Jeden Tag versuchen wir, den Kindern in unserer Schule ein normales Leben, regelmäßigen Unterricht und Fürsorge zu bieten. In den letzten Monaten ging die Zahl der online unterrichteten Schüler:innen auf 110 zurück, da einige Familien beschlossen haben, sich in anderen Ländern niederzulassen. Die allgemeine Stimmung der Familien im Ausland erfuhren wir während des Elterntreffens, das im Oktober online stattfand und an dem 50 Familien teilnahmen. Alle Familien und ihre Kinder teilten uns mit, dass sie unsere Schule vermissen. Etwa 50 Prozent der Familien planen, nach dem Ende des Krieges in die Ukraine zurückzukehren, 25 Prozent haben sich noch nicht entschieden und 25 Prozent haben sich bereits entschieden, in anderen Ländern zu leben.
Unsere Lehrkräfte tun ihr Bestes, um verschiedene Projekte und Klassenfahrten in sicherer Entfernung und an sicheren Orten zu organisieren, zum Beispiel einen Ausflug im Rahmen der Astronomie-Epoche der 7. Klasse. Die 8. Klasse untersuchte während ihres Umweltpraktikums Böden, Pflanzen und Tiere in den Wald- und Steppengebieten von Dnipro. Auch die 6. Klasse war an den Dnipro-Hängen unterwegs und untersuchte dort die Sedimentgesteine. Mit den Klassen 1 bis 3 unternahmen wir am Martinstag einen Laternenlauf. Leider muss ein großer Teil des Unterrichts wegen der Luftangriffe im Keller stattfinden. Es ist sehr schwierig, den Unterricht im Luftschutzkeller durchzuführen, vor allem, wenn eine große Klasse nicht in Untergruppen aufgeteilt ist. Die ständige Bedrohung ist für alle eine große Belastung. Manche Kinder sind traumatisiert, weil ihre Väter oder großen Brüder an der Front sind. Viele Lehrkräfte sind aufgrund von Stress und fehlender Feiertage müde und emotional erschöpft.
Wir danken Ihnen von Herzen für die Unterstützung unserer Schulgemeinschaft!

