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Ein außergewöhnlicher Traum

Taiwan: Im Jahr 2001 eröffnete die Leichuan Waldorfschule ihre erste Klasse, 2003 folgte die rechtliche Anerkennung. Neben den Klassen eins bis acht, in die 160 Schülerinnen und Schüler gehen, ist eine Oberstufe in Planung, deren Träger die „Waldorf Education Foundation“ ist. Im Kindergarten, der 1996 auf dem Weg zur Schulgründung ins Leben gerufen wurde, werden 70 Kinder betreut.

Als die Schulgründerin, June Lin, noch ein kleines Mädchen war, wurde sie von ihrer Großmutter oft mit in den Tempel genommen, um zu lernen, wie man ein Gebet spricht. Für ihre Großeltern wünschte June Lin sich ein langes Leben, für den Vater Gesundheit und sie selbst wollte die Beste in der Schule werden. Mit diesen Gebeten war sie nicht allein, denn beinahe alle in ihrem Alter träumten ähnlich.

Heute verfügt Taiwan über die modernste Medizin, ist ein reiches Land und die meisten jungen Menschen haben das College besucht. Später allerdings verfolgte June Lin einen Traum, der nicht so weit verbreitet war: Sie wollte eine Waldorfschule gründen und auch dieser Wunsch wurde langsam Wirklichkeit.

Immer wieder mussten Hindernisse überwunden, Umzüge der Schule gemeistert und zukünftige Lehrer ausgebildet werden. 2008 ging der Schulalltag endlich in schuleigenen Räumen in einem nördlichen Bezirk von Taichung weiter. Der Enthusiasmus wurde noch verstärkt, als die Evaluierung der Schule durch die Behörden sogar mit einer Empfehlung endete. Mit neuem Schwung arbeitet die Lehrerschaft nun an der Entstehung einer Oberstufe.

Der Kindergarten erfreut sich ebenfalls großer Anerkennung und wurde kürzlich von einem Magazin als einer von den zehn besten Kindergärten Taiwans nominiert. Der Kindergarten wie auch die Schule haben lange Wartelisten und so können beide Initiativen fortbestehen, auch wenn es keine staatlichen Hilfen gibt. Dem Kindergarten kommt noch eine andere Bedeutung für die Schule zu: Manche der zukünftigen Lehrer arbeiten zunächst im Kindergarten bis sie ihre Fortbildung zum Waldorflehrer abgeschlossen haben.

Seit kurzem gibt es ein Schulorchester, dessen junge Musiker aus der fünften, sechsten und siebten Klasse sind. Um die pädagogischen und künstlerischen Erfahrungen teilen zu können, haben sich gute Beziehungen zu der Waldorfschule Ci-Xing in I Lan entwickelt, die die Waldorfbewegung in Taiwan stärken und vertiefen.