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„Unsere Kinder bekommen meistens zu Hause kein Frühstück“

Salvador ist eine der ärmsten Großstädte Brasiliens. Inmitten dieser Armut bietet das Projeto Salva Dor etwa 50 Kindern vor und nach der Schule eine waldorfpädagogische Freizeitbetreuung an Ergänzungsprogramm. Hier kommen täglich Kinder zwischen fünf und zehn Jahren zusammen, um die Schwierigkeiten eines meist chaotischen Schulalltags zu meistern. Oft werden sie in völlig überfüllten Klassen mit autoritären Methoden unterrichtet. Im Projecto Salva Dor wird vormittags ein Gruppe von Kindern betreut, die nachmittags in die Schulen der umliegenden Stadtteile gehen, und nachmittags eine Gruppe, die morgens Unterricht hat. Die Kinder erhalten Frühstück, ein warmes Mittagessen und nachmittags eine Zwischenmahlzeit. Fabiana Naka vom Projeto Salva Dor erklärt uns im E-Mail-Interview, warum diese Drei Mahlzeiten für die Kinder besonders wichtig sind.

Warum ist es für die Kinder wichtig, im Projeto Salva Dor mit Essen versorgt zu werden?
Unsere Kinder bekommen meistens morgens zu Hause kein Frühstück. Nicht weil sie keine Zeit oder keine Lust haben, sondern weil sie von ihren Eltern keins bekommen können. Deswegen ist es besonders wichtig, dass sie bei uns etwas zu essen bekommen. Die Kinder lernen das Essen zu schätzen – durch die gemeinsame Vorbereitung, das Verteilen und das Singen vor der Mahlzeit und auch durch die Tatsache, dass es am Tisch kein Fernsehen und keine Erwachsenengespräche gibt. Der durch regelmäßige Mahlzeiten entstehende Rhythmus und die zugehörige Zeremonie sind ebenso wichtig, wie ein gutes und gesundes Essen. Wir geben uns sehr große Mühe, den Kindern möglichst nahrhaftes Essen zur Verfügung zu stellen, auch wenn es finanziell nicht einfach ist.

Wie viele Kinder bekommen im Projeto Salva Dor Essen?
Es sind täglich 50 Kinder. Hinzu kommen aber auch die LehrerInnen und MitarbeiterInnen.

Wie viele Mahlzeiten stellt das Projeto Salva Dor pro Tag zur Verfügung?
Drei: Frühstück, Mittagessen und nachmittags Suppe oder Brot mit Früchten.

Was kostet die Verpflegung eines Kindes pro Tag, damit es optimal versorgt ist?
Etwa 5 Euro

Welchen Beitrag können die Eltern zur Verpflegung der Kinder leisten?
Alle Eltern zahlen insgesamt rund 250 Euro monatlich für Verpflegung Ernährung und Schulmaterial – im Durchschnitt sind das also 5 Euro pro Kind jeden Monat. Das ist sehr wenig aber es ist das, was die Eltern als Arbeitslose, Putzfrauen oder Alleinerziehende aufbringen können. Dafür helfen sie zum Beispiel beim Kochen und machen Reparaturen am Haus. Auch an Feiertagen unterstützen sie uns tatkräftig.

Welche Unterstützung braucht das Projeto Salva Dor, um die Kinder optimal versorgen zu können?
Um Vollkornreis, Vollkornmehl, Früchte, Gemüse, Eier, Fleisch, Milch, Yoghurt und Müsli zu kaufen, bräuchten wir pro Kind etwa 30 Euro im Monat, insgesamt also ca. 1.500 Euro.

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Verwendungszweck / Projekt*: Schulessen Salva Dor

 

Spendenkonto

Freunde der Erziehungskunst
GLS Bank Bochum
IBAN: DE47 4306 0967 0013 0420 10
BIC: GENODEM1GLS
Verwendungszweck „Schulessen Salva Dor“ + Adresse für die Spendenbescheinigung

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