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Conegliano und Manduria:

Weinernte im goldenen Herbst

"Die Geschichte unserer Schule in Conegliano begann mit einem Kindergarten auf dem Demeter-Hof San Michele", erzählt Sabino Pavone. "Mit diesem Hof ist die ganze Schulgemeinschaft zutiefst verbunden. Jedes Jahr, wenn der Herbst kommt, sind wir alle bei der Traubenernte dabei. Unsere kleinen Kindergarten-Kinder dürfen die Trauben pressen und daraus Fruchtsaft machen! Die Größeren helfen, die großen, reifen Trauben zu ernten, und die ganz großen Kinder ab Klasse 6 dürfen die Trauben kontrollieren und entscheiden, welche in die Presse können.

Wenn die Zeit der Traubenernte gekommen ist, fahren die Kinder morgens mit kleinen Bussen die neun Kilometer bis San Michele, mit Stiefeln und in voller Montur. Dann arbeiten wir gemeinsam, bis wir mittags wieder zur Schule zurückkehren. Am Wochenende sind sogar viele Eltern mit dabei.

San Michele liegt auf einem Hügel, und wir überblicken die Region Venetien, aus der zum Beispiel der Prosecco stammt. Die Menschen hier sind sehr mit der Erde verbunden. Wenn wir bei der Weinernte mithelfen dürfen, strahlt meistens die Herbstsonne, alles ist ganz goldfarben, eine wirklich besondere Zeit... Dieses besondere Ereignis fließt dann auch in alle anderen Fächer ein."

Vom anderen Ende Italiens, aus Manduria am "Stiefelabsatz" erzählt Tino Semeraro: " Auch hier arbeiten viele Menschen als Bauern, und auch unsere kleine Schule mit ihren rund 60 Kindern nimmt jedes Jahr an der Weinernte teil. Es gibt so viele Erlebnisse: Die besonderen Werkzeuge, das Abfüllen des Traubensaftes in Terrakottaflaschen, der lange Prozeß bis zum fermentierten Wein... All dies schenkt dem Kind die Möglichkeit, sich die körperliche Arbeit der Menschen bewußt zu machen und sie schätzen zu lernen."

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