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Waldorfpädagogik in der israelischen Wüste

Israel: Eine der jüngsten Waldorfinitiativen Israels befindet sich in der Arava Senke, einer urbar gemachten Wüste an der Grenze zu Jordanien, in der es seit einigen Jahren biologisch arbeitende Landwirte gibt. Zurzeit gibt es vier Klassen, die von insgesamt 61 Schülern aus der Region besucht werden, sowie ein angeschlossenes Lehrerseminar.

Gegründet wurde die Arava Waldorfschule von einer Gruppe Eltern, deren Kinder ins Schulalter kamen und nicht mehr länger den schon existierenden Waldorfkindergarten in der kleinen Tzukim Siedlung besuchen konnten. Als Trägerverein fungierte die Non-Profit Organisation „Education in the Desert“. 2012 begann die Initiative mit einer ersten und einer zweiten Klasse mit jeweils neun Schülern. Als Schulhaus diente ein Privatgebäude, das von der Gemeinde Tzukims zur Verfügung gestellt wurde.

Im Jahr 2013 informierte das Bildungsministerium die Schule, dass sie die Waldorfinitiative als Teil der staatlichen Schittim Schule offiziell anerkennen würde. So zog die Arava Waldorfschule in einen mobilen Bau auf das Gelände der Schittim Schule in der nahegelegenen Sappir Siedlung. Das Gebäude und der Garten der Schule wurden durch das Engagement der Familien gemeinsam renoviert.

Pädagogisch wird die Schule während der Aufbauphase von erfahrenen Waldorfpädagogen der Adam Schule in Jerusalem und der Be'er Sheva Waldorfschule begleitet. Seit der Gründung kommt jedes Jahr eine neue Schulklasse hinzu und die Schüler kommen nun auch aus benachbarten Siedlungen wie Faran, Idan und Ein Yahav.

Parallel zur Schule betreibt die Initiative auch ein Lehrerseminar, an dem regelmäßig erfahrene Waldorflehrer aus dem ganzen Land Fortbildungen geben und dem Kollegium beratend zur Seite stehen.

Da es schwer ist Pädagogen aus anderen Teilen des Landes zu gewinnen, hat sich das Seminar dem Ziel verschrieben, eine neue Generation von Lehrern für die Region auszubilden. Um dieses zu erreichen werden verstärkt künstlerische Aktivitäten praktiziert und Grundlagen der Anthroposophie und Erziehungskunst Rudolf Steiners erarbeitet. Das Seminar verbindet zudem Menschen aus verschiedenen Siedlungen und trägt stark zu einem positiven nachbarschaftlichen Verhältnis der Bewohner der Arava Wüste bei.