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Notfallpädagogische Jahrestagung 2017

09.-11. Juni in Karlsruhe

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HIER finden sie das (vorläufige) Programm

Kriege, Gewalt und Naturkatastrophen bedrohen viele – vor allem Kinder sind von dem Gefühl, nirgends sicher zu sein, betroffen. Von Menschen verursachte Krisen sind für sie besonders schwer zu verstehen und zu verarbeiten.

Die Ereignisse um sie herum beeinflussen jedoch ihr gesamtes Leben und ihre Entwicklung.
Pädagogische und therapeutische Angebote können helfen, ihre Traumata abzumildern und Traumafolgestörungen zu vermeiden.
Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. - Abteilung Notfallpädagogik laden alle Interessierten ein, sich näher mit dieser Thematik zu befassen und an der sechsten notfallpädagogischen Jahrestagung in Karlsruhe teilzunehmen. 

Ziel der Tagung:

Wie wird die Entwicklung und das Leben von Kindern durch menschengemachte Katastrophen beeinflusst?
Wie können wir vermeiden, dass die Belastung für sie zum Stressfaktor und zum Trauma wird?
Und wie kann Notfall- und Traumapädagogik helfen, das Erlebte in die eigene Biografie zu integrieren?
Diese Fragen wollen wir gemeinsam ergründen.

Anfahrt Parzival-Zentrum

Anfahrtsbeschreibung als PDF

Referenten 2017:

Einführung in die Notfallpädagogik
Was ist Notfallpädagogik und wie werden die Methoden angewandt? Was sind die speziellen Herausforderungen von notfallpädagogischen Kriseneinsätzen und was benötigen potenzielle Notfallpädagogen, um bei Einsätzen mitzuwirken?
Kristina Wojtanowski

arbeitet seit 2009 bei den Freunden der Erziehungskunst und leitet die Abteilung der Notfallpädagogik. Nach ihrem Abitur hat sie Religionswissenschaft, Politikwissenschaft und Psychologie studiert. 2011 absolvierte sie zudem eine Weiterbildung in Traumapädagogik. Sie begleitete und leitete bereits zahlreiche internationale Einsätze der Freunde der Erziehungskunst.
Vortrag Freitag 09.06.2017, 14:30-16:00

Eröffnungsvortrag, Freitag 09.06.2017 16:30-18:00
Krieg gegen das Ich – man-made-disasters und ihre Folgen

Kriege, Gewalt und Naturkatastrophen bedrohen viele. Für Kinder sind besonders von Menschen verursachte Krisen schwer zu verstehen und zu verarbeiten – ihre Entwicklung und ihr ganzes Leben kann dadurch beeinflusst werden. Traumata fixieren den Menschen in der Vergangenheit und verstellen seine Zukunftsperspektiven. Entwicklungsprozesse werden nachhaltig gestört und unter Umständen ganz  zerstört. Nicht nur Reifungs- und Entwicklungsverzögerungen sowie -verzerrungen sind die Folge sondern möglicherweise auch die totale Zerstörung des menschlichen. Übrig bleiben dann Selbstmordattentäter und Killer.  Ausgehend von der anthroposophischen Entwicklungspsychologie werden im Vortrag die spezifischen Traumafolgen von man-made-disasters dargestellt und hilfreiche notfall- und traumapädagogische Interventionsansätze aufgezeigt.
Bernd Ruf
ist als Sonder- und Waldorfpädagoge sowohl Mitbegründer der Freien Waldorfschule Karlsruhe als auch Mitbegründer und Schulleiter des Parzival-Kompetenzzentrums für Bildung. Neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit engagiert er sich seit 1993 in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. Außerdem ist er seit 1987 geschäftsführender Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein weiteres Aufgabengebiet hinzu.


