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Kindergärten in aller Welt: Schutz und Geborgenheit für die Kleinsten

Kinderleben braucht einen beschützten Raum. Helfen Sie uns, diesen Raum zu schaffen. Für manche Kindergärten sind allein Grundstück und Haus ohne Hilfe unbezahlbar. Viele Eltern können nur sehr geringe, manche auch keine Beiträge bezahlen. Doch das Gehalt der Erzieherinnen und Erzieher, ihre Ausbildungsmöglichkeiten und die laufenden Kosten des Betriebs müssen gedeckt werden – staatliche Unterstützung gibt es nicht. Ohne die Hilfe von Dritten wären viele Kindergärten also nur zugänglich für Kinder, deren Eltern über die entsprechenden Mittel verfügen.

Waldorfpädagogik ist von Anfang an auch ein Sozialimpuls, ein Impuls zum Schutz von Kindern. Im Sinne des Rechts eines jeden Kindes gesund und behütet aufzuwachsen, möchten wir Ihnen die Situation einiger Kindergärten ans Herz legen. Wir alle wissen, dass dieses Recht jeden Tag missbraucht wird. Und ändern können wir diese Situation – wie alles – nur selbst.

Armeniens erster Waldorfkindergarten braucht ein Grundstück

Bereits seit Anfang der 90er-Jahre betreiben die Erzieherinnen Olga Saroyan und Ani Barsegyan einen Kindergarten mit zwei Gruppen in Armeniens Hauptstadt Eriwan. Seit einigen Jahren ist das Interesse der Eltern, ihre Kinder in den Kindergarten zu geben so stark gewachsen, dass die Kindergärtnerinnen und ihre Assistentinnen die Gruppengröße immens ausdehnten. Inzwischen sind über dreißig Kinder in einer Gruppe. Den sehr guten Pädagoginnen gelingt es, alle Kinder freudig und aufmerksam zu betreuen. Mittlerweile engagieren sich auch die Eltern und versuchen dabei zu helfen, ein eigenes Haus zu erwerben. Doch das ist in Eriwan ein schweres Stück Arbeit: die Grundstückspreise in der Stadt sind enorm – verglichen mit den Einkommen normal verdienender Menschen sowieso. Ein sehr geeignetes Haus mit 780 Quadratmetern und einem Garten von 1.500 Quadratmetern könnte für umgerechnet etwa 425.000 Euro erworben und für weitere 200.000 Euro saniert werden. Zum Vergleich: ein normaler Mensch verdient etwa 230 Euro im Monat und kann davon natürlich nicht leben. Bankdarlehen werden an gemeinnützige Träger nicht vergeben und würden darüber hinaus etwa 20 Prozent Zinsen kosten. Ein unüberwindliches Dilemma in einem nach wie vor von Korruption belasteten Land. Ohne unsere Hilfe funktioniert es nicht.

Integrativer Kindergarten in Sri Lankas Süden

In einer anthroposophisch-buddhistischen Zusammenarbeit entstand vor fünf Jahren in der Kleinstadt Baddegama im Süden Sri Lankas ein sozial-kulturelles Zentrum, das einen Beitrag zur Verbesserung der schulischen Situation für Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien in der Umgebung leisten möchte. Etwa 350 Schülerinnen und Schüler erhalten hier nach der Schule kostenlosen Unterricht in Englisch, Deutsch und Sinhala. Außerdem gibt es Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen mit Behinderung. Für sie gibt es in Sri Lanka kaum Förderzentren und Langzeitbetreuungsmöglichkeiten, betroffene Familien werden von staatlicher Seite nur wenig finanziell unterstützt. Angehörigen mangelt es häufig an fachlicher Beratung und Aufklärung über besondere Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung. Nun wurde das Zentrum um einen Kindergarten erweitert: „Wir hoffen im Laufe der Zeit durch Elemente der Waldorfpädagogik einen Gegenpol zu der zunehmenden Intellektualisierung, die in Sri Lanka schon im Vorschulbereich beginnt, zu schaffen,“
erklärt Martin Henrich, einer der Gründer des Zentrums. Der Heilpädagoge betreut – gemeinsam mit Freiwilligen – auch die fünf seelenpflegebedürftigen Kinder des Kindergartens. Insgesamt kommen zur Zeit 25 Kinder in den Kindergarten. Sie stammen aus Familien in der Umgebung, von denen die meisten sehr arm sind und ansonsten nicht in der Lage wären, ihre Kinder überhaupt in einen Kindergarten zu bringen. Die Arbeit kann nur aufrecht erhalten werden, wenn die Kosten für den laufenden Betrieb von 970.000 Rupien (etwa 5.700 Euro) pro Jahr gedeckt werden. Mit Ihrer Spende kann es gelingen.

