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Colegio Micael in Peru

Peru: Die Bildungssituation in Peru ist auch heute noch für Kinder aus armen Familien sehr schwierig. Wer Geld hat, leistet sich eine bessere Ausbildung für seine Kinder. Kinder aus armen Haushalten sind auch stärker von Schulabbrüchen betroffen, um zuhause ihren Familien bei der Arbeit zu helfen. Fast ein Drittel der peruanischen Kinder arbeitet viele Stunden in Minen und auf dem Bau.

Die Waldorfschule entstand im Jahr 2001 aus einer Eltern- und Lehrerinitiative, die von der Waldorfpädagogik überzeugt war. Heute werden circa 100 Kinder von 14 Lehrer:innen unterrichtet. Seit 2003 bewohnt die Schule ein eigenes, einfaches, aber neu errichtetes Gebäude. Trotz vieler Schwierigkeiten ist die Schule ein friedlicher, fröhlicher und harmonischer Rückzugsort für die Kinder, in der jeder gerne lernt und arbeitet.

Eine der Hauptsorgen ist, dass die Kinder oft in zwei ganz verschiedenen Welten leben müssen, zuhause und in der Schule. Der Lebensstil vieler Familien und die Tatsache, dass meistens beide Eltern sehr viel arbeiten müssen, überlassen die Kinder allzu oft sich selbst und dem Fernseher. Die Eltern erlauben den Kindern aus Angst vor der Kriminalität nicht, draußen zu spielen, auch weil es fast keine Spielplätze gibt, sodass die Kinder auf den viel befahrenen Straßen spielen müssten. Wegen dieses Sicherheits- und Verkehrsproblem in der 8-Millionen-Stadt Lima müssen alle Kinder zur Schule gebracht werden. Eine große Schwierigkeit sind zudem die stark steigenden Lebenshaltungskosten in Peru. Kollegen mit Kindern oder kranken Eltern müssen sich alle noch nebenbei etwas verdienen – durch Handarbeiten, Backen oder Nachhilfestunden. Auch Staatsschullehrer müssen oft zwei Jobs annehmen.

 

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