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Ein Heim für Kinder und Jugendliche mit tragischem Schicksal

Das Sozialprojekt Vulamasango („Offene Türen“) für Waisenkinder in Kapstadt ist außergewöhnlich. Es wurde von einem ehemaligen Waldorfschüler gegründet, der mit den Waisenkindern seit 2007 auch jedes Jahr mitreißende Deutschlandtourneen machte – nicht nur, um Mittel für das Projekt zu gewinnen.

Florian Krämer (37) ist ehemaliger Waldorfschüler aus Überlingen. Nach seiner Schulzeit wurde er auf ausgedehnten Reisen durch 17 Länder Asiens und Afrikas Zeuge extremer Armut und im damaligen Zaire auch eines beginnenden Bürgerkrieges. Aus diesen Erfahrungen heraus erwachte sein Wunsch, als Sozialarbeiter für Kinder in Afrika tätig zu werden.

Mit 25 Jahren zieht er nach Kapstadt um und beginnt sein Studium der Sozialwissenschaften. Er arbeitet in einem Wohnheim für Straßenkinder, leitet Aids-Aufklärungsprogramme, gründet eine Schule für Straßenkinder mit und macht Therapien mit missbrauchten Straßenkindern. 2002 schließt er sein Studium ab und bereitet die Gründung eines Waisenhausprojektes vor, für das er im folgenden Jahr Startkapital sammelt. 2004 lernt er eine Afrikanerin kennen, die sich in Kapstadts Township Nyanga mit einem eigenen Kindergarten und Hort um vernachlässigte Kinder kümmert, und es beginnt eine Zusammenarbeit. Diese stellt sich jedoch als schwierig heraus, und Florian Krämer muss sie letztlich nach vielen Bemühungen beenden.

Mit zwei afrikanischen Kolleginnen gründete er schon während dieser Zeit eine Bühnenshow und macht 2007 und 2008 mit Waisenkindern jeweils eine achtwöchige Tournee durch Deutschland, Schweiz, Österreich und England. 2008 ruft er dann sein eigenes Waisenkinderprojekt ins Leben: Vulamasango, das in bis zu 10 Familien jeweils 10 Kindern eine Heimat bieten soll. Ende 2008 kann ein Grundstück für 210.000 Euro gekauft werden, 2009 werden viele der sehr komplizierten Genehmigungen erreicht, 2010 soll die erste Familie für 10 Kinder da sein...

 

Die Tourneen von Florian und den Kindern und Jugendlichen von Vulamasango sind nicht nur ein Fundraising-Projekt – sie sind vor allem tiefe Begegnungen. Die Kinder haben alle bereits Schicksale hinter sich, über die man am liebsten schweigen möchte. Sie tragen das schwere Schicksal eines ganzen Kontinents – und lassen uns daran Anteil nehmen. Mit einer wunderbaren Innigkeit und Kraft singen sie afrikanische Lieder, spielen Trommeln und werden begleitet von Florian Krämer, der daneben auch Hintergründe seiner Arbeit und der Lebensumstände in Afrika schildert.