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Wie Zedern in der Wüste

Israel: Die Neta Erez Association ist 1999 aus der sozialtherapeutischen Arbeit Kfar Rafael hervorgegangen, deren Mitarbeiter über einen rechtlichen Träger für weitere waldorfpädagogische Bildungseinrichtungen verfügen wollten. In der Zeit zwischen den Jahren 2000 und 2007 wurden vier Kindergärten gegründet, um der hohen Nachfrage gerecht zu werden. 2005 begann der Unterricht mit einer ersten Klasse; der den Anfang der heutigen Waldorfschule bildete.

„Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern“ (Jesaja, 41,19) sind die Worte der Bibel, nach denen die Neta Erez Association benannt wurde. Denn die Stadt Beer Sheva liegt am Nordrand der Wüste Negev, also einem Ort, an dem Leben und Wachstum gebraucht wird. Hier wurde ein Impuls gesät, der, von der Neta Erez Association getragen, den waldorfpädagogischen Bildungseinrichtungen immer mehr zur Wirklichkeit im Süden Israels verhelfen sollte.

Die vier Kindergärten – Gan Paamon und Gan Inbal für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren sowie Gan Taleh und Gan Yona für Zwei- bis Vierjährige – öffnen ihre Türen morgens um halb acht und schließen nachmittags um vier Uhr. Die Fürsorge und Förderung der Kinder durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird auch außerhalb der Elternschaft hoch geschätzt. So werden die Kindergärten von offiziellen Persönlichkeiten wie beispielsweise dem Bürgermeister gefördert.

Auf finanzieller Ebene leistet ein Teil der Eltern wertvolle Hilfe ebenso wie das Ministerium für Entwicklung. Auf diese Weise konnte ein Fonds angelegt werden, der Kindern den Besuch eines der Kindergärten ermöglicht, die nicht aus vermögenden Familien kommen.

Eine Waldorfschule eröffnet

Das Ehepaar Dvir, die Begründer von Kfar Rafael, stellte schnell fest, dass die sozialtherapeutische Arbeit keine Zukunft haben würde, gäbe es keine Waldorfschule in erreichbarer Nähe. Denn der Wunsch vieler Eltern war nicht mehr zu überhören, die eine Waldorfschule für ihre Kinder haben wollten. Die beiden Söhne des Ehepaars griffen diesen Wunsch auf und gründeten im Jahr 2005 die erste Klasse der Waldorfschule. 2006 entschied die Regierung der Stadt, dass das leerstehende Gebäude einer früheren Schule von der Waldorfschule genutzt werden könne.

30 Tage lagen zwischen diesem Beschluss und dem Beginn des neuen Schuljahres und das Gebäude war sehr heruntergekommen, weil es seit vier Jahren nicht mehr genutzt worden und durch einen Brandschaden gezeichnet war. Durch die Unterstützung der Stadtregierung und die harte Arbeit von Eltern, Freiwilligen und Mitarbeitern gelang es, das Hauptgebäude zu renovieren und am ersten Tag des neuen Schuljahres dessen Tore für die Schülerinnen und Schüler zu öffnen.

Die beiden Söhne des Ehepaars Dvir sind als Lehrer tätig, der eine als Klassen-, der andere als Eurythmielehrer. Mit jedem Jahr wird die Schule um eine neue erste Klasse erweitert. Ihre Existenz sowie die stetige Entwicklung werden von der Elternschaft vollkommen unterstützt, die darüber glücklich sind, dass ihre Kinder nach dem Kindergarten in eine Schule gehen können, die die im Kindergarten angelegten Impulse der Waldorfpädagogik weiterverfolgt. Doch nicht nur die Eltern, auch die Regierung steht hinter der Schule.