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Gaza 2013

Projekt beendet – Arbeit geht weiter

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. haben das dritte und vorläufig letzte traumapädagogische Projekt im Gaza-Streifen beendet und übergaben die Fortführung der Arbeit an lokale Fachkräfte. Die erneute Eskalation der Gewalt im vergangenen November hat Spuren hinterlassen und macht die pädagogische Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen wichtiger denn je. Die Finanzierung des Projektes durch das Auswärtige Amt ist zwar beendet, trotzdem wollen die „Freunde“ ihr Engagement vor Ort aufrechterhalten.

Beim vorerst letzten Gaza-Einsatz des notfallpädagogischen Teams der Freunde der Erziehungskunst wurden die Helfer sogleich mit den Auswirkungen der Luftangriffe konfrontiert: „Die älteren Kinder haben einen Teil ihrer wiedergefundenen Fröhlichkeit verloren. Die Blicke sind oft leer und manche Kinder wieder sehr wortkarg“, berichtet Lukas Mall, Koordinator der Notfallpädagogik, von einem Besuch im „Child Friendly Space“ in Zaitoun. Er führt weiter aus: „Die jüngeren Kinder hingegen haben die Erlebnisse besser verkraftet. Sie spielen lebendig und friedlich im Sandkasten, vergnügen sich bei Kreisspielen und immer wieder huscht ein Lächeln über ihr Gesicht.“

Seit 2009 waren die Notfallpädagogen zu insgesamt 11 Einsätzen im Gaza-Streifen. Ab 2010 förderte das Auswärtige Amt die Arbeit der Notfallpädagogen mit rund 800.000 Euro. Bis zum Abschluss des Projektes im Februar 2013 hatten die „Freunde“ rund 50 Multiplikatoren für Traumapädagogik ausgebildet, sechs Kindergärten bei der Entwicklung kindgerechter Ansätze betreut und ein ‚Child Friendly Space‘ in Zaitoun etabliert. Vor allem die gute Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation ‚Al Qattan Centre for the Child‘ in Gaza habe wesentlich zur positiven Entwicklung des Projektes beigetragen, unterstreicht Mall.

Der zweiwöchige Einsatz des Freunde-Teams im Februar stand ganz unter dem Zeichen der Übergabe des Projektes in lokale Hände und wurde von einer abschließenden Vortrags- und Übungsreihe zu traumapädagogischen und anthropologischen Fragestellungen abgerundet. Die über einen Zeitraum von vier Jahren geschulten und ausgebildeten lokalen Fachkräfte sind in der Lage, die pädagogische Traumaarbeit im Kinderschutzzentrum und anderen Einrichtungen selbständig weiterzuführen. Aufgrund der schwierigen Gesamtsituation im Gaza-Streifen wird die Arbeit nicht so schnell ausgehen, ist sich Mall sicher: „Wir haben eine Basis für die Traumapädagogik geschaffen und müssen jetzt dafür sorgen, dass wir auch weiterhin lokale Initiativen unterstützen können – damit aus Opfern keine Täter werden.“

An Kontakten zu lokalen Initiativen mangelt es nicht. Ein Workshop fand  im „Sun Day Care Center“ – einem Zentrum für autistische und behinderte Kinder, statt. Hier wurden den Lehrern Heil- und Waldorfpädagogische Methoden näher gebracht, die mit großer Begeisterung aufgenommen wurden. An zwei Nachmittagen arbeiteten vier Teammitglieder mit den Kindern vom „Future Hope Center“ – einer Einrichtung für Straßenkinder und Schulverweigerer. Die Leiterin war so begeistert, dass sie gleich eine Kooperation anbot und fragte, „Was sollen wir machen damit ihr wieder hierher kommen könnt?“

Nach der überwältigenden Abschiedsfeier der Kinder vom Child Friendly Space, die die positive Entwicklung der Kinder nochmals deutlich gemacht hat, ist das Team sich einig, dass die investierte Zeit, Mühe und Liebe sich mehr als gelohnt hat. Der Abschied war zwar sichtlich schwer, doch hoffen alle auf einen Abschied auf Zeit. „Sobald wir eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden haben, werden wir unsere Arbeit im Gaza-Streifen fortführen!“

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