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„Frühling mit der ganzen Welt“ in der Zentralukraine

Ukraine: Dnipropetrowsk liegt in der zentralöstlichen Ukraine und ist die drittgrößte Stadt des Landes. Zu Sowjetzeiten war die Stadt ein wichtiges Zentrum der Kernenergie-, Waffen- und Raumfahrtindustrie und hat sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs zu einem wichtigen Finanz- und Industriestandort entwickelt. 

Im September 1994 öffnete die Waldorfschule in Dnipropetrowsk ihre Tore und begann den Unterricht mit sechs Lehrern und 30 Kindern in zwei Klassenstufen. Damit dies möglich werden konnte gab es von Anfang an Unterstützung von Waldorflehrern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie begleiteten die Lehrer, Schüler und Eltern in Dnipropetrowsk mit Rat und Tat in ihrer Entwicklung.

Im Jahr 2005 schlossen die ersten Schüler die 11. Klasse an der Schule mit einem staatlich anerkannten Abschluss ab, mit dem man in der Ukraine an die Universität gehen kann. 2015 feierte die Einrichtung dann ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest. Heute besuchen etwa 350 Schüler die Waldorfschule Dnipropetrowsk und etwa 50 Kinder den dazugehörigen Kindergarten.

Jedes Jahr feiert die Waldorfschule Dnipropetrowsk außerdem das traditionelle Maslenitsa-Fest, bei dem der Winter verabschiedet und der Frühling begrüßt wird. An der Schule steht dieses Fest unter dem Motto "Frühling mit der ganzen Welt" und jede Klasse stellt jeweils eine Kultur vor. So gibt es europäisches Essen, ein asiatisches Viertel mit japanischen Frisuren und Schminke, indische Handbemalungen, chinesische Zauberkünste oder auch amerikanische Amulette und jüdischen Schmuck. Entsprechend der Tradition gibt es natürlich auch ukrainische Reigen, Lieder und Pfannkuchen. Zum Abschluss des Festes wird die Maslöna (Puppe aus Stroh) gemeinsam verbrannt und mit ihr alles Vergangene und Misslungene des letzten Jahres, um ohne alten Ballast in den Frühling zu gehen.

Die Schule nutzt das Gebäude eines ehemaligen staatlichen Kindergartens, das mit Hilfe von Eltern, Lehrern und Freunden aus Europa renoviert wurde. Etwa 35 Lehrer unterrichten an der Schule und vor allem die Bereiche Werken und Kunst genießen wegen ihrer hohen Unterrichtsqualität einen ausgezeichneten Ruf.

Die Herausforderung in vielen Fächern, besonders in der Oberstufe, besteht darin einen gemeinsamen Weg zwischen dem staatlichen Lehrplan und der Waldorfpädagogik zu finden. Dabei arbeitet die Schule eng mit den staatlichen Bildungseinrichtungen zusammen und benutzt den offiziell anerkannter Waldorflehrplan, der vor einigen Jahren von staatlichen Bildungsvertretern und einer Reihe von ukrainischen Waldorflehrern entwickelt wurde.

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