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Waldorfkindergarten in der Township Alexandra braucht Hilfe!

Vor 10 Jahren gründete Catherine Nkosi einen Waldorfkindergarten in ihrem Dorf. Als ihr Mann sie aus dem Haus warf, zog sie in die ehemalige Township Alexandra, einen der ärmsten Stadtteile von Johannesburg. Nun braucht sie Hilfe für ein neues Gebäude, in dem sie auch AIDS-Waisenkinder aufnehmen wird.

Im Alter von 17 Jahren verließ Catherine Nkosi die Schule und wurde Mutter. Zusammen mit ihrem Mann betrieb sie in einem Dorf im Osten Südafrikas ein Geschäft. Zwei Minibustaxis, die ihr Mann in Johannesburg betrieb, brachten zusätzliches Einkommen.

Als ihre Kinder groß genug waren, absolvierte Catherine am Baobab College in Alexandra die Ausbildung zur Waldorfkindergärtnerin und gründete 1996 in ihrem Dorf einen Waldorfkindergarten. Als ihr Mann sie 1999 unerwartet des Hauses verwies, ging Catherine wieder nach Alexandra und gründete dort 2001 ihren Kindergarten neu. Das "Mbalenhle Day Care Centre" in ihrem kleinen Hinterhof-Mietshaus besteht aus einem Schlafzimmer, einer Küche und einem garagenähnlich überdachten Vorplatz.

Catherine betreut 15 Kinder von 2 bis 5 Jahren. Die Eltern zahlen monatlich rund 15 Euro, einige ganz arme Familien haben einen Freiplatz. Weil dies die Kosten nicht deckt, wird Catherine seit 2003 mit monatlich 130 Euro aus dem von ehemaligen Zivis gegründeten Catherine Nkosi Projektfonds unterstützt1. Dies ermöglichte die Renovierung und den Umbau des Hauses, den Kauf eines Klettergerüstes und eines Kühlschranks. Die Kinder bekommen ein warmes Mittagessen, Catherine hat ein bescheidenes Einkommen (75 Euro) und kann sogar eine Helferin beschäftigen.

Um finanziell unabhängiger zu werden, brachte Catherine lokale Geschäftsleute dazu, Lebensmittel zu spenden, mit denen sie am Wochenende Mahlzeiten bereitet und vor dem Haus verkauft. Als ihr Mann starb, erbte sie die zwei Minibustaxis, die sie nun als Busse für Schulkinder in Alexandra einsetzt.

Seit Jahren möchte Catherine zusätzlich zum Kindergarten ein Heim für sozial stigmatisierte AIDS-Waisen und andere vernachlässigte Kinder gründen. Der Staat würde die laufenden Kosten bezuschussen. Nun sucht Catherine dringend ein günstiges Grundstück, um dort ein größeres Haus zu bauen – und braucht Spenden dafür. Die Zeit drängt: Die Stadtverwaltung will in Alexandra die Besitzverhältnisse von vor der Apartheid wiederherstellen und kann Catherines Mietvertrag jederzeit kündigen. Damit wären sie und die Kinder obdachlos und das AIDS-Waisenprojekt würde in weite Ferne rücken.

Christian Natusch und Rasmus Precht

1 Christian Natusch und Rasmus Precht leisteten Mitte der 90er Jahre über uns ihren "Anderen Dienst im Ausland" in Südafrika und gründeten nach ihrer Rückkehr diesen bei uns angesiedelten Fonds, um damit Bildungs- und lokale Entwicklungsprojekte in Afrika zu unterstützen. Inspiriert durch den Pioniergeist der Gründerin des Mbalenhle Day Care Centre, trägt er ihren Namen Catherine Nkosi Projektfonds.