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„In Irland kennt kaum jemand Waldorfschulen“

Schon in den 1980er-Jahren wurde die erste Waldorfschule in Irland gegründet, zurzeit gibt es sieben Schulen im Land. Waldorfschulen in Irland können zwar subventioniert werden, müssen dafür aber erhebliche Kompromisse in Bezug auf ihren Lehrplan eingehen. Die kleine Waldorfschule, die seit einigen Jahren in Dublin aufgebaut wird, hat sich dafür entschieden, von diesen Kompromissen unabhängig zu sein. Dadurch ist sie gänzlich auf Elternbeiträge angewiesen, was sie in eine starke Konkurrenz zu den vielen katholischen und wenigen staatlichen Schulen des Landes stellt, die für die Kinder kostenlos sind. Für „Waldorf Weltweit“ erzählt uns das Gründungsteam, welche Hürden es nehmen musste und welche Unterstützung es bekam.

Seit wann gibt es den Wunsch, die Schule zu gründen?
Den Wunsch die Schule zu gründen gibt es schon seit Anfang der 1990er. Damals wurde die Entscheidung getroffen, eine Grundschule außerhalb von Dublin, im ländlichen Kildare (etwa eineinhalb Stunden außerhalb von Dublin) aufzubauen. Seit 2015 bemühten sich Eltern aus Dublin eine Grundschule auch unserem in Dublin ansässigen Kindergarten anzuhängen. Unsere Schule wurde dann 2017 mit einer ersten Klasse von acht Kindern gegründet. Im letzten Schuljahr 2018/2019 hatten wir eine zweite Klasse mit zwei Schülern. Jetzt, im September 2019 haben wir allerdings eine Eingangsstufenklasse (5-7 Jahre) mit 14 Kindern, und eine kombinierte zweite, dritte und vierte Klasse von 10 Kindern, befinden uns also deutlich im Aufschwung.

Wer ist an der Gründung beteiligt?
Seit 2017 sind die Eltern, vor allem Jayne Enright, Olivia Roelova, Amy Smith und Nora Windeck (jetziger Vorstand) an der Gründung beteiligt. Von den Freunden der Erziehungskunst erhielten wir finanzielle Unterstützung für die Renovierung der neuen Klassenzimmer, und von zwei Waldorfschulen in Deutschland haben wir Sachspenden wie Malbretter, Wachsblöcke usw. erhalten.

Warum ist die Gründung einer Waldorfschule an diesem Ort besonders wichtig?
Dublin ist Irlands Hauptstadt und wir finden, dass gerade im momentanen Klima des Landes erzieherische Alternativen besonders wichtig sind. 96 Prozent aller Schulen in Irland werden noch von der katholischen Kirche geleitet und die wenigen staatlichen Schulen sind völlig überfüllt.

Was sind die besonderen Hürden, die für die Gründung der Schule genommen werden mussten?
Unsere größte Hürde ist, dass wir keinerlei staatliche Unterstützung zu erhalten. Wir sind einzig auf Elternbeiträge und Spenden angewiesen, die zwar momentan gerade die Lehrergehalte decken, aber die Anschaffung von Materialien, Spielzeug, und die Instandhaltung des Gebäudes sehr schwierig machen.

Welche Schwierigkeiten treten auch nach der Gründung noch auf?
In Irland kennt kaum jemand Waldorfschulen, so dass wir sehr viel Öffentlichkeitsarbeit betreiben müssen. Kirchliche und staatliche Schulen sind umsonst, also müssen wir uns wiederholt für die Kosten rechtfertigen. Unser Kindergarten erhält staatliche Unterstützung und Eltern müssen nur einen geringen Betrag zu zahlen. Dadurch ist unser Kindergarten sehr beliebt und wir haben eine lange Warteliste. Wir bemühen uns also momentan, dass die Kindergartenfamilien dann auch für die Grundschule bei uns bleiben.

Welche besonderen Momente, welche Freuden begegnen Ihnen bei der Gründungsarbeit?
Zu sehen wie die Kinder gedeihen und manchmal sogar an der Gründungsarbeit teilhaben, bereitet uns große Freude. Sie empfinden die Schule als „ihre“ Schule. So durften die älteren Kinder abends aufbleiben um einer unserer Mütter beim Radiointerview zu unserer Schule zuzuhören und waren auch mit dabei als wir eine Besprechung mit einem Gartenarchitekten hatten. Wir beziehen die Kinder mit in die Arbeit ein so viel wir können. Auch haben wir uns riesig über die Sachspenden der deutschen Waldorfschulen gefreut – ein Zweitklässler wollte uns sein Taschengeld spenden. Das gibt uns das Gefühl, zu einer weiten, großherzigen Gemeinschaft zu gehören.

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