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Notfallpädagogische Jahrestagung 2017

09.-11. Juni in Karlsruhe

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HIER finden sie das (vorläufige) Programm

Kriege, Gewalt und Naturkatastrophen bedrohen viele – vor allem Kinder sind von dem Gefühl, nirgends sicher zu sein, betroffen. Von Menschen verursachte Krisen sind für sie besonders schwer zu verstehen und zu verarbeiten.

Die Ereignisse um sie herum beeinflussen jedoch ihr gesamtes Leben und ihre Entwicklung.
Pädagogische und therapeutische Angebote können helfen, ihre Traumata abzumildern und Traumafolgestörungen zu vermeiden.
Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. - Abteilung Notfallpädagogik laden alle Interessierten ein, sich näher mit dieser Thematik zu befassen und an der sechsten notfallpädagogischen Jahrestagung in Karlsruhe teilzunehmen. 

Ziel der Tagung:

Wie wird die Entwicklung und das Leben von Kindern durch menschengemachte Katastrophen beeinflusst?
Wie können wir vermeiden, dass die Belastung für sie zum Stressfaktor und zum Trauma wird?
Und wie kann Notfall- und Traumapädagogik helfen, das Erlebte in die eigene Biografie zu integrieren?
Diese Fragen wollen wir gemeinsam ergründen.

Anfahrt Parzival-Zentrum

Anfahrtsbeschreibung als PDF

Referenten 2017:

Andreas Müller-Cyran ist Diakon und Rettungsassistent. Er ist Gründer und fachlicher Leiter des bundesweit ersten Kriseninterventionsteams (KIT) in München und Leiter der Notfallseelsorge in der Erzdiözese München und Freising hat bereits das Deutsche Verdienstkreuz erhalten. Als Vorreiter der peritraumatischen Akutintervention trug er entscheidend zur Etablierung und Qualitätssicherung der Psychosozialen Notfallversorgung in Deutschland bei.

Ralf Willinger ist Referent für Kinderrechte bei terre des hommes e.V. Die Hilfsorganisation setzt sich in 31 Ländern weltweit für notleidende Kinder ein. Sie schützen Kinder vor Sklaverei und Ausbeutung, helfen Flüchtlingskindern und Kindersoldaten, kümmern sich um die Opfer von Krieg, Gewalt und Missbrauch und sorgen für die Erziehung und Ausbildung von Kindern.

Dr. phil. Dima Zito, geb. 1970 in Kirchhellen, ist Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Traumatherapeutin und Traumatherapeutin für Kinder und Jugendliche, Systemische Therapeutin und Familientherapeutin (DGSF) sowie Psychodramatherapeutin.
Sie war in der entwicklungspolitischen Projekt- und Bildungsarbeit tätig und ist nun Mitarbeiterin im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) Düsseldorf. Sie arbeitete längere Zeit in Südamerika, forscht, lehrt und veröffentlicht zu den Schwerpunkten Trauma und Flucht. Ihre Promotion über KindersoldatInnen als Flüchtlinge in Deutschland wurde mit dem Nachwuchspreis 2016 der DeGPT ausgezeichnet.

Dr. med. Christian Schopper absolvierte nach seinem Medizinstudium in Tübingen die Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute übernahm er verschiedene leitende Funktionen im Bereich der Psychologie und Neuromedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich im Referat Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.

Bernd Ruf ist als Sonder- und Waldorfpädagoge sowohl Mitbegründer der Freien Waldorfschule Karlsruhe als auch Mitbegründer und Schulleiter des Parzival-Kompetenzzentrums für Bildung. Neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit engagiert er sich seit 1993 in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. Außerdem ist er seit 1987 geschäftsführender Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein weiteres Aufgabengebiet hinzu.

Workshops 2017

Minka Görzel-Straube war über 20 Jahre lang als Waldorflehrerin tätig. Jetzt ist sie ausgebildete Traumapädagogin und hat vielfach mit den „Freunden der Erziehungskunst“ gearbeitet (Gaza, Kirgisistan, Japan, Libanon, Philippinen, Irak, Bosnien und Griechenland). Die Traumapädagogik ist ein zentrales Anliegen bei den Einsätzen. Es geht u.a. darum, die traumatisierten Kinder aus ihrer Starre zu lösen und wieder in innere und äußere Bewegung zu bringen, Rhythmen zu erlernen und wieder Freude am Leben zu finden. Dabei geht es nicht nur um Methoden, die alleine wenig bewirken. Es geht dabei um Verständnis, Wertschätzung, Ernstnehmen und vieles mehr: um eine innere Haltung, ohne die die Methoden nur eine leere Hülle sind.
Workshop Erlebnispädagogik

Kristian Stähle-Ario absolvierte eine Ausbildung zum Maler und Lackierer. Nach seiner Tätigkeit an der Klinik Öschelbronn auf der Pflegestation absolvierte er ein Studium der Kunsttherapie an der FH Ottersberg Seit 1994 ist er an der Freien Kulturschule e.V. in Karlsruhe tätig und seit 2005 unter anderem als Kunsttherapeut am Parzival Zentrum in Karlsruhe. Er ist Mitglied im BVAKT (Berufsverband für anthroposophische Kunsttherapie) und nahm an drei Einsätze der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen teil.
Workshop Kunsttherapie

