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Projekt Salva Dor: Für die Kinder da sein

Brasilien: Salvador ist eine der ärmsten Großstädte Brasiliens. 80 % der Bevölkerung Salvadors wohnen total verarmt in Slums in unvorstellbarer Enge. Inmitten dieser Armut betreut das "Projeto Salva Dor" etwa 50 Kinder im Alter von 2 bis zu 14 Jahren mit einem waldorfpädagogischen Ergänzungsprogramm, teils ganztägig, teils als Hortkinder neben der Schule. Dabei wird nicht nur der Gehalt, sondern auch jedes Blatt Papier, jeder Stift, jeder Becher, jede Mahlzeit  ausschließlich aus Spenden finanziert. Der Lehrergehalt liegt mit ca. 250,- € noch unter dem offiziellen brasilianischen Existenzminimum.

Gerade hat Thainá – das Mädchen mit dem zarten Lächeln, durch das Trauer schimmert – ihren dritten Geburtstag gefeiert. Sie lebt mit ihren Eltern und drei von sechs Geschwistern in einem kleinen Haus oder vielmehr in einem mit einer Plastikplane überdachten Raum. Die Mutter arbeitet nach sechs Wochen Mutterschaftspause wieder, um das Familienbudget aufzubessern. Thainás Onkel, der in der Karnevalszeit jemanden erschossen hat, wird polizeilich gesucht, er konnte aber fliehen.

Trotz dieser schwierigen Umstände, die auf dem Mädchen lasten, ist Thainá gut entwickelt, jedoch sehr sensibel. Sie weint schnell und gibt lieber nach, bevor Streit entsteht. Für sie und ihre Eltern ist es sehr wichtig, dass sie tagsüber in Salva Dor sein kann, weil sie dort Zuwendung, Raum zum Spielen, Lernen, Essen und Kindsein findet.

Ganz im Sinne der Worte „Ich kann nicht erwarten, dass sich etwas Grundsätzliches draußen im sozialen Leben verändert, wenn ich mich selber nicht in Bewegung setze“ (Rudolf Steiner), schloss sich Lais Naka, spätere Mitbegründerin von Salva Dor, der Initiative ihrer Tochter an, die bereits 1997 in Bahia eine kleine Kindergruppe tagsüber in ihrer Wohnung aufnahm. Mit Hilfe der Mutter entstand die Associação Educacional Salva Dor.

Als sich Lais Naka 2008 aus dem Projekt zurückzog, konnte Salva Dor schon 12 Mitarbeiter vorweisen. Leider erhalten diese nicht einmal einen Mindestlohn. Umso schöner ist es, dass fünf von ihnen momentan das Waldorflehrerseminar besuchen können. Schließlich sind die Inhalte der Waldorfpädagogik für diese Menschen schon lange Ziele der täglichen Praxis.

Bis heute finanziert sich Salva Dor hauptsächlich aus Spenden, da die Eltern der Kinder keinen finanziellen Beitrag leisten können. Als eigenen Anteil stellen die Mitarbeiter Puppen und andere Handarbeiten her, die durch Kooperationen mit Waldorfschulen in Deutschland auf Bazaren verkauft werden.

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Kontakt

Associação Educacional Salva Dor
R. Alto de São Lázaro N 69-E
Cep. 40210-715 Federação
Salvador – Bahia
Brasilien
Tel +55 71 3245 5009
projetosalvador@ig.com.br
www.projetosalvador.de

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