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Offener Brief

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Waldorfschulen in Europa,

seit dem 24. Februar 2022 schauen wir fassungslos auf den Angriffskrieg Russlands gegen große Teile der Ukraine und erleben, wie die Heimat vieler Menschen zerstört wird. Viele Waldorfschulen nahmen bereits Mütter und Kinder oder alleine reisende Jugendliche auf und integrieren sie so gut es geht in den Alltag der Waldorfschulen. Etwa ein Viertel der Bevölkerung der Ukraine ist auf der Flucht, wobei sich der größere Teil immer noch auf dem Territorium der Ukraine, vor allem in der Westukraine befindet. Viele Menschen aus dem Umkreis der ukrainischen Waldorfschulen sind in die Nachbarländer geflohen und erhielten Schutz und Begleitung durch die Kolleginnen und Kollegen in der Republik Moldau (Moldova), in Rumänien, in Polen, in Ungarn, in der Slowakischen Republik und in Tschechien. Diejenigen, die nach Deutschland kommen wollten, wurden hier aufgenommen.

Die Schulen in der Ukraine sind nicht geschlossen. Sie wurden auf Online-Unterricht umgestellt, der übrigens auch für Kinder und Jugendliche, die sich außerhalb der Ukraine befinden, angeboten wird. In der Ukraine gibt es sowohl staatliche Waldorfschulen  als auch Waldorfschulen in freier Trägerschaft. Die Schulen in freier Trägerschaft erhalten seit März keine Elternzahlungen mehr; die Schulen in staatlicher Trägerschaft erhalten unterschiedlich hohe staatliche Zahlungen, je nachdem wo sie sind. Von den meisten Einrichtungen liegen uns die Zahlen vor; von einigen stehen sie noch aus. Die Lehrerinnen und Lehrer und die anderen Mitarbeiter erhalten also entweder kein Gehalt mehr oder nur noch ein Teilgehalt. Dies gilt auch für die Mitarbeiter der heilpädagogischen Einrichtungen in Kiew und in Charkiw.

Dank der bei den Freunden der Erziehungskunst eingegangenen Spenden konnten wie die Gehaltsausfälle für den März und den April kompensieren. Wir haben also 85.000 Euro pro Monat für den März und für den April an die Schulen und Kindergärten überwiesen, damit die Angestellten der Schulen und heilpädagogischen Einrichtungen ihr Leben in der Ukraine finanzieren können.

Wenn, wovon wir hier ausgehen, die Kolleginnen und Kollegen im Mai oder Juni oder im Juli noch nicht in normalen Verhältnissen leben können, brauchen wir weitere kollegiale Unterstützung. Deshalb möchten wir uns an die Lehrerschaft der europäischen Waldorfschulen wenden und Sie fragen und herzlich bitten, ob Sie uns mit einer Spende helfen können, die Kolleginnen und Kollegen der Waldorfschulen, die in der Ukraine verblieben sind, auch in den folgenden Monaten mit Gehaltszahlungen zu unterstützen. Selbstverständlich laden wir auch die Waldorfschulen und Waldorfkindergärten ein, sich an dieser Unterstützungs-Aktion zu beteiligen.

Nana Göbel und Henning Kullak-Ublick (Für Vorstand und Aufsichtsrat der Freunde der Erziehungskunst)
Olena Metzenseva (Für den Vorstand der Assoziation der Waldorfschulen in der Ukraine)

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Häufiggestellte Fragen über den Freiwilligendienst