Vortrag,  Samstag 10.06.2017, 9:15-10:45
Wege aus dem Trauma? KindersoldatInnen nach der Flucht

Ehemalige KindersoldatInnen sind Überlebende extremer Gewalt und häufig schwer traumatisiert. Diese Kinder entwickeln zahlreiche kontextangemessene Anpassungsleistungen, um zu überleben. Im Vortrag werden Einblicke in die Erfahrungswelten dieser, in die Forschungsarbeit sowie die praktische psychosoziale Arbeit gegeben. Es geht um Prozesse sequentieller Traumatisierung als Voraussetzungen für eine gelingende Stabilisierung, um den Umgang mit (gefühlter) Schuld und Verantwortung und um die traumatherapeutische und –pädagogische Begleitung der Betroffenen.
Dr. phil. Dima Zito
ist Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Traumatherapeutin und Traumatherapeutin für Kinder und Jugendliche, Systemische Therapeutin und Familientherapeutin (DGSF) sowie Psychodramatherapeutin. Sie war in der entwicklungspolitischen Projekt- und Bildungsarbeit tätig und ist nun Mitarbeiterin im Psychosozialen Zentrum für Flüchtlinge (PSZ) Düsseldorf. Sie arbeitete längere Zeit in Südamerika, forscht, lehrt und veröffentlicht zu den Schwerpunkten Trauma und Flucht. Ihre Promotion über KindersoldatInnen als Flüchtlinge in Deutschland wurde mit dem Nachwuchspreis 2016 der DeGPT ausgezeichnet.


Vortrag, Freitag 09.06.2017, 19:30-21:00
Zwischen Angst und Hoffnung: Kindersoldaten und Kindersoldatinnen

Warum, wo und wie werden Jungen und Mädchen als Soldaten rekrutiert? Wie ergeht es ihnen in bewaffneten Gruppen und Armeen? Was brauchen sie, wenn sie die Zeit als SoldatIn überleben? Was muss getan werden, um Kinder besser vor Rekrutierung zu schützen und ihnen bei der Heilung ihrer seelischen und physischen Wunden zu helfen? Im Vortrag werden Fallbeispiele aus Kolumbien, El Salvador, Sierra Leone, Afghanistan, Indien, Myanmar und den Philippinen vorgestellt, ebenso wie Erfahrungen aus der Projektarbeit der Kinderrechtsorganisation terre des hommes mit Kindern in bewaffneten Konflikten.
Ralf Willinger
ist Diplom-Biologe, Journalist und Mediator. Er arbeitet seit 2007 als Referent für Kinderrechte beim Kinderhilfswerk terre des hommes in Osnabrück. Zudem ist er Sprecher des Deutschen Bündnis Kindersoldaten, Mitglied im Vorstand der Watchlist on Children in Armed Conflict und im Trägerkreis der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel. Seine Themenschwerpunkte sind Kinder in bewaffneten Konflikten, Kindersoldaten, Waffenexporte und friedliche Alternativen zu Krieg und Gewalt. Mit Menschenrechtsarbeit und Kampagnen wie der Aktion Rote Hand setzt er sich für diese Themen ein - sowohl in Deutschland als auch zusammen mit terre des hommes-Partnerorganisationen in Ländern wie Myanmar, Indien, El Salvador, Brasilien und Kolumbien.

Vortrag, Samstag 10.06.2017, 16:30-18:00
Kriseninterventionsteams
Andreas Müller-Cyran

ist Diakon und Rettungsassistent. Er ist Gründer und fachlicher Leiter des bundesweit ersten Kriseninterventionsteams (KIT) in München und Leiter der Notfallseelsorge in der Erzdiözese München und Freising hat bereits das Deutsche Verdienstkreuz erhalten. Als Vorreiter der peritraumatischen Akutintervention trug er entscheidend zur Etablierung und Qualitätssicherung der Psychosozialen Notfallversorgung in Deutschland bei.


Vortrag, Samstag 10.06.2017, 19:30-21:00
Als Kameramann in Gaza – ein Vortrag in Bildern


Vortrag, Sonntag 11.06.2017, 9:15-10:45
Dr. med Christian Schopper

Nach seinem Medizinstudium in Tübingen absolvierte Dr. med. Christian Schopper die Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute übernahm er verschiedene leitende Funktionen im Bereich der Psychologie und Neuromedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich im Referat Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.

