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Ukraine: Ihre Hilfe wirkt

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Seit nunmehr über vier Jahren bestimmen Unsicherheit und Kriegsalltag das Leben in der Ukraine. Gerade besonders Schutzbedürftige wie Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen leiden unter dem von Luftalarm, Flucht und Verlust geprägten Alltag. Für viele Kinder und Jugendliche in der Ukraine ist die Schule oder der Kindergarten ein Ort, der ihnen ein Stück Normalität bietet. Dank Ihrer Spenden konnte der Unterricht an Schulen sowie die Betreuung in Kindergärten und heilpädagogischen Einrichtungen aufrechterhalten und Kindern ein verlässliches und sicheres Entwicklungsumfeld geboten werden.

Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, gehört im Kriegsalltag auch dazu, dass Schulen ihre Keller zu Orten umfunktionieren müssen, in denen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bei Angriffen Schutz finden können. Die Notwendigkeit, solche Schutzräume zu errichten, stellte alle Schulen in der Ukraine vor besondere finanzielle Herausforderungen. Einigen Schulen konnten wir dabei helfen. Die Stupeni Waldorfschule in Odessa unterstützten wir zum Beispiel dabei, unterirdische Räume zu vertiefen, Böden zu betonieren und Stromleitungen zu verlegen. In der Hafenstadt Odessa kann es an einem Tag bis zu sieben Luftalarme geben, die von wenigen Minuten bis zu mehreren Stunden andauern. In dieser Zeit wird der Unterricht im Schutzraum fortgesetzt.

Auch die Waldorfschule in Krywyj Rih unterstützten wir mit zwei großen Zuwendungen in Höhe von insgesamt rund 120.000 Euro beim Ausbau eines eigenen Schutzraums, nachdem eine zunächst zugesagte staatliche Förderung ausblieb. Bis dahin mussten die Schüler:innen und Lehrkräfte bei Luftalarm den Schutzraum einer nahegelegenen Schule aufsuchen, der etwa fünf Gehminuten entfernt liegt – ein erhebliches Sicherheitsrisiko. Wände wurden verstärkt, zwei Ein- und Ausgänge geschaffen sowie Böden, Belüftungs- und Heizungssysteme installiert. Als nach einem Drohnenangriff im Mai dieses Jahres beschädigte Regenwasserleitungen bei starken Niederschlägen zu Wassereintritt im Schutzraum führten, lehnten die lokalen Behörden wieder eine Förderung mit Verweis auf fehlende Mittel ab. Die Val’dorfs’ka Hiimnaziya wandte sich erneut an uns mit der Bitte um Unterstützung bei der Finanzierung der notwendig gewordenen Außenabdichtung des Schutzraums.

Der Winter stellt die Waldorfeinrichtungen in der Ukraine Jahr für Jahr vor zusätzliche Herausforderungen. Der bereits vierte Kriegswinter war mit Extremtemperaturen bis zu -25 °C besonders hart und von Angriffen auf die Energieinfrastruktur geprägt. Kälte und teils tagelange Stromausfälle wurden zum Alltag. Der Unterricht musste in Räumen stattfinden, in denen die Temperaturen nur wenige Grad über dem Gefrierpunkt lagen. Die Spenden halfen dabei, Licht und Wärme zu schenken. So konnte die Waldorfschule ASTR in Odessa einen Stromgenerator anschaffen.

Die ohnehin niedrigen Gehälter ukrainischer Pädagoginnen und Pädagogen wurden 2024 kriegsbedingt weiter gekürzt und liegen heute bei unter 300 Euro monatlich. Die hohe Inflation schwächt den Wert zusätzlich. Für die Waldorfeinrichtungen ist es daher kaum noch möglich, ihren Betrieb ohne externe Unterstützung aufrechtzuerhalten. Die Aufstockung der Gehälter ist deshalb zu einem der größten laufenden Bestandteile unserer Ukrainehilfe geworden. Derzeit stellen wir dafür monatlich knapp 10.000 Euro bereit, damit die Mitarbeitenden ihre wichtige Arbeit auch unter den schwierigen Bedingungen des Krieges fortführen können.

Seit März 2022 konnten wir der Waldorfbewegung in der Ukraine dank privater und institutioneller Zuwendungen bislang insgesamt über 2,1 Millionen Euro bereitstellen. Viele der Einrichtungen existieren heute ausschließlich dank dieser solidarischen Hilfe. In unserer aktuellen Broschüre zu unserer Arbeit in der Ukraine geben wir Ihnen einen Einblick in die Situation vor Ort und die von uns unterstützten Einrichtungen. Wenn Sie bereits für die Ukraine gespendet haben, haben Sie diese Broschüre per Post oder per E-Mail bereits erhalten. Falls Sie auch ein Exemplar erhalten möchten, melden Sie sich gerne bei uns. Die Broschüre finden Sie als PDF auch auf unserer Webseite.

Da die Kampfhandlungen unvermindert andauern und weiterhin kein Ende in Sicht ist, bleibt der Bedarf für die Menschen in der Ukraine und die von Ihnen unterstützten Einrichtungen hoch. Wir freuen uns daher auch künftig über Ihre Verbundenheit und jede Spende, die diese wichtige Arbeit ermöglicht.

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