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WOW-Day Märchen des Monats - März 2020

Martsishor

Moldauisches Frühlingsmärchen

Volksmärchen wird am allerersten Frühlingstag erzählt. Illustriert von den Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse der Waldorfschule Kishinew.

Vor langer, langer Zeit, stieg die Sonne als gutaussehender, tapferer junger Mann in die Dörfer hinab. Da überfiel ihn ein Drache, entführte ihn und nahm ihn gefangen. Die ganze Welt trauerte, die Vögel im tiefen Wald vergaßen ihre Lieder. Das Rauschen der Quellen, die Lieder der jungen Mädchen, das Lachen der Kinder, verwandelten sich in ein Gefühl tiefer Trauer. Niemand wagte es, mit dem schrecklichen Drachen zu kämpfen.

Aber das Zagen nahm ein Ende. Ein tapferer Mann entschied sich, die Sonne aus dem Drachengefängnis zu befreien. Alle begleiteten ihn: die traurigen Landsleute, Väter, Mütter, Schwestern, Freunde und Brüder. Sie alle gaben ihm ihre Kraft, um ihm bei seiner schwierigen Aufgabe zu helfen. Es verging ein Sommer, dann der Herbst und der ganze frostige Winter, bis der junge Mann die Burg des schrecklichen Drachens fand. Dort begann ein grausamer Kampf um Leben und Tod. Sie schlugen sich gnadenlos, vergossen Blut und Schweiß im Kristallschnee.

Stark war der Drache, stark war der tapfere Mann. Voller Wunden waren ihre Oberkörper, Arme und Schultern. Endlich war es der mutige Mann, der den Sieg errang. Der schreckliche Drache wurde getötet und fiel hin. Als der junge Mann die schwarzen Wände des Gefängnisses niederrichtete, ließ er die schöne Sonne frei. Die Sonne schoss in den Himmel. Die Natur begann sich zu erholen, die Menschen waren froh.

Der verwundete, tapfere Mann sah glücklich in den Himmel. In diesem Moment beobachteten die Leute, dass sein warmes Blut auf den Schnee fiel, der zu tauen begann, und Blumen wuchsen und erwachten aus der Erstarrung. Die Schneeglöckchen und Narzissen schaukelten sanft ihre Blütenblätter und läuteten den Beginn des Frühlings ein. Es war ein Zeichen, dass das Gute über das Böse gesiegt hatte. 

Seitdem stricken alle Mädchen zwei Quasten: eine weiße und eine rote - ein Hinweis darauf, dass der Frühling beginnt. Das Zeichen an den Quasten wird Martsishor genannt, was eine Verniedlichung des ersten Monats des Frühlings ist. Die rote und weiße Farbe bedeuten Liebe und stehen für alles Schöne und sie sind die Farben, die Glück, Gesundheit und Reinheit symbolisieren. Wie die sanften zerbrechlichen Schneeglöckchen oder Narzissen – die ersten Blüten im Frühjahr.


Die Geschichte stammt aus der Waldorfschule Kishinew, Moldawien. Ihr eigenes Schulgebäude platzt aus allen Nähten, dringend wird ein weiteres Stockwerk gebraucht, jedes Jahr gibt es viel mehr Anmeldungen als SchülerInnen aufgenommen werden können. Der Mangel an ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer ist ein weiteres großes Problem, speziell in den Fremdsprachenfächern Deutsch, Englisch und Französisch. Zwar bringt der Status als staatliches Lyzeum eine gewisse finanzielle Unterstützung, aber Fächer wie Werken, Handarbeit, Malen oder Eurythmie werden nicht staatlich finanziert. Nur unter großen Mühen können viele Eltern einen Anteil an den regulären Schulkosten aufbringen.
>> zur Waldorfschule Kishinew

 

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Hier können Sie das Märchen als PDF runterladen und ganz einfach für den Unterricht ausdrucken. 
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Die Sammlung von Märchen und Gedichten aus aller Welt ist das Ergebnis des Aktionstages Waldorf-One-World-Day, kurz WOW-Day. An diesem Tag setzen sich Kinder und Jugendliche direkt und aktiv für eine bessere Welt ein. Dazu organisieren sie eine Vielzahl außergewöhnlicher Spendenaktionen, die Menschen auf allen Kontinenten miteinander verbinden. Der Erlös schenkt Kindern Schulzeit, eine schützende Gemeinschaft oder eine warme Mahlzeit.   >> mehr zum WOW-Day

Märchen

Jeden Monat stellen wir Euch ein Märchen aus einer Waldorfeinrichtung vor, die Ihr am WOW-Day unterstützt habt.

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Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

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Liebe*r Bewerber*in,

wir können derzeit nur Bewerbungen aus der Europäischen Union annehmen.

Aufgrund der aktuellen internationalen Reisebeschränkungen können wir momentan leider keine Bewerbungen von Freiwilligen außerhalb der EU annehmen. Sobald die Reisebeschränkungen aufgehoben werden, ist eine Bewerbung wieder möglich.


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Chère candidate, cher candidat,

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Estimado solicitante,

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