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Das Camphill Hermanus

Südafrika: An der Küste Südafrikas, 120 km südöstlich von Kapstadt entfernt, liegt „Hemel en Aarde Valley” nahe der Stadt Hermanus. Dort besteht seit 1952 die Camphill School Hermanus, eine unabhängige, waldorfpädagogische Internats- und Tagesschule. Momentan gehen hier 47 Schüler zur Schule, 20 von ihnen als Tagesschüler aus überwiegend sozial benachteiligten Verhältnissen. Schulbusse sorgen unter der Woche dafür, dass die Tagesschüler morgens aus den Townships abgeholt und nach 16 Uhr wieder zurück gebracht werden. Neben Unterricht und Therapien werden alle Schüler mit drei Mahlzeiten versorgt.

Die ganze Schule ist versammelt: alle Schülerinnen und Schüler, das Lehrerkollegium und die Freiwilligen. Nachdem die letzten Töne der Musik verklungen sind, gibt es einen kurzen Vortrag. Zum Schluss werden die kommenden Geburtstage genannt – dann können der Schulalltag und die Woche beginnen.

Jede Schulwoche der Camphill School beginnt in dieser Weise. Danach folgt, dem waldorfpädagogischen Schulkonzept entsprechend, für die sechs- bis 16-Jährigen der Hauptunterricht. Später folgen die eher praktischer orientierten Stunden, die oft eine Eins-zu-eins-Betreuung erfordern. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Malen, Zeichnen, Musik und Theater. Das Upper-School-Program (16- bis 21-Jährige) im Cloister-House sorgt für einen guten Übergang in die Arbeitswelt. So ist ein Handwerk erlernbar und Raum für das Sammeln von Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen gegeben.

Die Internatsschüler leben mit den meisten Mitarbeitern in einer familienähnlichen Gemeinschaft. Nicht nur die Küche der Schule, sondern auch die benachbarte Camphill Farm wird mit den Erzeugnissen des schuleigenen und biologisch-dynamisch bewirtschafteten Gartens versorgt. Gemeinsam mit der Farm teilt sich die Camphill School den Gemeinschaftsraum, die Bibliothek und das Therapiezentrum.

Das Schulgeld von 3.200 ZAR (1.540 ZAR für Tageskinder) deckt die laufenden Kosten der Schule nicht vollständig, da es in dieser Höhe von vielen Eltern nicht gezahlt werden kann. Die Arbeitslosigkeit in der Region liegt bei etwa 40 %, der Anteil der HIV-Infektionen bei 20 %. Viele der Schüler sind daher auf Stipendien angewiesen. Die Schule sammelt Spenden in einem Fonds, der ausschließlich für diesen Zweck bestimmt ist.

Die Einrichtung wurde vom Sozialministerium in Western Cape für die engagierte Arbeit und die Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen ausgezeichnet.