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Libanon: Mahlzeiten und Stabilität für geflüchtete Familien

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Als im September der Krieg im Libanon begann, war eine der größten Herausforderungen, den Familien aus dem Süden, die Richtung Beirut geflohen waren, zu helfen. Viele mussten so schnell fliehen, dass sie keine Zeit gehabt hatten, zu packen, so dass sie ohne eigenen Besitz dort ankamen. Schulen wurden schnellst möglichst in Unterkünfte umgewandelt. Unsere Partnerorganisation Step Together im Libanon begann direkt, 200 Mahlzeiten an eine der Schulen zu liefern, um dort für Nahrungssicherheit zu sorgen. Das Team von Step Together, einer heilpädagogischen Schule in Beirut, deren Mitarbeitende auch in der Notfall- und Traumapädagogik aktiv sind, berichtet, wie es die Situation vor Ort wahrgenommen hat:

Hände halten Kiste mit Logos

Die Arbeit war besonders auf Sicherheitsebene äußerst belastend, insbesondere in den öffentlichen Schulen. Die Familien waren extrem gestresst und die Kinder befanden sich in einem Zustand völligen Chaos – ohne Routine oder gezielte Unterstützung. Ihr Bedürfnis nach Stabilität und Hilfe war offensichtlich.

Deshalb entschieden wir uns, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden des Mount Lebanon zweimal wöchentlich Notfall- und Traumapädagogische Maßnahmen anzubieten. Wir konnten dadurch mehr als hundert geflüchteten Kindern, die in verschiedenen Schulen untergebracht waren, helfen. Zudem wurden wir gebeten, auch in einem von den Bombenanschlägen in der Nähe von Dahyeh (Vorort von Beirut) stark betroffenen Gebiet Unterstützung zu leisten. Trotz aller Herausforderungen hielten wir unbeirrt an unserem Ziel fest, notfallpädagogische Angebote bereitzustellen.

Jeder Tag stellte eine Prüfung unserer Belastbarkeit und unseres Engagements dar. Schlaflose Nächte und ständige Sorgen um unsere eigene Sicherheit hielten uns nicht davon ab, unsere Einsätze fortzusetzen. Mit Mut arbeiteten wir täglich in dem Wissen, dass unsere Bemühungen das Leben der Kinder und ihrer Familien erheblich verbesserten. Zum Beispiel aus den Zeichnungen konnten wir die Erlebnisse und Emotionen der Kinder herauslesen. Dunkle Farben sowie Ausdrucksformen von Frustration, Aggression, Schüchternheit, Rückzug und Angst spiegelten die erlittenen Traumata wider. Trotz des Schmerzes verschaffte uns die sichtbar positive Wirkung unserer Arbeit ein Gefühl der Erleichterung und Erfüllung.

Die Dankbarkeit, die uns von den Familien und Schuldirektoren in Gesprächen entgegengebracht wurde, war überwältigend. Sie warteten sehnsüchtig auf unsere Aktivitäten und schätzten unsere kontinuierliche Unterstützung sehr. Die positiven Geschichten, die wir während unserer Einsätze gesammelt haben, sind ein Zeugnis für die Stärke und Widerstandskraft unserer Gemeinschaft.

Obwohl der Weg voller Herausforderungen war, waren die Hoffnung und Erleichterung, die wir den bedürftigen Familien bringen konnten, jede Anstrengung wert.

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