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Home: Freunde Waldorf

Briefkontakte / Kontaktpersonen an den Waldorfschulen vor Ort

Viele Patenkinder und Ihre Paten pflegen einen intensiven Brief- bzw. E-Mailkontakt und oft entwickelt sich daraus eine wunderbare Freundschaft. Sehen Sie hier einige Beispiele...

Lieber Pate,

Danke für alles. Ich mag meine Schule und bin sehr glücklich dort. Es läuft gut an der Schule und ich verbessere meine Lesefähigkeit. Für mich hast Du sehr viel getan, vor allem für die Schulgebühren. Ich habe durch meine Lehrer an Weisheit und Erfahrung dazugewonnen. Ich bin erwachsener und erfahrener geworden. Vielen Dank und viele Grüße an Deine Familie.

von Elizabeth, Hermanus Waldorf School/Südafrika

Liebe Klassenpatin,

im Namen der sechsten Klasse möchte ich mich bei Ihnen für die Unterstützung unserer Schule bedanken. Unsere Klasse hat sich mit dem antiken Griechenland beschäftigt. Bisher haben wir uns an die meisten anderen Lektionen erinnert, wie Mathematik, Englisch, Landwirtschaft und Kiswahli. Das Wetter in Kenia ist arm und windig. Es ist schönes Wetter, das Schuljahr zu beginnen. Wir alle lieben die Schule. Nochmals vielen Dank, dass Sie uns unterstützen.

herzliche Grüße

Klasse 6. der Rudolf Steiner School Mbagathi in Kenia

Ninky Matthee von der Hermanus Waldorf School in Südafrika

Für jede Schule erklärt sich eine Person bereit, sich um den Kontakt zu den Bildungspaten und zu Fabian Michel(Koordination der Bildungspatenschaften bei den Freunde der Erziehungskunst Bildungspatenschaften) zu kümmern. An der Hermanus Waldorfschule ist es Ninky Matthee, die sich hier vorstellt:

Ich bin Ninky Matthee, die Kontaktperson für die Bildungspaten der Hermanus Waldorfschule in Südafrika. Mein Hintergrund liegt im Verlagswesen, aber ich habe mit dem Unterrichten begonnen, als meine eigenen Kinder noch klein waren. Ich bin seit 18 Jahren an der Schule. Zu Beginn war ich als Erzieherin im Kindergarten tätig, dann als Lehrerin für Afrikaans und jetzt arbeite ich im Büro. Die Schule war damals noch recht klein, und ich leitete das Büro selbstständig, indem ich die Finanzen, die Verwaltung, das Fundraising usw. übernahm. Als die Schule wuchs und die Zahl der Schüler zunahm, gelang es uns, einen engagierten Schatzmeister für die Finanzen und schließlich einen Verwalter für alle administrativen Aufgaben zu beschäftigen, sodass ich mich intensiver um den Kontakt zu den Bildungspaten bemühen konnte. Seit vielen Jahren habe ich nun das Privileg mit den Bildungspaten zu kommunizieren. Ich führe mit den Lehrern und teilweise auch mit den Kindern Gespräche um mehr über die Kinder zu erfahren. Auf diese Weise entdecke ich allerlei Wissenswertes über die Kinder – zum Teil auch Herzzerreißendes. Im Büro verliert man leider ein wenig den ganz engen Austausch zu den Kindern, was ich sehr bedauere. Es ist wunderbar zu sehen, wie die Kinder gedeihen, wenn sie merken, dass ihre Bildungspaten sich für ihr Leben interessieren und sich um ihr Wohlergehen und ihren Fortschritt Gedanken machen. Von den Bildungspaten zu hören, dass sie die Berichte und Zeichnungen der Kinder zu schätzen wissen, ist ebenfalls sehr motivierend.

Doch diese Arbeit kommt nicht ohne ihre Herausforderungen aus. Es ist nicht immer einfach, die Lehrer an Bord zu holen, da sie ihre eigene Agenda haben – eine Arbeit, die erledigt werden muss, und oft muss ich ein paar Mal fragen, ob ich Beschreibungen der Kinder oder Zeichnungen bekommen kann. Auch neue Lehrer müssen von Grund auf über das Bildungspatenschaftsprogramm informiert werden. Deadlines werden oft ignoriert, vor allem am Ende des Schuljahres, wenn alle beschäftigt sind, Berichte schreiben, Jahresabschlussfeste organisieren, und meine Geduld wird an dieser Stelle oft auf die Probe gestellt!

Die für mich schwierigste Herausforderung ist es, den Bildungspaten und Fabian Michel mitteilen zu müssen, wenn eines unserer Kinder die Waldorfschule unerwartet verlässt. Einige Eltern müssen zum Beispiel ganz spontan in eine andere Stadt ziehen, um Arbeit zu finden. Bei einer Arbeitslosigkeit die offiziell auf etwa 30 Prozent in unserem Land beziffert wird, ist dies ein Teil der Lebensrealität. Weiterhin muss man sagen, dass es zahlreiche Jobs gibt, von denen man einfach nicht leben kann.