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FWE - Friends of Waldorf Education

Traumapädagogik im Nordirak

Bereits seit 2013 bieten die Freunde der Erziehungskunst unter dem Namen FWE (Friends of Waldorf Education) im Irak traumapädagogische Aktivitäten in Binnenflüchtlingskamps für Kinder und Jugendliche mit dem Ziel an, deren Resilienz-- und Selbstheilungskräfte zu stärken. In mittlerweile drei Kinderschutzzentren arbeiten lokale Pädagog_innen, die eine intensive, berufsbegleitende zweijährige Ausbildung in traumapädagogischen Methoden  durchlaufen. Finanzielle Unterstützung erhielt das Projekt dabei von UNICEF und im laufenden Projektjahr von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH.

In der Regel benötigen Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten, dringend psychosoziale Unterstützung, um ihre traumatischen Erlebnisse zu verarbeiten. Hierbei ist es unerheblich, ob eine Naturkatastrophe oder Krieg und Gewalt die Gründe für die Flucht waren. Hilfreiche Angebote sind vor Ort jedoch meist nur unzureichend vorhanden.

Die Friends of Waldorf Education (FWE) sind bereits seit 4 Jahren in Kurdistan-Irak  aktiv und bieten geflüchteten Kindern, Jugendlichen und den umliegenden Gemeinden in der Region Zakho die notwendige Unterstützung.
Die Angebote in den drei Kinderschutzzentren werden von lokalen, geschulten PädagogInnen durchgeführt. Ausgebildet werden die lokalen Pädagog_innen in 5 Einsätzen von jeweils zwei Wochen von einem internationalen Team. Die Teams bestehen aus TraumapädagogInnen, WaldorfpädagogInnen, Kunst-und PsychotherapeutInnen, ErlebnispädagogInnen und medizinischem Personal.
Die Aktivitäten, die auf trauma- und waldorfpädagogischen Methoden basieren, beinhalten u.a. Konzentrationsübungen, verschiedene kunsttherapeutische Angebote sowie gezielte physische Aktivitäten zur Erfolgs- und Selbsterfahrung. Ein geregelter und rhythmischer Tagesablauf fördert das Sicherheitsgefühl, das Vertrauen und wirkt zusätzlich unterstützend durch den daraus folgenden Stressabbau.
Das internationale Team bietet zudem Psychoedukations-Seminare für Eltern an. Sie werden über die psychische und physische kindliche Entwicklung und deren Beeinflussung bzw. Störung durch traumatisierende Erlebnisse informiert. Außerdem werden die Themen Selbstfürsorge und psychosoziale Unterstützung durch Familie und Gemeinschaft besprochen und gefördert.
Eine weitere wichtige Säule der Arbeit sind die traumapädagogischen Lehrerseminare. Hier erfahren Lehrer mehr über psychische, physische und schulische Entwicklungsstörungen von traumatisierten Kindern und wie sie diese Kinder als Lehrer und Pädagogen unterstützen können.
Auch an der Universität Dohuk finden Seminare zur Notfall- und Traumapädagogik statt. Sie bieten Psychologie- und Lehramtsstudenten eine Einführung in die Arbeit mit traumatisierten Menschen anhand von theoretischen und praktischen Einheiten.

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Wir schauen nach vorne!

Bleibt optimistisch und macht mit.

Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

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