrainisches Kind in Begleitung seiner Mutter die Klasse. Die Familie war gerade aus der Ukraine geflohen. Nach dem Unterricht kam die ukrainische Mutter auf sie zu und sagte, dass sie ihren Körper eigentlich noch nie so richtig gespürt hatte und in der letzten Zeit, hätte sie dieses ohnehin schon geringe Gefühl für ihren Körper durch den Stress gänzlich verloren. An dem Tag, an dem in der Klasse rhythmisch gearbeitet wurde, konnte sie das erste Mal wieder ihren Körper wirklich spüren.“

Plötzlich geht das Licht aus

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine gehören Sirenen und Stromausfälle auch im weniger von militärischen Angriffen betroffenen Westen der Ukraine zum Alltag. Während unseres Einsatzes konnte dieser Kriegs-Alltag unmittelbar erlebt werden – mit der Chance direkt auf die dadurch entstehenden Unsicherheiten zu reagieren. Cathrine Flaig und Dirk Glaser von einem Workshop, bei dem aus Ton Kugeln geformt wurden, doch dann ging plötzlich das Licht aus ...

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25. März 2022: Notfallpädagogisches Training in Horodenko

Unsere ehrenamtliche Notfallpädagogin spricht über die aktuelle Situation im Westen der Ukraine. Sie war mit einem notfallpädagogischen Team der Freunde der Erziehungskunst vom 20.-24. März in Horodenka in der Oblast Iwano-Frankiwsk für ein notfallpädagogisches Training. Die Teilnehmenden des Trainings kommen aus verschiedensten Teilen der Ukraine und werden eigene kleine Teams an den verschiedenen Orten zusammenstellen, um so die begonnen Arbeit für die am stärksten betroffenen Kinder weiter zu verbreiten. Sobald als möglich werden weitere Teams in die Ukraine und die Nachbarländer reisen. Schon jetzt laufen neben der akuten Versorgung die Vorbereitungen für eine längerfristige Ausbildung der lokalen Kolleginnen und Kollegen.

19. März 2022: Fortbildung in Warschau

Gestern Abend konnten unsere Kolleg*innen in Warschau mit einer zweitägigen Fortbildung zum Thema Trauma und Notfallpädagogik beginnen. Heute Abend werden Sie die Fortbildung beenden und morgen geht es dann weiter nach Krakau.

18. März 2022: Die Reise beginnt

Heute machen sich unsere Kolleg*innen auf den Weg in die Ukraine. Dort werden sie mit Kindern und Jugendlichen, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Eltern arbeiten.

10. März 2022: Erste Erkundungen in der West-Ukraine

Unser Notfallpädagogisches Team hat in den letzten beiden Tagen vor allem den Westen der Ukraine erkundet. In Horodenka (Iwano-Frankiwsk) trafen sie mit dem Gründer der örtlichen Waldorfschule sowie weiteren Pädagog:innen aus den Waldorfschulen von Kiew und Sophia zusammen. Offenbar lässt die Sicherheitslage einen notfallpädagogischen Einsatz in der nächsten Woche zu, der nun vorbereitet wird.

7. März 2022: Unübersichtliche Lage: Am polnisch-ukrainischen Grenzübergang in Medyka

Unsere Notfallpädagog*innen sind am letzten Freitag nach Krakau, Polen, gereist um dort in einer Weiterbildung für Pädagog*innen Menschen, die mit Geflüchteten aus der Ukraine arbeiten, zu unterstützen. Seit heute ist das Team in Medyka an der Polnisch-Ukrainischen Grenze und versucht dort oder auch direkt in der Ukraine Unterstützung zu leisten.

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

Notfallpädagogik
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Parzivalstraße 2b
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Häufiggestellte Fragen über den Freiwilligendienst