Workshops 2017

Sabine Spanknöbel
ist in Leipzig geboren und hat nach ihrem Abitur Waldorfpädagogik und Schauspiel studiert. Anschließend arbeitete sie freiberuflich als Schauspielerin in verschiedenen Produktionen und Städten. Seit 2015 ist sie am Parzival-Schulzentrum tätig, wo sie zunächst in der Willkommensklasse traumapädagogisch arbeitete. Zurzeit ist sie Klassenbetreuerin in den Flüchtlingsklassen und Theaterpädagogin im Erziehungshilfebereich. In der Schule beschäftigt sie sich täglich mit traumatisierten Jugendlichen, die in der neuen Heimatgesellschaft wieder Vertrauen und Halt finden wollen.
Workshop: Hänsel und Gretel - Kinder Unterwegs
Einfaches Erarbeiten szenischen Spiels mit Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen. Spielerisches Interpretieren eines Märchens. In diesem Workshop werden wir uns erst mit dem Geschichtenerzählen beschäftigen, bevor wir in einfachen Schritten und mit einfachen Worten selbst in die Szenen einsteigen. Abschließend werden wir szenisch interpretieren und spielerisch das Märchen neu erzählen. Wir werden uns viel bewegen, sodass bequeme Kleidung angebracht ist.

Charlotte Buzuk
ist seit 2004 als Erzieherin im Parzival Schulkindergarten beschäftigt, seit 2008 arbeitet sie am Aufbau der Tiergestützten Intervention mit Kindern des Schulkindergartens mit. Die ehemalige Waldorfschülerin arbeitet jahrelang in der Heilpädagogik und absolvierte diverse Weiterbildungen (Reittherapie; tiergestützte Therapie, Pädagogik und Förderung; Rinder in der tiergestützten Intervention, Traumapädagogik sowie Traumazentrierte Arbeit mit und ohne Pferd). Aktuell ist sie in der tiergestützten Arbeit, vom Kindergartenalter bis in die höheren Schulklassen und VABO Klassen beschäftigt und leitet seit 2016 ein Projekt mit Jungen der Parzival-Jugendhilfe.
Workshop: Zerrüttete Seelen - Wie Tiere dem Menschen helfen können
Menschen mit traumatischen Erlebnissen sind oft aus ihrem Lebensrhythmus gerissen, ihre Seelen sind verletzt, zerrüttet. Mit Hilfe von Tieren, insbesondere Pferden und Lamas, aber auch mit Rindern, kann man sie stärken und ihnen den Weg zurück in ein normales Leben zeigen. Beim Reiten auf einem Pferd werden durch die Bewegung die Verkrampfungen gelöst. Lamas haben eine feine Wahrnehmung und nehmen die Stimmungen des menschlichen Gegenübers wahr und bedrängen denjenigen nicht, behutsames Vertrauen kann aufgebaut werden. Rinder sind der Erde sehr verbunden, ihr ruhiges und rhythmisches Wesen verleiht dem Menschen eine entspannte, rhythmisierende Zeit.
Der Workshop bietet Erzählungen aus der Arbeit mit den Tieren, aber auch Kennenlernen und ins Gespräch kommen bei den Tieren.

Minka Görzel-Straube
war über 20 Jahre lang als Waldorflehrerin tätig. Jetzt ist sie ausgebildete Traumapädagogin und hat vielfach mit den „Freunden der Erziehungskunst“ gearbeitet (Gaza, Kirgisistan, Japan, Libanon, Philippinen, Irak, Bosnien und Griechenland). Die Traumapädagogik ist ein zentrales Anliegen bei den Einsätzen. Mittlerweile leitete sie mehrere Einsätze im Irak und ist dort auch für das Kooperationsprogramm mit der Universität in Dohuk verantwortlich.
Workshop Erlebnispädagogik
Es geht bei der Erlebnispädagogik mit traumatisierten Kindern u.a. darum, sie aus ihrer Starre zu lösen und wieder in innere und äußere Bewegung zu bringen, Rhythmen zu erlernen und wieder Freude am Leben zu finden. Dabei sind nicht nur die Methoden entscheidend, die alleine wenig bewirken. Es geht um Verständnis, Wertschätzung, Ernstnehmen und vieles mehr: um eine innere Haltung, ohne die die Methoden nur eine leere Hülle sind. Dies wollen wir im Workshop gemeinsam erkunden.

