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WOW-Day Märchen des Monats - November 2020

Die Geschichte von Nyamgondho

Kenianisches Märchen

Bei den Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der Waldorfpädagogik und zum dreißigjährigen Jubiläum der Waldorfpädagogik in Ostafrika erzählt und aufgeführt.

Die Geschichte handelt von Mai, dem Sohn von Ombare - im Volksmund bekannt als Nyamgondho Nyombare in Luo, einem westkenianischen Stamm.

Vor langer Zeit wanderte Nyamgondho, ein Fischer, an den Ufern des großen Viktoriasees herum. Nyamgondho war so arm, dass er kaum etwas zu essen oder zum anziehen hatte.  Eines Tages wachte er so hungrig auf, dass er dachte, er würde vor Hunger sterben. Er ging zum See und warf sein Netz aus. Als er es hineinzog, sah er, dass er eine hässliche Frau gefangen hatte. Er wollte sie zurückwerfen, aber sie überredete ihn, sie zur Frau zu nehmen. Sie versprach, ihn wohlhabend zu machen, unter der Bedingung, dass er niemandem sage, wo er sie gefunden hatte.

Die hässliche Frau war fleißig und sie machte ihn reich; und er erwarb viele Rinder, Ziegen, Schafe und Hühner und auch Ehefrauen. Doch er wurde stolz und arrogant und kam eines Tages betrunken nach Hause. All seine Ehefrauen, die alle ihr eigenes Haus hatten, weigerteb sich, ihn hereinzulassen, sogar die hässliche Frau weigerte sich, ihn hereinzulassen. Dann rief Nyamgondho: "Was, selbst du hässliche Frau, die ich im See gefunden habe, du weigerst dich, mich reinzulassen". Die hässliche Frau wurde wütend und schrie: "Was hast du gesagt? Was war die Vereinbarung, die wir getroffen haben?"  Nyamgondho sagte ihr jetzt, dass er, mit all seinem Reichtum, solch eine hässliche Frau nicht mehr brauchte.

Als sie das hörte, nahm die Dame des Sees all ihren Besitz, ging und verschwand im See. Und zu Nyamgondhos Entsetzen folgten ihr alle Tiere zurück in den See. Als Nyamgondho sah, wie sein ganzer Besitz im See verschwand, stand er traurig am Ufer des großen Victoria-Sees, legte das Kinn auf seinen Spazierstock und verwandelte sich auf geheimnisvolle Weise in einen Baum. 

Bis heute kann man die Fußspuren von Nyamgondhos Familie und Vieh sehen, wie sie in den See hineinführen, ebenso wie den Baum, in den er sich verwandelte, wobei seine Frau als Göttin betrachtet wird, die auch andere wunderbare Taten am Ufer des Victoria-Sees vollbrachte.

Die Geschichte stammt aus der Mbagathi Waldorfschule in Nairobi, Kenia. Nairobi ist eine fortschrittliche Stadt in Kenia. Dennoch kämpfen viele Teile der Bevölkerung ums Überleben. Es ist schwierig, Arbeit zu bekommen und oft können die Menschen nur knapp Essen, Miete und Kleidung bezahlen. Die Kinder der Mbagathi Schule kommen häufig aus schwierigen familiären Verhältnissen. Trennungen, Verluste oder HIV-Infektionen sind keine Ausnahmen. Die Waldorfschule Mbagathi ist seit ihrer Gründung 1992 stetig gewachsen und kümmert sich heute um ungefähr 300 Mädchen und Jungen, von denen 90 Kinder im schuleigenen Internat wohnen. Das Lehrpersonal bilden hauptsächlich kenianische LehrerInnen, deren Arbeit aber immer wieder von internationalen KollegInnen unterstützt wird. Die Schule bekommt immer mehr Anfragen von Eltern, die sich die Schulgebühren eigentlich nicht leisten können. Da ein Großteil der Elternhäuser nur sehr geringe und einige auch gar keine Schulgebühren zahlen können, sind UnterstützerInnen aus aller Welt für die Schule eine wichtige Hilfe. >> mehr über die Mbagathi Waldorfschule

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Die Sammlung von Märchen und Gedichten aus aller Welt ist das Ergebnis des Aktionstages Waldorf-One-World-Day, kurz WOW-Day. An diesem Tag setzen sich Kinder und Jugendliche direkt und aktiv für eine bessere Welt ein. Dazu organisieren sie eine Vielzahl außergewöhnlicher Spendenaktionen, die Menschen auf allen Kontinenten miteinander verbinden. Der Erlös schenkt Kindern Schulzeit, eine schützende Gemeinschaft oder eine warme Mahlzeit.   >> mehr zum WOW-Day

Märchen

Jeden Monat stellen wir Euch ein Märchen aus einer Waldorfeinrichtung vor, die Ihr am WOW-Day unterstützt habt.

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Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

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