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Nepal: 1992 begann mit 13 Patienten die Initiative, die heute unter dem Namen Shanti Sewa Griha eine Vielzahl von Einrichtungen vereint, die Sozialarbeit für die Menschen in Nepal leisten, die am Rande der Gesellschaft leben: Arme, Leprakranke und Menschen mit Behinderungen, kurz: Ausgestoßene. Mit der Zeit sind u.a. eine Waldorfschule, ein Kindergarten, eine Farm, Werkstätten, eine Klinik, eine Armenküche und sogar zwei Dörfer entstanden. Mehr als 800 Menschen finden hier Schutz, Betreuung und eine Aufgabe.

In Nepal ist die Ansicht leider weit verbreitet, dass auf Menschen mit Behinderungen ein Fluch der Götter lastet. So ist die Sorge der Mutter verständlich, die seit der Ermordung ihres Mannes arbeiten musste und sich nicht mehr um ihren kleinen Sohn kümmern konnte. Er war aber auf sie angewiesen. Weder Sitzen, noch Stehen, geschweige denn Gehen konnte der Junge, der mit einer körperlichen Behinderung zur Welt gekommen war.

Seine Mutter hörte von Shanti und wanderte drei Tage mit ihrem Kind auf dem Rücken zur nächsten Bushaltestelle und nach einer eintägigen Busfahrt kam sie in Kathmandu an. So tränenreich der Abschied von ihrem Sohn war, die Mutter sollte nicht enttäuscht werden. Wie durch ein Wunder erlernte der Junge erst Sitzen, dann Stehen und schließlich sogar Gehen, wenn auch unsicher, kann er nun sogar Treppen alleine bewältigen. Heute geht er in die dritte Klasse – er hat mit dem Fuß zu schreiben gelernt.

Der älteste Ort von Shanti ist Buddhanilkantha, am Nordhang des Kathmandu-Tals gelegen. Hier ist bis heute ein Dorf in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Obstplantage entstanden, deren Bäume in der Gründungsphase gepflanzt wurden. Am Eingang des Dorfes gibt es einen Gesundheitsposten, der kostenlos medizinische Versorgung für die Dorfgemeinschaft und die Menschen der Umgebung anbietet. Im Dorf selber ist die Waldorfschule zu Hause, die Initiative, die dem sehr strikten Schulsystem Nepals eine Alternative hinzufügt.

Sundarijal, die zweite „Außenstation“ von Shanti, ist ein weiteres Dorf, in den eine biologische Farm entstanden ist. Die Ernte des Gemüseanbaus reicht aus, um die Armenküche (1.200 Mahlzeiten pro Tag), die Bettenstation und die Mitarbeiter mit Gemüse zu versorgen.

In Kathmandu am Tempel, am heiligen Fluss Bagmati, begann die Arbeit von Shanti. Im Laufe von elf Jahren war eine Klinik mit Armenambulanz, ein Kindergarten und Werkstätte entstanden. Als der Tempel Weltkulturerbe wurde, mussten alle Initiativen umziehen. Ein Hotel wurde gemietet. Dann passierte etwas Außergewöhnliches: Eine überraschende Spende von Hape Kerkeling, der bei „Wer wird Millionär?“ mitgemacht hatte, ermöglichte Shanti ein Grundstück zu kaufen und darauf zu bauen. Klinik und Werkstätten konnten umziehen, das gemietete Hotel aufgegeben werden und die bewegende und positive Entwicklung Shantis kann weiter gehen.

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