Kristian Stähle-Ario
absolvierte eine handwerkliche Ausbildung. Nach seiner Tätigkeit an der Klinik Öschelbronn auf der Pflegestation absolvierte er ein Studium der Kunsttherapie an der FH Ottersberg. Seit 1994 ist er an der Freien Kulturschule e.V. in Karlsruhe und als Dozent in der Ausbildung antroposophischer und integrativer Kunsttherapie tätig sowie seit 2005 als Kunsttherapeut und in anderen Bereichen am Parzival Zentrum in Karlsruhe. Er ist Mitglied im BVAKT (Berufsverband für anthroposophische Kunsttherapie) und nahm an drei Einsätzen der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen teil.
Workshop: Den eigenen sicheren Ort schaffen (Kunsttherapie)
Kunst kann einem überwältigenden Ereignis etwas entgegensetzen. Einerseits kann sie Erstarrungen und Blockaden lösen, andererseits beruhigen und zentrieren. Der Gestaltende teilt sich mit und teilt Gedanken und Gefühle mit anderen, beides hat eine entlastende Wirkung. Der Mensch findet sich als Ganzheit in freier, spielerischer Tätigkeit.
Wir gestalten mit Naturmaterialien, bei gutem Wetter auch draußen.

Ad Dekkers & Henriette Dekkers-Appel (Workshop auf Englisch!)
Ad Dekkers ist Psychologe und Psychotherapeut in Privatpraxis. Internationale Ausbildungen auf dem Gebiet der anthroposophischen Psychotherapie. Koordinator der niederländischen Ausbildung für anthroposophische Psychotherapie. In der Psychiatrie tätig seit 1969. 1990-2003 Mitarbeiter an der Bernard Lievegoed Klinik, Holland. Besonderes Interesse an psychotherapeutisch-methodischen Fragestellungen. Behandlungsspezialgebiet: Sektenopfer. Momentan Internationaler Koordinator der Anthroposophischen Psychotherapie an der medizinischen Sektion.
Henriette Dekkers-Appel arbeitete nach ihrem Jurastudium als leitende Juristin und absolvierte ein klinisches Psychologiestudium in den Niederlanden. Schwerpunkt: Persönlichkeits- und Entwicklungsstörungen, Psycho-Analyse, Ecclestische Psychotherapie und Psychiatrie. Als psychologische Psychotherapeutin ist sie in unterschiedlichen u.a. anthroposophischen Einrichtungen tätig und geht Supervisions-, Vortrags- und Unterrichts-Tätigkeiten im In- und Ausland sowie Fortbildungstätigkeiten im Rahmen der Internationalen Koordination der Medizinischen Sektion am Goetheanum nach.
Workshop: Traumatized Youths (traumatisierte Jugendliche)
We want to focus on the traumatized children in the age of the adolescent: Their 'ordinary' healthy developmental road, followed by the break down of adolescence due to trauma and adverse life conditions in a country under stress. We do want to pay attention to the actual situations in some daycare institutions, where the treatment in the sense of curative education is insufficient to cope with the problems.
Wie sieht die normale, gesunde Entwicklung von Heranwachsenden aus? Wie geschieht der Zusammenbruch ihrer Kindheit und Jugend durch Traumata und negative Lebensumstände in Konfliktländern? Wir werden ein besonderes Augenmerk auf die Situation in manchen Einrichtungen legen, wo heilende Bildung und Erziehung nicht ausreichend stattfindet.

Charlotte Kübler-Schoening
wurde in Bonn geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach ihrem Abitur studierte sie evangelische Theologie und anschließend Eurythmie. Nach ihrem Abschluss in Dornach arbeitete sie über 20 Jahren als Eurythmistin mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen an einer heilpädagogischen Schule in Freiburg. 2012 wechselte sie an die Freie Waldorfschule Schopfheim, wo sie mit ihrem Mann und ihren vier Kindern lebt.
Zudem coachte Charlotte Kübler-Schoening als Betriebseurythmistin die Mitarbeiter einer Biosupermarktkette und engagiert sich seit einigen Jahren in den lokalen Vorbereitungsklassen für Flüchtlinge.
Workshop: Eurythmie in der der Notfall- und Traumapädagogik
In diesem Workshop werden wir traumasensible Bewegungen methodisch und inhaltlich gestalten und entwickeln. Wir werden sehr praxisnah zu verschiedensten Inhalten arbeiten. Dazu gehören das Erleben von Ressourcen, die Schaffung eines sicheren Ortes (individuell und kollektiv), die Stärkung von Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit, die Opfer – Täter – Dynamik sowie die Stärkung der Handlungsfähigkeit durch Kreativität. Dazu werden wir entsprechende Bewegungssequenzen aus der Eurythmie kennen lernen.
Des Weiteren werden wir dem Thema „interkulturelle Kompetenz als wichtiges Element in der eurythmischen Traumapädagogik“ Raum geben.

