Einen Großteil der Projekte kann die Abteilung Notfallpädagogik über die Mitgliedschaft im Spendenbündnis von Aktion Deutschland Hilft finanziell unterstützen. Andere über Stiftungsgelder sowie über private Spenden, die zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt werden. Ziel ist jedoch, dass diese Organisationen nicht nur von den Freunden der Erziehungskunst abhängig sind, sondern auch über andere Geldgeber finanzielle Hilfen erhalten.
Um diese Unterstützung zu bekommen, bedarf es einiger Kenntnisse im administrativen Bereich der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Genauso sind allgemeine Kenntnisse des Projektmanagements wie zum Beispiel Vernetzungsstrategien oder das Verfassen von Berichten gefragt.
Vom 3. bis 10. November 2024 kamen Mitarbeitende des notfallpädagogischen Teams mit den Kollegen und Kolleginnen aus der Türkei, dem Irak und Libanon zusammen, um intensiv an diesen Inhalten zu arbeiten. Cansu Kaygisiz, die Koordinatorin von ESDD und zuständig für die Projekte in der Türkei, drückt ihre Freude darüber aus, dass die Schulung in Istanbul stattfindet. „Die Entscheidung, dass wir die Gastgeber der Veranstaltung sind, hat mich sehr gefreut; Gastgeber:in zu sein ist in unserer Kultur sehr wichtig“.
Für Cansu Kaygisiz war es von großer Bedeutung zu sehen, dass andere die gleichen Fragen haben. „Mir war nicht bewusst, dass die Fragen, die ich habe, die gleichen sind, wie die der anderen. Der Inhalt und Umfang des Trainings gaben mir die Möglichkeit, von kompetenten Leuten etwas über die Projektabläufe zu lernen und mit den anderen Teams Erfahrungen diesbezüglich auszutauschen. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass ich im Laufe der Schulung immer mehr gewachsen bin.“
Abschließend sagt Cansu Kaygisiz: „Die Möglichkeit, gemeinsam zu reden, lernen und teilen, Fragen zu stellen und zu lachen, hat mich sehr gestärkt. Am Ende wusste ich, dass ich zu einer Gruppe gehöre, die das gleiche Ziel und Wissen hat. Mit Hilfe der Kenntnisse, die wir durch die Schulung erlangt haben, können meine Kolleg:innen und ich als Team bewusstere Schritte im Projekt gehen. Außerdem fühle ich mich glücklich, so viele Menschen aus verschiedenen Orten kennengelernt zu haben, die mich im Projekt unterstützen können und mit denen ich auch Freundschaften geschlossen habe.“
Um die neu gewonnen Früchte der regionalen Zusammenarbeit weiter zu tragen, wird Mohammad Hassan von der libanesischen Organisation just.childhood im Januar nach Kurdistan fliegen, um dort mit den Kolleginnen und Kollegen von „Island of Hope“ sein auf langjähriger Erfahrung aufbauendes Wissen im Projektmanagement zu teilen. Sowohl das Projektmanagement-Training als auch der Besuch von Mohammed Hassan im Irak können über Spenden von Aktion Deutschland Hilft finanziert werden.
Fiona Bay

