In den chilenischen Sommermonaten konnte die kleine Schule in Arica noch bis Anfang März ein großes Bauprojekt umsetzen: Das Material für den Bau eines Raumes für die dritte Klasse stellten die Freunde der Erziehungskunst aus Spenden aus unserem Fonds Internationale Zusammenarbeit bereit. Tatkräftig unterstützt wurde die Schule durch freiwillige Helferinnen und Helfer, sodass über den Sommer ein schönes Klassezimmer entstand. Doch mit dem südamerikanischen Herbst erreichte die Corona-Pandemie auch Chile – mit strengen Ausgangssperren, die auch unter den Familien der Schülerinnen und Schüler zu plötzlicher Arbeitslosigkeit führten. Mit Blick auf das Gesundheitssystem des Landes sehen viele Eltern einer Wiederöffnung der Schulen eher skeptisch entgegen. Die Corona-Krise trifft Chile nach fünf Monate anhaltenden Bürgerprotesten wirtschaftlich hart. Das bekommt auch die Waldorfschule in Arica zu spüren – einige Eltern können keine Beiträge mehr an die Schule bezahlen.
Damit die noch in ihren Anfängen befindliche Schule weiter bestehen kann, helfen wir mit knapp 19.000 Euro aus dem Spendenaufruf „Die Folgen der Corona-Krise mindern“. So sind für fünf Monate die Gehälter der Lehrerinnen und Lehrer gesichert, die per Videokonferenzen die Kinder weiter unterrichten.