Fiona Jaffke
ist Diplom-Pädagogin und ausgebildet in Mediation, Naturpädagogik, Erlebnispädagogik, Ungeteilter Aufmerksamkeit und Integrativem Traumatraining. Sie leitete ein Seminarhaus (Der Quellhof.e.V) und war in der Entwicklung und Durchführung von Klassenfahrten, Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte sowie der Begleitung von jungen Menschen (und Eltern) in der Jugendhilfe tätig. Seit 2015 betreut sie notfallpädagogische Projekte in Karlsruhe, Seminare im Bundesfreiwilligendienst und leitet seit März 2017 das notfallpädagogische Projekt ankommen_weiterkommen für unbegleitete geflüchtete Jugendliche am Parzival-Zentrum in Karlsruhe.
Workshop: Ressourcen und innere Haltung in der Arbeit mit Geflüchteten
Überforderung ist Alltag in der Flüchtlingshilfe. Natürlich ist es anstrengend, weil wir uns in ein neues Gebiet begeben - mit wenig Erfahrung und viel Bedarf. ABER sind wir uns bewusst, dass wir zudem direkt mit der gefühlten Überforderung der Geflüchteten konfrontiert werden und diese selbst fühlen und erleben? Wie kann ich diesem Stress begegnen? Wie kann ich Ressourcen und Stabilität aufbauen angesichts dieser Hilflosigkeit?
Wir üben gemeinsam, wie man eine innere Haltung entwickeln kann, die uns trägt und Anderen Halt und Vertrauen geben kann. Im Workshop wird unter anderem in die „Ungeteilte Aufmerksamkeit“ nach Roland van Vliet eingeführt.

Dr. med. Christian Schopper
absolvierte nach seinem Medizinstudium in Tübingen die Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute übernahm er verschiedene leitende Funktionen im Bereich der Psychologie und Neuromedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich im Referat Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.

Hier können Sie den Bericht der letzten Tagung 2016 lesen.

News

  • +++ 23.03.2017 +++

    Ausbildung in Notfallpädagogik

    Die zertifizierte Weiterbildung in Notfall- und Traumpädagogik für Menschen, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen arbeiten, startet im Mai.  mehr

  • +++ 13.03.2017 +++

    Notfallpädagogischer Einsatz in Ostafrika geplant

    Dürre und drohende Hungersnot in Ostafrika

    In Nordkenia, Äthiopien und Somalia herrscht seit Monaten Dürre. Ernteausfälle, fehlendes Trinkwasser und Hunger bedrohen die Menschen. Manche Kinder sind auf der Flucht, andere werden zuhause sich selbst überlassen. Wir planen die Errichtung eines Child Friendly Space und einen Einsatz in Zusammenarbeit mit unseren kenianischen Kollegen (aus Kakuma).

  • +++ 13.03.2017 +++

    ANMELDUNG: Notfallpädagogische Jahrestagung

    KRIEG, TRÜMMER & TRAUMATA

    Die Abteilung Notfallpädagogik lädt von 09.-11. Juni alle Interessierten ein, sich näher mit der Thematik der menschengemachten Katastrophen und ihren Folgen für Kinder und Jugendliche zu befassen.   Mehr lesen

    HIER DIREKT ANMELDEN

  • +++ 10.03.2017 +++

    "ankommen_weiterkommen" mit Aktion Mensch

    Aktion Mensch unterstützt die Notfallpädagogik und finanziert für die nächsten zwei Jahre das Projekt "ankommen_weiterkommen": Am Parzival-Zentrum werden für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - aber auch Karlsruher Jugendliche - pädagogische Angebote außerhalb des Unterrichts gemacht. Ziel ist dabei die Persönlichkeitsbildung, das soziale Lernen, die Berufsorientierung sowie der interkulturelle Austausch.

  • +++ 27.09.2016 +++

    Notfallpädagogik-Ausbildung

    Ausbildung in Notfall- und Traumapädagogik

    Derzeit entsteht ein Internationales Institut für Notfall- und Traumapädagogik, das ab 2017 eine Weiterbildung in Notfall- und Traumapädagogik anbieten wird. Ab Winter gibt es weitere Informationen. Hier mehr lesen

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