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Afrika

Afrika besitzt eine Fläche von 30,3 Millionen km² (22 % der gesamten Landfläche der Erde). Der Kontinent wird von etwas über einer Milliarde Menschen bewohnt. Damit ist Afrika sowohl nach Ausdehnung wie nach Bevölkerung der zweitgrößte Erdteil.

Auf dem afrikanischen Kontinent lastet ein überkommenes Bildungssystem, ein westliches Erbe aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert. Doch leider können die Kinder im Erwachsenenalter wenig mit der alten Schulbildung anfangen, welche meist von überfüllten Klassenzimmern, sturem Auswendig Lernen und mangelnder pädagogischen Begleitung geprägt sind. Nur Kinder aus wohlhabenden Familien, die auf private Schulen geschickt werden, bekommen die Chance, später wirksam am wirtschaftlichen Leben und in einflussreichen Kreisen teilzuhaben. Aber es gibt auch Hoffnung in Afrika.

Die Waldorfpädagogik in Afrika konnte zuerst im Jahr 1959 in Südafrika Fuß fassen. Seither gibt es zahlreiche gut etablierte Schulen in Kenia, Namibia, Südafrika und Tansania, wovon Südafrika die meisten Waldorfschulen und- kindergärten beherbergt. Weitere kleinere waldorfpädagogische Initiativen, die teils auch Sozialprojekte sind, finden sich in Burkina Faso, Ghana, Senegal, Sierra Leone, Togo und Zimbabwe.

In vielen Teilen des Kontinentes leben die Menschen in Armut mit wenig Hoffnung auf Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse. Die Freunde der Erziehungskunst möchten an dieser Stelle Veränderung bringen, sowohl für die von Armut geplagten als auch für diejenigen Bevölkerungsgruppen, denen es besser geht. Das wird nur möglich sein, wenn immer mehr Menschen bereit sind, z.B. über Bildungspatenschaften die Waldorfschulen zu fördern.

Wie in vielen Teilen der Welt ist auch in Afrika ein gesellschaftlicher Wandel eingetreten. Der Lebensmittelpunkt der Eltern liegt zunehmend außerhalb der Familie. Folglich verbringen die Kinder immer mehr Zeit in Spielgruppen, Kindergärten, Schulen, und ebenso so oft sind sie sich selbst überlassen. Um dieser Verantwortung gerecht zu werden, muss die Pädagogik über das traditionelle Lehrerverständnis hinauswachsen.

Das größte Lehrer- und Erzieherseminar für Waldorfpädagogik existiert in Kapstadt in Südafrika. Besonders hervorzuheben sind die 40 Waldorfkindergärten (Educare Centres), die nach Abschluss der Seminare im Centre for Creative Education von Kindergärtnerinnen in den Townships rund um Kapstadt gegründet worden sind. Sie zeigen, mit welcher Initiativkraft die Waldorfpädagogik hier aufgenommen wird. In 2011 drohte dem Lehrerbildungszentrum wegen einer schwierigen Finanzlage die Schließung. Die Freunde der Erziehungskunst konnten damals mit einem Spendenaufruf die Schließung abwenden.

Eine wirkliche Herausforderung ist es, afrikanische Elemente in die Grundschullehrerausbildung zu integrieren. Sicher werden auch hier afrikanische Geschichten erzählt, Märchen, Fabeln oder Sagen der Völker, passend zum Alter der Kinder und zum jeweiligen Unterricht. Dennoch wird es Gebiete geben, in denen ein afrikanischer Weg der Erziehung erst noch erforscht werden muss.

Die Ausbildung von Waldorflehrern zu fördern, ist seit Jahren ein Fokus der Arbeit der Freunde der Erziehungskunst. In Nairobi findet die Kindergarten- und Lehrerausbildung für ganz Ostafrika statt und ist das zweite wichtige Zentrum nach Kapstadt für die Waldorflehrerbildung in Afrika.

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