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Eine ganze Klasse übernimmt Patenschaft in Tansania

Die zwölfte Klasse der Freien Waldorfschule Saarbrücken berichtet...

Vor etwa drei Jahren kam die Idee von einer Schülerin, dass wir doch ein Kind in Afrika unterstützen könnten. Dies stieß auf großen Zuspruch. Nachdem wir einige Broschüren gelesen hatten, übernahm unsere Lehrerin den organisatorischen Teil und wendete sich an die Freunde der Erziehungskunst.

Nach einiger Zeit bekamen wir Informationen zu unserem jetzigen Patenkind an der Hekima Waldorf School in Tansania. Uns allen war klar, dass wir nicht nur Geld überweisen, sondern auch Kontakt mit Patenkind Hope haben wollten. Da wir aber leider nicht die gleiche Sprache sprechen, waren wir sehr froh darüber, dass es in ihrem Dorf und ihrer Schule Freiwillige aus Deutschland gab, mit denen wir regelmäßig schreiben konnten. Wir schickten Hope einige Male Klassenfotos, damit sie wusste, wer sie unterstützt und freuten uns immer riesig, wenn wir ein Foto oder ein von ihr gemaltes Bild bekamen. Zu Weihnachten, das es so bei ihr nicht gibt, und zu ihren Geburtstagen schickten wir immer eine Kleinigkeit.

Obwohl Hope räumlich gesehen sehr weit von uns weg ist, ist sie doch stets bei uns. Einerseits in unseren Herzen, andererseits hat sie einen großen Teil unserer Klassenpinnwand mit Fotos und Bildern eingenommen!

Wir erfuhren viel über Hopes Lebensbedingungen und ihre familiären Probleme. In solchen Momenten wurde es sehr still in unserer Klasse. Uns wurde immer wieder klar, wie viel Armut es auf der Welt gibt und dass wir das Leben was wir haben, sehr zu schätzen wissen sollten.

Als unsere Schulzeit langsam zu Ende ging, stand die Patenschaft von Hope auf dem Spiel. Doch wir hatten sie so ins Herz geschlossen und wollten ihr jetziges Leben, in dem sie sehr glücklich ist und total aufblüht, weiter ermöglichen. Wir entschlossen uns somit, die Patenschaft weiterzuführen. Wir hoffen Dank guter Email-Kommunikation noch weiterhin Hope’s Wachstum, schulische Fortschritte und Erfahrungen mitverfolgen zu können und wünschen uns einfach dass sie glücklich ist.

Meine Motivation und Mein Erleben einer Bildungspatenschaft

Ich bin sehr dankbar zu erleben, dass Menschen ein wirkliches Interesse an der Waldorfpädagogik haben. Hierzu gibt mir die Bildungspatenschaft eine Möglichkeit, Schulen zu unterstützen, deren Ziel es ist, im Sinne der Waldorfpädagogik Kinder in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern.

Ich kann nur allen Menschen Mut machen, sich mit einer Bildungspatenschaft für eine Neuerung im eigenen Leben zu entschließen und den sich allmählichen, entwickelnden Kontakt zu einem bisher fremden Kind oder Schulklasse, einer unbekannten Schule und Lebenswelt aufzunehmen und in Beziehung zu treten.

Die Schulen bemühen sich zweimal im Jahr aus ihrem Schulleben zu berichten und lassen mich teilhaben an der Entwicklung der Kinder und des Schullebens. Sie senden z.B. Fotos und gemalte Bilder und Zeichnungen der Patenkinder. Manchmal schicken sie auch selbst Gebasteltes und gelegentlich auch persönliche Grüße der Familie. Es wächst dadurch eine persönliche Beziehung, die mich mit großer Freude erfüllt.

Frau Friedrich unterstützt Kinder in Ungarn, Moldawien und Peru.

Lieber Herr Michel,

auf Ihre Frage, weshalb mein Mann und ich uns ganz schnell und spontan entschlossen haben, zwei kleine Mädchen, Mutheu und Koki als Patenkinder anzunehmen, kann ich Ihnen folgendes sagen:

wir haben selbst eine große Familie - mit unseren Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln, Schwiegerenkeln und Urenkeln sind wir 28 Personen - und wissen so aus eigenem Erleben, um die Bedürfnisse und Sorgen junger Menschen. Wir können auch, nach 35 Jahren Leben in Brasilien, gut ermessen, welche Folgen es hat, wenn diese nicht genügend helfende Beachtung finden.

In Kenia wurden wir mit dem fast unvorstellbaren Leid und Elend zweier kleiner Geschwistermädchen (Aids-Halbwaisen, Vater auf und davon!) konfrontiert, die ohne fremde Hilfe keine Zukunft gehabt hätten. Es war für uns selbstverständlich, noch ein wenig mehr von unserem "Überfluss" abzugeben und dadurch zu ermöglichen, dass diese Kinder in einer freundlichen Umgebung Geborgenheit finden, mit gesundem Essen versorgt werden, Zugang zu Erziehung und Schulbildung bekommen und das ihnen dadurch Chancen eröffnet werden, aus ihrer Misere herauszufinden.

Wir wissen, dass wir die Welt nicht grundsätzlich verändern können, sind aber davon überzeugt, dass sie ein wenig besser werden kann. Auch haben wir zu unserer Überraschung erfahren, dass der winzige Einsatz, den man bringt, vielfach verdoppelt zurückkommt. Die Freude der Kinder, ja ihre Dankbarkeit, sind tief berührend - ganz zu schweigen von dem Erfolg, den man in ihrer Entwicklung erleben darf.

Unsere kleine Mutheu z.B. kam als unterentwickeltes, schwer krankes und verängstigtes Kind an und hat sich innerhalb von weniger als zwei Jahren zu einem fröhlichen, aufgeweckten, fleißigen und intelligenten Mädchen entwickelt. Koki war von Anfang an eine entzückende kleine Schönheit, offen, aufgeweckt; in diesem Sinne hat sie sich weiter entwickelt.

Mögen viele Menschen ähnlich beglückende Erlebnisse haben mit zukünftigen Patenkindern.

Mit herzlichen Grüßen - Barbara Bartzsch

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Gerne gebe ich Ihnen weitere Informationen und konkrete Vorschläge zu Klassen- und Einzelpatenschaften. Ich freue mich auf Ihren Anruf:

 

Fabian Michel
Tel +49 (0)30 617026 30
f.michel[at]freunde-waldorf.de

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