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Luftschutzbunker für die Schulen in der Ukraine

Im September beginnt das neue Schuljahr in der Ukraine, in der die Angriffe durch die russische Armee seit inzwischen sechs Monaten anhalten. Während der Sommerferien hat das ukrainische Bildungsministerium eine Verordnung erlassen, nach der Schulen in der Ukraine nur dann ihre Arbeit aufnehmen dürfen, wenn sie über genügend Schutzräume verfügen, in denen die Schülerinnen und Schüler sowie alle Mitarbeitenden im Falle eines direkten Beschusses Schutz finden können. Die Sorge ist durchaus berechtigt: Auswertungen der ukrainischen Regierungen zeigen, dass bereits 2.300 der insgesamt 17.000 Schulen in der Ukraine durch kriegerische Angriffe beschädigt wurden.

Die Notwendigkeit, Schutzräume zur Verfügung zu stellen, stellt alle Schulen in der Ukraine vor besondere Herausforderungen – besonders aber die Waldorfschulen, von denen nur ein kleiner Teil überhaupt staatliche Unterstützungen erhält. Bereits zwei Waldorfschulen in der Ukraine haben uns um finanzielle Unterstützung für den Bau eines Bunkers gebeten: Die kleine Schule in Krivij Rih und die Stupeni Waldorfschule in Odessa. Letztere berichtet über die Bauarbeiten: „Wir haben mit dem Bau des Luftschutzbunkers begonnen, um so schnell wie möglich mit dem Präsenzunterricht beginnen zu können. Für unsere Schule steht das lebendige Lernen im Vordergrund, was auch die Elternbefragung gezeigt hat. Die meisten von ihnen möchten, dass ihre Kinder am Präsenzunterricht teilnehmen.“ Die Arbeiten gehen gut voran: Der Keller wurde vertieft, Boden betoniert und Kabel für Strom und Kommunikation verlegt. Doch die Kosten sind groß: „Dafür haben wir das gesamte restliche Geld auf den Schulkonten ausgegeben, einschließlich des restlichen Gehalts für August und alle Ersparnisse, und wir beginnen, mit Bauarbeitern auf Kredit zusammenzuarbeiten“, berichtet die Schulleiterin der Stupeni Waldorfschule. Doch diese ungünstige Umverteilung von Kosten möchten wir vermeiden, denn die Lehrerinnen und Lehrer brauchen weiterhin verlässliche Gehälter. Wenn sie von der Schule nicht mehr genügend Gehalt bekommen, müssen sie sich für die Bestreitung des Lebensunterhalts eine andere Arbeit zu suchen. Ihre verlässliche Präsenz an der Schule ist gerade jetzt für die Schülerinnen und Schüler besonders wichtig. Wir freuen uns deswegen über jede Spende für die Waldorfschulen in der Ukraine.

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Häufiggestellte Fragen über den Freiwilligendienst