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Lernen ohne Angst

Moldawien: Die Waldorfschule in Kishinew wurde 1992 gegründet. Bis heute ist sie eine staatliche Schule geblieben, die sich in vielen Verhandlungen ihre pädagogische Autonomie erkämpft und staatliche Anforderungen mit dem Waldorflehrplan verknüpft hat. Inzwischen werden der Kindergarten und die Schule von gut 200 Kindern bzw. Schülerinnen und Schülern besucht.

Alexei Frunza war wie kaum ein anderer Lehrer mit dem Schicksal der ersten und einzigen Waldorfschule Moldawiens verbunden. Er begann als Tanzlehrer aber der Schule fehlte ein Eurythmielehrer. Nach vier Jahren in Moskau, am Eurythmeum und einem Jahr an der Hochschule für Waldorfpädagogik in Stuttgart war Alexei Frunza der erste Eurythmist Moldawiens geworden. Durch ihn lernten die Mitarbeiter des Erziehungsministeriums Eurythmie kennen, indem sie in seinem Unterricht hospitieren durften.

Eine schwere Erkrankung und die Amputation seines einen Beines bewirkten zwar das Ende der Schaffensphase als Eurythmist, aber ebenso den Anfang seiner Tätigkeit als Leiter der Elternfondation. So verwirklichte er bis kurz vor seinem Tod noch viele Projekte, die die bauliche Situation der Schule enorm verbesserten. Am 26. Juli 2009 starb Alexei Frunza, aber seine Impulse, auch die traditionellen Tänze, sind feste Bestandteile des Schullebens geworden.  

Die Zeit des Aufbruchs nach 1991 war in Moldawien nicht nur der Beginn der Unabhängigkeit, sondern wurde auch zur Wiege der ersten Waldorfschule des Landes. Pädagogisch weitgehend unabhängig von staatlichen Eingriffen konnte sie sich nach 1992 Jahr für Jahr entwickeln. Erst führte sie nur bis zur elften Klasse bevor 2005 entschieden wurde, die Schule zum Lyzeum umzugestalten. Dann würden die Schüler ihre Schullaufbahn mit dem Bakalaureat (Abitur) abschließen können.  

Sehr früh pflegten die Mitarbeiter der moldawischen Schule den Kontakt zu anderen Waldorfschulen – es entstanden Schulpartnerschaften mit der Uhlandshöhe und Wetterau (Bad Nauheim). Schließlich konnten einzelne Klassen auch Reisen zu den Partnerschulen unternehmen, Theaterstücke ebenso wie Tänze und Lieder der moldawischen Kultur vorführen und engere Kontakte zu den Partnerklassen in Deutschland aufbauen.  

Bis heute ist die Schule in Kishinew die einzige Waldorfschule Moldawiens und auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen. Die schwierige Wirtschaftslage des Landes und die fehlende staatliche Subvention der Schule führen zu derart niedrigen Lehrergehältern, dass viele gezwungen sind, noch eine weitere Arbeitsstelle anzunehmen, um über die Runden zu kommen. Umso wichtiger ist es, in Zukunft die Förderung weiter auszubauen, um die Lehrerschaft mehr unterstützen und damit die Qualität der Schule verbessern zu können.

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Str. Studentilor, 11

2045 Chisinau
Moldawien
Tel +373 22 323 155
waldorf@mail.md

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