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„Haiti – Hilfe für Landschulen“

Es ist früh am Morgen. Der kleine 8-jährige Alexandre und sein Lehrer Melot laufen mit schnellem Schritt über Bergpfade, die kaum breiter sind als sie selbst, bergauf, bergab. Ihr Weg ist weit. Zwei Stunden bringen sie jeden Morgen hinter sich, bevor sie ihre Schule, die in der Senke eines engen Tales liegt, erreichen.

„Schule“ – das ist für die meisten Kinder in Haiti ein Fremdwort – zumal, wenn sie wie Alexandre und Melot auf dem Land leben. Denn: „Wer lebt schon auf dem Land?“ Die meisten Haitianer verlassen das Land, überlassen es seinem Schicksal - und ziehen ins große Port au Prince, in die Hauptstadt Haitis. Hier hoffen sie, ein besseres Leben, eine Bildung für die Kinder, eine glückliche Zukunft zu finden.

Die Realität allerdings sieht meist ganz anders aus als diese Träume: Stadt – das heißt für fast alle von ihnen: Leben unter einer Plastikplane, in einem Slum, im Gestank von Müll und Kloake. Für das Schulgeld reicht es so gut wie nie. Und so sind die meisten Kinder den größten Teil des Tages ihrem eigenen Schicksal auf den Straßen von Port au Prince überlassen. Das ist kein glückliches Leben – und keine gute Voraussetzung für Zukunft.

Alexandres Eltern haben sich dazu entschieden, auf dem Land zu bleiben. Sie leben ein einfaches, schweres, aber würdevolles Leben. Sie haben eine Kuh, ein paar Hühner und ein bisschen Land, das sie ernährt. Sie haben ein kleines Häuschen – und abends, nach getaner Arbeit, sitzen sie zusammen mit ihren Nachbarn und bereden die Ereignisse des Tages.

Alexandre und seine Geschwister gehen in die Schule. Das Schulgeld bezahlen die Eltern von dem, was sie erwirtschaften. Dank einer Frau aus Deutschland, die seit über 20 Jahren in Haiti lebt und ihr eigenes Schicksal mit dem Schicksal der Menschen dieser Landgegend verbunden hat – gibt es diese Schule, die in der Zwischenzeit für über 1000 Schülern täglich Lern- und Lebensort ist.

Im Jahr 2011 trafen sich der Haiti-Vertreter der Waldorf-Nothilfeorganisation stART international und die Schulgründerin im Süden Haitis und beschlossen in den Sommerferien, ein regelmäßiges einwöchiges Lehrerseminar für das gesamt Kollegium der Schule, ca. 50 Lehrer, zu organisieren. 

Die Kindergartenräume der Schule, die vorher triste Betonwände waren, sind in der Zwischenzeit freundlich hell lasiert. Die ersten Veränderungen im Schulalltag haben Einzug gehalten.

Damit diese Hilfe möglich ist und sich auch weitere Schulen anschließen können, ist stART international auf Unterstützung angewiesen. Alle WOW-Gelder für dieses Haiti-Projekt gehen zunächst in die Fortbildungsarbeit für die haitianischen LehrerInnen. Sollten mehr Gelder zusammenkommen, als hierfür nötig sind, so werden sie den Schulen für die vielen 1000 Notwendigkeiten, die der schwere Überlebenskampf der Schulen im ländlichen Haiti mit sich bringen, - wie die Beschaffung von Schulmaterial und Schulspeisung für die vielen, vielen Kinder - zur Verfügung gestellt.

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