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Ein gemeinsamer Traum - Escola Livre do Algarve

Portugal: Im Jahr 2008 beschloss eine Gruppe von Eltern, deren Kinder den örtlichen Waldorfkindergarten Infancia Viva besuchten, dass es an der Zeit sei, die nächsten waldorfpädagogischen Schritte zu gehen. Gemeinsam gründeten sie die Escola Livre do Algarve, die mit nur einer Klasse und neun Kindern eröffnete. Trotz aller Schwierigkeiten, fühlte sich die Schulgemeinschaft sehr stark, und es gelang ihnen, die erste staatlich anerkannte Waldorfschule für die Grundschulstufe in Portugal zu eröffnen. Die Initiative war so überzeugend, dass der Schule von den Behörden ein verlassenes Schulgebäude zur Verfügung gestellt wurde. Die Schule wächst pro Jahr um eine Klassenstufe und umfasst mittlerweile bereits sechs Jahrgänge. 2015 erhielt die Schule die Anerkennung bis zum 6. Schuljahr.

Dank der Unterstützung durch Spenden aber auch durch die praktischen Hilfe von junge Menschen aus Waldorfschulen in Deutschland und Holland, die in Sommercamps der Schule in Haus und Garten zur Hand gingen, ist die Schule innerlich und äußerlich stetig gewachsen.

Da das Schulgebäude bereits im Schuljahr 2011/2012 aus allen Nähten zu platzen drohte, und bisher kein anderes geeignetes Schulhaus gefunden werden konnte, wurden jeweils Container als Klassenzimmer für die nächste Klassenstufe angeschafft. Diese „Notlösung“ hat sich durch den Einsatz der Eltern und Lehrer, mit starkem Willen, immer neuen Ideen, und geschickten Händen zu einem Ort mit guter Ausstrahlung und einfacher, aber praktischer Einrichtung entwickelt.

Seit der Eröffnung der Schule wird großen Wert auf eine gute Ausstattung der Schule gelegt. So gibt es ein großes Freigelände für Spiel und Sport. Auch Blumen und Zierpflanzen verschönern den Außenbereich. Sie werden täglich durch die Kinder, die Lehrer und die Eltern gepflegt. Außerdem wird jeweils unter der Verantwortung der dritten Klasse im selbst angelegten Garten verschiedenes Gemüse und etwas Getreide angebaut.

Das Interesse an der Waldorfpädagogik in der Algarve wächst durch den Waldorfkindergarten und die -schule mehr und mehr. Eine Gemeinschaft aus hauptsächlich portugiesischen Lehrern und Familien mit sehr internationaler Herkunft bereitet derzeit den Boden für die weitere Entwicklung der Initiativen. Vorträge und Workshops über soziale und medizinische Fragen sowie Kurse in Kunst und Handarbeit vermitteln die Werte und der Kern der Waldorfpädagogik. Sie sind einerseits eine wichtige Basis für Fundraising und geben andererseits auch Raum sowohl für praktisches als auch für geistiges Lernen.

Die gegenwärtige Wirtschaftskrise, von der Portugal stark betroffen ist, hat natürlich auch einen Einfluss auf die Schule. Für viele Eltern ist es sehr schwierig, die Schulgebühren zu bezahlen und die Schule kann aktuell nicht hoffen, finanzielle Unterstützung vom Staat zu bekommen. Dennoch will die Schule zum Schuljahr 2018/2019 den Sprung in die Mittel-/Oberstufe schaffen und mit staatlicher Anerkennung, der nötigen Infrastruktur und Lehrerschaft die Schule weiterführen für die sechste bis neunte Jahrgangsstufe.