Mit Freude und Kraft in eine gemeinsame Zukunft
Schule ermöglichen – Gesundheit stärken – Zukunft bauen: Die Tenaquip School in Madagaskar ist auf dem Weg, eine Waldorfschule zu werden. Für rund 850 Kinder und Jugendliche ist sie schon heute ein Ort zum Lernen, Wachsen und Zusammenleben.

Unser Zuhause zwischen Reisfeldern
Unsere Schule liegt mitten auf dem Land, etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Antananarivo entfernt. Befestigte Wege gibt es hier nicht, und kaum jemand besitzt ein Motorrad oder ein Auto. Reisfelder erstrecken sich, so weit das Auge reicht. Viele von uns leben mit ihren Familien in kleinen Lehmhäusern.
Bevor der Schultag beginnt
Unsere Eltern arbeiten von morgens bis abends auf den Reisfeldern. Auch wir Kinder helfen mit: Früh am Morgen holen wir Wasser oder Holz für die Familie, bringen die Kuh ins Freie oder die Enten zum Fluss. Viele Familien haben nur sehr wenig Geld. Schuhe sind für manche ein Luxus, und oft gibt es nur einmal am Tag etwas zu essen.

Wie unsere Schule entstand
2010 kam die kanadische Lehrerin Kathy Lucking auf einer Reise in unsere Gegend. Sie sah, dass es hier keine Schule gab, und wollte das nicht hinnehmen. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort begann sie, unsere Schule aufzubauen.
Heute lernen hier rund 850 Kinder und Jugendliche – vom Kindergartenalter bis zum Abitur. Etwa 50 Lehrkräfte und acht weitere Mitarbeitende tragen das Schulleben, unter anderem in der Küche, im Sekretariat und in der Schreinerei.

Mehr als ein Ort zum Lernen
In unserem Schulgarten bauen wir Gemüse an. Eine kleine Solaranlage liefert Strom. In unserer Reismühle wird der Reis unserer Eltern gereinigt, damit sie ihn auf dem Markt zu einem höheren Preis verkaufen können.
In der Schulküche wird in großen Töpfen über offenem Feuer für uns gekocht. Meist gibt es Reis mit etwas Gemüse – aber genug für alle.

Manche von uns laufen zwei Stunden, um zur Schule zu kommen. Hier können wir lernen, die Welt und unser Leben zu verstehen und mit Sinn zu erfüllen.

Auf dem Weg zur Waldorfschule
Wir möchten immer mehr zu einer Waldorfschule werden. Dafür setzen sich unsere Lehrkräfte und Eltern ein. Unterstützt werden sie von Waldorflehrerinnen und Waldorflehrern aus aller Welt.
Trainerinnen und Trainer von stART international aus Deutschland bilden unser Kollegium seit vielen Jahren regelmäßig weiter. Inzwischen kommen auch Lehrkräfte aus der Hauptstadt zu den Waldorf-Fortbildungen.


Gemeinsam die Schule weiterentwickeln

Unsere Eltern helfen bei der Finanzierung. Soweit es ihnen möglich ist, zahlen sie einen bis drei Euro im Monat. Viele Familien können aber auch diesen Beitrag nicht aufbringen. Deshalb brauchen wir Unterstützung, um Lehrkräfte zu bezahlen, Schulmaterial zu kaufen und Gebäude zu reparieren.
Was Ihr mit Eurem WOW-Day ermöglicht
Mit Euren Aktionen helft Ihr, unseren Schulalltag zu tragen und die Entwicklung zur Waldorfschule voranzubringen. Ein besonderes Anliegen ist die kontinuierliche waldorfpädagogische Weiterbildung unseres Kollegiums.
Die Schule erhofft sich jährlich 10.000 bis 20.000 Euro aus WOW-Day-Aktionen. Eure Unterstützung schafft Raum zum Lernen, für Gemeinschaft und für neue Perspektiven.