Ein sicherer Ort für die ärmsten Kinder Chinas

Vor allem in den ländlichen Gegenden Chinas gibt es Familien, die es sich einfach nicht leisten können, dass Eltern und Kinder zusammen leben. Während die Eltern als sogenannte Wanderarbeiter in die Städte gehen, bleiben die Kinder in der Provinz bei Großeltern oder anderen Verwandten. Die Kinder mitzunehmen wäre zu teuer und außerdem erlaubt die Regierung ihnen den Schulbesuch in der Stadt nicht. So bleiben die Kinder zurück und können von den Großeltern oft nur unzureichend betreut werden. Sie sind entweder alt und krank oder müssen tagsüber viele Stunden auf den Feldern arbeiten – die Kinder bleiben über große Zeiträume vollkommen unbeaufsichtigt. An sie richtet sich der Buolomi Kindergarten in der Provinz Guangdong. Eine erfahrene Waldorferzieherin nahm zunächst eine Gruppe von 19 Kindern in ihre Obhut, die sie in ihrem ehemaligen Elternhaus betreute. Doch dort konnte der Kindergarten in Anbetracht der wachsenden Anzahl von Kindern nicht weiter legal betrieben werden. Ein neues Kindergartengebäude für 60 Kinder wurde gebaut – dafür musste ein privates Darlehen von insgesamt 35.000 Euro aufgenommen werden. Die Kinder erhalten hier gesundes Essen und einen sicheren Ort in familiärer Umgebung. Sie müssen keine Gebühren zahlen, sondern nur das Essen – selbst das ist für einige Familien nur schwer möglich. Für die Gehälter der Erzieherinnen und für die Rückzahlung der Darlehen ist das Team gänzlich auf Spenden angewiesen. Jede Erzieherin erhält ein Gehalt von umgerechnet etwa 500 Euro pro Monat – in der Stadt könnten sie viel mehr verdienen. Helfen Sie uns, ihnen den Weg in die Provinz zu ebnen, so dass möglichst viele Kinder an diesem sicheren Ort groß werden können.

Mutige Waldorf-Pioniere in Myanmar

Ende August öffnete die erste Waldorfschule
Myanmars ihre Pforten. Die Lotus Garden International School in Pyin Oo Lwin besteht zur Zeit aus zwei Schulklassen und einer Kindergartengruppe. Zwar sind die Familien in der Stadt Pyin Oo Lwin durchaus offen dafür, ihre Kinder in eine Schule in freier Trägerschaft zu geben, aber sie vertrauen der Schule nur, wenn sie das Schulhaus sehen und den Schulbetrieb beobachten können – eine schwierige Voraussetzung für eine Neugründung. Eines der Gründungsmitglieder hat einen privaten Kredit von 95.880 Euro aufgenommen, um das Projekt überhaupt zu starten. Das Gründungsteam will, dass alle Kinder Zugang zu Schule und Kindergarten haben, unabhängig vom Einkommen der Eltern. Eine staatliche Finanzierung gibt es auch hier nicht. Damit diese Pionierschule aufblühen kann, wird dringend Unterstützung gebraucht: Für die Rückzahlung der Darlehen und für den laufenden Betrieb.

Mit einer herzlichen Bitte um Ihre Spende,

Nana Göbel, Henning Kullak-Ublick, Bernd Ruf, Andreas Schubert

Spendenkonto

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