Projekt des Monats

Oktober 2021
Lesedi: im Homeland während Corona
Zwischen Johannesburg und der Grenze zu Zimbabwe und unweit von Mokopane liegt ein ehemaliges Homeland in einer hügeligen Gegend mit enorm großen wollsackverwitterten Graniten und weiten Tälern. In Madietane, damals mit öffentlichen Verkehrsmitteln fast unerreichbar, begann Emily Moabelo 1990 eine Waldorfeinrichtung, inzwischen die Lesedi Waldorfschule. Die Anfänge waren einfachst. Ein Kindergarten startete im Saal einer Kirchengemeinde, auf nacktem Betonfußboden.
Viele Menschen halfen und setzten sich mit allen Kräften für diese Schule fernab der westlichen Zivilisation ein, an die sie allerdings mittlerweile wegen des Anschlusses an das Stromnetz angebunden ist. Seit vielen Jahren wird die Schule von Sylvester Msiwangi geleitet und blüht auf. Er sorgte während der schwierigsten Corona-Phase für alle notwendigen Maßnahmen und konnte verhindern dass die Schule als Feldlazarett gebraucht wurde. Nach einer längeren Unterrichtsphase ausschließlich durch WhatsApp schuf er mit den Kolleginnen die Voraussetzungen, um Unterricht mit Abstand und Feste auf Distanz durchzuführen. Und das gelang zur Freude der Schülerinnen und Schüler.
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Nana Göbel
