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Mexiko – zwischen zwei Welten

Mexiko ist ein von Kontrasten geprägtes Land. Besonders beeindruckend ist das, was noch von den prähistorischen Bauten und Kunstwerken der großen indigenen Kulturen Mexikos, wie dem Mexica Stamm, oder den Maya, Olmeken, Zapoteken und anderen übriggeblieben ist. Obwohl nach der Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert Spanisch die offizielle Landessprache geworden ist, gibt es bis heute 68 offiziell anerkannte indigene Sprachen in Mexiko (nicht Dialekte, wie sie manche nennen).

Geographisch gehört Mexiko zum Nordamerikanischen Kontinent, aber aufgrund der gemeinsamen Bräuche und der spanischen Sprache identifiziert sich das Land eher mit Lateinamerika. Armut, Korruption und Kriminalität sind allgegenwärtig und das Bildungsniveau ist in der Regel sehr niedrig. Gleichzeitig hat das Land eine sehr reiche Elite hervorgebracht. Man kann sagen, dass Mexiko ein Land zwischen zwei Welten ist: zwischen Alt und Neu, Nord und Süd, Megacity und Regenwald, arm und reich.

Eine Reihe von Waldorfschulen stellen sich in Mexiko den sozialen Herausforderungen in ihrer sozialen und pädagogischen Arbeit. Begonnen hatte dieser Impuls während des Zweiten Weltkriegs: Juan Berlin brachte die Vision einer Waldorfschule nach Mexiko. Als Halbjude musste er im Jahr 1939 aus Deutschland fliehen und Mexiko bot ihm Schutz vor den Nazis.Hier gründete er die erste mexikanische Waldorfschule 1955 in Mexiko-Stadt, diese musste aber schon bald darauf aus wirtschaftlichen Gründen schließen. Ein zweiter Versuch im Jahr 1971 dauerte aus politischen Gründen nur vier Jahre, da die Schule durch die autoritäre und konservative Partei wieder geschlossen wurde. Im Jahr 1986 wurde ein erfolgreicher dritter Versuch unternommen, eine Waldorfschule in der Hauptstadt des Landes zu etablieren. "Escuela Waldorf de la Cuidad de Mexico" ist heute eine der tragenden Waldorfschulen des Landes.

Mittlerweile gibt es Waldorfschulen im ganzen Land. Trotzdem ist der Waldorf-Ansatz in Mexiko noch eher unbekannt. In den letzten Jahren gibt es jedoch immer mehr Eltern, die ernsthaft auf der Suche nach einer pädagogischen Alternative sind. Sie wünschen sich eine humanere und mehr künstlerische Ausbildung als sie staatliche Schulen bieten.

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