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Alisas Geschichte – ein Nachlass für eine hoffnungsvollere Zukunft

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Es gibt Geschichten, die uns zeigen, wie wichtig es ist, dass wir uns füreinander einsetzen. Die Geschichte von Alisa ist eine solche. Es ist eine Geschichte die durch Traumata und Verlust geprägt ist. Gleichzeitig ist sie ein Aufruf, Kindern heute zu helfen, bevor sie ähnliche Schicksale erleben müssen.

Lilafarbene Blume bricht durch Asphalt

Alisa wurde in eine jüdische Familie geboren, welche die Schrecken der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland selbst erleben musste. Ihre Eltern überlebten das Konzentrationslager, doch der Schmerz und das Trauma dieser Zeit waren wie ein unsichtbares Erbe der Zerstörung und des Verlustes, das von Generation zu Generation weitergetragen wurde und die gesamte Familie prägte. Alisa kämpfte ihr ganzes Leben lang mit den Ängsten und Traumata ihrer Eltern, die ihre eigenen wurden.

Einsam und von Existenzängsten geplagt, versteckte und hortete Alisa ihren Nachlass, als versuche sie, das Unverarbeitete festzuhalten. 2023 starb sie – ohne je die Chance zur Heilung ihrer inneren Wunden bekommen zu haben. Sie hat nie die Hilfe bekommen, die sie so dringend gebraucht hätte, um Frieden zu finden.

Der Nachlass wurde ebenso wie die unsichtbaren Wunden der Großelterngeneration in der Familie weitervererbt – bis es zu einer außergewöhnlichen Wendung der Geschichte kam. Alisa hatte ihr Vermögen an ihren Cousin vermacht. Nach dessen Tod entschloss sich seine Frau Brigitte, nach einer sinnvollen Verwendung des Erbes zu suchen.

Betroffen von Alisas Schicksal sowie der Begegnung mit einer Freundin, die von ihren Erlebnissen im Tschetschenienkrieg berichtete, entstand bei Brigitte der Wunsch, Initiativen zu unterstützen, die Kindern und Jugendlichen helfen, ihre Traumata zu bewältigen. Sie selbst sei wohlbehütet in der vom Kriegsgeschehen unberührt gebliebenen Schweiz in einer Familie mit fünf Geschwistern aufgewachsen. Die Dankbarkeit für diese Privilegien ist im Alter noch weitergewachsen, erzählt sie uns.

Durch ihre Schwester, die eine langjährige Unterstützerin der Freunde der Erziehungskunst ist, erfuhr Brigitte schließlich von der Notfallpädagogik und der Arbeit, die Kinder und Jugendliche vor den Folgen von Traumata schützen soll. Es war ein Augenblick der Klarheit: Diese Hilfe, die sie anbieten konnte, war der perfekte Weg, einen Teil des Erbes von Alisa und ihrer Familie in eine positive Zukunft zu verwandeln.

Mit dieser Erkenntnis und einer tiefen Dankbarkeit für das Vertrauen in ihre Entscheidung, spendeten Brigitte und ihre Familie einen Teil von Alisas Nachlass, um Kindern und Jugendlichen in schwierigen Lebenssituationen zu helfen.
 
Wir sind zutiefst bewegt und dankbar, dass wir diese Spende annehmen dürfen – eine Spende von einem Menschen, der die Hilfe, die wir heute leisten, niemals selbst erfahren durfte. Doch genau in diesem Andenken an Alisa können wir gemeinsam etwas verändern. Wir sind motiviert und entschlossen, unsere Arbeit fortzusetzen – für eine friedvollere und hoffnungsvollere Zukunft.

Auch Ihre Unterstützung zählt. Jede Spende hilft uns, Kindern und Jugendlichen, die von Traumata betroffen sind, frühzeitig zu helfen – bevor es zu einer tiefgreifenden Belastung wird. Jeder Beitrag bringt uns einen Schritt näher an eine Welt, in der Kinder ohne die Last von unbewältigten Traumata aufwachsen können.

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