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Waldorf in Griechenland

Griechenland: In Athen sind inzwischen drei waldorfpädagogische Kindergarteninitiativen entstanden. Ihre Entwicklung gestaltet sich aber als schwierig, da das griechische Gesetz einer Anerkennung als Kindergarten im Wege steht. Daher werden sie als Kleingruppen betrieben, in denen jeweils sieben bis elf Kinder betreut werden. Seit einigen Jahren wird die Gründung einer Waldorfschule angestrebt und mit Hilfe von Kursen die ersten Lehrer ausgebildet.

Es bedurfte sehr viel Mühe und Geduld, bis die Waldorfpädagogik in Griechenland anfänglich Fuß fassen konnte. Erst bemühte sich eine kleine Gruppe von Menschen darum, Ziele und Inhalte der Waldorfpädagogik publik zu machen und das Interesse an einem Waldorfkindergarten zu wecken, dann mangelte es an ausgebildeten Waldorferzieherinnen. So wurden Kurse konzipiert, die als Ziel die Ausbildung von zukünftigen Waldorfkindergärtnern verfolgten.

Die 1998 begonnene Elternarbeit und das im Jahre 2000 initiierte Seminar mündeten schließlich in die Gründung eines ersten Waldorfkindergartens. Nun waren es staatliche Vorgaben, die verhinderten, dass die junge Initiative offiziell als Kindergarten arbeiten konnte und so registrierte man sich als Kleingruppe. In den folgenden Jahren konnten weitere Kindergärten als Kleingruppen eröffnet werden. Ihnen gemeinsam ist ein ständiges Raumproblem, das häufige Umzüge nach sich zieht.  

Durch den Verein der Freunde der Waldorfpädagogik, der die Öffentlichkeitsarbeit maßgeblich organisiert, sind die Lehrerseminare und Sommertagungen ein fester Bestandteil der waldorfpädagogischen Bewegung in Griechenland geworden. Neben zwei Gruppen mit 18 Studenten gibt es verschiedene Elterngruppen, die gemeinsam arbeiten. Hinzu kommt noch ein Kurs zur Ausbildung von Erziehern, der eng mit einem der Kindergärten kooperiert, sodass die Auszubildenden von Anfang an intensiv in praktische Arbeitszusammenhänge integriert werden.  

Nicht nur die offizielle Anerkennung der Arbeit der bisherigen Kleingruppen als Kindergärten wird als ein Ziel verfolgt, sondern auch die Gründung einer Waldorfschule. Bis zum fünften Lebensjahr können griechische Kinder im Kindergarten bleiben, dann müssen sie ein Übergangsjahr durchlaufen, um schließlich mit sechs Jahren eingeschult zu werden. Bis den Kindern eines Tages auch eine Waldorfschule offen steht, wird zwar noch etwas Zeit ins Land gehen müssen, aber eine Gruppe von Lehrern widmet sich bereits den Inhalten, die einmal die Grundlage der Schule werden sollen.

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