Ad Dekkers ist Psychologe und Psychotherapeut in Privatpraxis. Internationale Ausbildungen auf dem Gebiet der anthroposophischen Psychotherapie. Koordinator der niederländischen Ausbildung für anthroposophische Psychotherapie. In der Psychiatrie tätig seit 1969. 1990-2003 Mitarbeiter an der Bernard Lievegoed Klinik, Holland. Besonderes Interesse an psychotherapeutisch-methodischen Fragestellungen. Behandlungsspezialgebiet: Sektenopfer. Momentan Internationaler Koordinator der Anthroposophischen Psychotherapie an der medizinischen Sektion.

Henriette Dekkers-Appel arbeitete nach ihrem Jurastudium als leitende Juristin und absolvierte ein klinisches Psychologiestudium in den Niederlanden. Schwerpunkt: Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen, Psycho-Analyse, Ecclestische Psychotherapie und Psychiatrie. Als psychologische Psychotherapeutin ist sie in unterschiedlichen u.a. anthroposophischen Einrichtungen tätig und geht Supervisions-, Vortrags- und Unterrichts-Tätigkeiten im In- und Ausland sowie Fortbildungstätigkeiten im Rahmen der Internationalen Koordination der Medizinischen Sektion am Goetheanum nach.

Dr. med. Christian Schopper absolvierte nach seinem Medizinstudium in Tübingen die Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute übernahm er verschiedene leitende Funktionen im Bereich der Psychologie und Neuromedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich im Referat Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.

Fiona Jaffke ist Diplom-Pädagogin und ausgebildet in Mediation, Naturpädagogik, Erlebnispädagogik, Ungeteilter Aufmerksamkeit (Manisola) und Integrativem Traumatraining (Johannes B. Schmidt). Sie leitete ein Seminarhaus in freier Trägerschaft (Der Quellhof.e.V) und war in der Entwicklung und Durchführung von Klassenfahrten, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte sowie der Begleitung von jungen Menschen (und Eltern) in der Jugendhilfe (Jugendberatung e.V.) tätig. Seit 2015 betreut sie notfallpädagogische Projekte in Karlsruhe, Seminare im Bundesfreiwilligendienst und leitet seit März 2017 das notfallpädagogische Projekt ankommen_weiterkommen für unbegleitete geflüchtete Jugendliche am Parzival-Zentrum in Karlsruhe.
Workshop Flüchtlingshilfe

Hier können Sie den Bericht der letzten Tagung 2016 lesen.

News

  • +++ 13.03.2017 +++

    Notfallpädagogischer Einsatz in Ostafrika geplant

    Dürre und drohende Hungersnot in Ostafrika

    In Nordkenia, Äthiopien und Somalia herrscht seit Monaten Dürre. Ernteausfälle, fehlendes Trinkwasser und Hunger bedrohen die Menschen. Manche Kinder sind auf der Flucht, andere werden zuhause sich selbst überlassen. Wir planen die Errichtung eines Child Friendly Space und einen Einsatz in Zusammenarbeit mit unseren kenianischen Kollegen (aus Kakuma).

  • +++ 13.03.2017 +++

    ANMELDUNG: Notfallpädagogische Jahrestagung

    KRIEG, TRÜMMER & TRAUMATA

    Die Abteilung Notfallpädagogik lädt von 09.-11. Juni alle Interessierten ein, sich näher mit der Thematik der menschengemachten Katastrophen und ihren Folgen für Kinder und Jugendliche zu befassen.   Mehr lesen

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  • +++ 10.03.2017 +++

    "ankommen_weiterkommen" mit Aktion Mensch

    Aktion Mensch unterstützt die Notfallpädagogik und finanziert für die nächsten zwei Jahre das Projekt "ankommen_weiterkommen": Am Parzival-Zentrum werden für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - aber auch Karlsruher Jugendliche - pädagogische Angebote außerhalb des Unterrichts gemacht. Ziel ist dabei die Persönlichkeitsbildung, das soziale Lernen, die Berufsorientierung sowie der interkulturelle Austausch.

  • +++ 01.03.2017 +++

    Einsatz in Nepal

    Hilfe für traumatisierte Kinder

    In Nepal wurden bereits mehrere Einsätze nach dem Erdbeben im Jahr 2015 und 2016 durchgeführt. 2017 war erneut ein Team vor Ort, um mit den Kindern und Helfern zu arbeiten.  mehr

  • +++ 27.09.2016 +++

    Notfallpädagogik-Ausbildung

    Ausbildung in Notfall- und Traumapädagogik

    Derzeit entsteht ein Internationales Institut für Notfall- und Traumapädagogik, das ab 2017 eine Weiterbildung in Notfall- und Traumapädagogik anbieten wird. Ab Winter gibt es weitere Informationen. Hier mehr lesen

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