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Bologna: Schönheit, die die Seele berührt

"Einer der Augenblicke, die mich während des Schuljahrs am meisten bewegen, ist das Adventsgärtlein", erzählt Roberta, Mutter von zwei Schülern. "Am Nachmittag des ersten Adventssonntag treffen wir uns im Saal der Schule. Es ist halb dunkel, wenige Kerzen leuchten.

Auf dem Boden liegt eine Spirale aus duftenden Pinienzweigen. Wir suchen uns am Rande des Raumes unsere Plätze.

Nun beginnt eine Erzieherin, mit warmer Stimme eine schöne Geschichte zu erzählen. Dann entzündet ein Kind eine Kerze und läuft mit dieser andächtig die Spirale entlang. Der Chor der Lehrerinnen begleitet es. An einer Stelle setzt es sein Licht in die Zweige und kehrt dann zu seinem Platz zurück.

So kommt eines nach dem anderen an die Reihe. Langsam beginnt der Raum, sich zu erleuchten. Die Gesichter werden genauer erkennbar, die Gesänge stärker - es ist wunderschön. Zum Schluß gehen alle nach Hause, ganz still, mit einer kleinen Flamme, die in ihrem Herzen begonnen hat aufzuleuchten."

"Auch die größeren Kinder und Jugendlichen zu verzaubern", erzählt nun Loic, ein Lehrer, "ist hier noch einfach möglich - dank der Kunstwerke, die wir in Hülle und Fülle finden können."

"Ich sehe noch jetzt die begeisterten Gesichter meiner Schüler vor mir, als wir in Ravenna vor einem Mosaik in S. Vitale standen. Was sie am meisten begeisterte, war die Schönheit dieser Mosaike, die unbeschadet die Jahrhunderte überdauerte, um auch noch heute für uns da zu sein. Das war ein wunderbarer Tag. Später erfrischten wir uns sogar noch in den blauen Wellen des Meeres. Das Tollste für die Schüler war aber, daß der Lehrer am Ende für alle ein Eis spendierte...

Ein anderer Ausflug ging nach Padua. Hier wollten wir in der Kapelle Scrovegni Fresken von Giotto anschauen. Doch wir hatten den richtigen Zug verpaßt... Alle fieberten der Ankunft entgegen, denn es bestand die Gefahr, daß wir es nicht mehr rechtzeitig schaffen und die Kapelle schon geschlossen wäre. Als der Zug hielt, rannten wir wie die Wilden.

In der Kapelle angekommen, waren die Jugendlichen wiederum von der Schönheit der Bilder tief berührt. Und diese Schönheit verband sich mit einer Einfachheit, die betroffen machte.

Als die Kapelle dann geschlossen wurde, gingen wir noch auf den Platz vor der Basilika S. Antonio, machten ein Picknick und erlebten gemeinsam einen wunderbaren Sonnenuntergang...

Dieses Jahr wollen wir einen Abend mit Poesie gestalten und dabei etwas aus der `Göttlichen Komödie´ von Dante vortragen. Ich bin sehr froh, daß sich meine Liebe und Begeisterung für Dante auch auf die Schüler überträgt. Wir freuen uns schon alle darauf, an seinem Werk arbeiten zu können."

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Scuola steineriana Maria Garagnani
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40132 Bologna

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