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Feuer, Lava, Asche, Rauch – Der Vulkan kommt nicht zur Ruhe

Notfallpädagogischer Akuteinsatz auf La Palma

Glühend heiße Lavaströme bahnen sich den Weg über die Insel und verschlingen unzählige Häuser, immer wieder erschüttern Erdbeben die Region und auf den Straßen hat sich ein Teppich aus Asche ausgebreitet. Der Vulkan Cumbre Vieja auf der Kanareninsel La Palma kommt auch nach seinem ersten Ausbruch vor mehr als drei Wochen nicht zur Ruhe. Für die Bewohner ist das schwer zu verarbeiten. Sie haben alles verloren und ein Ende der Katastrophe ist nicht in Sicht. Am 9. Oktober ist ein Notfallpädagogik-Team nach La Palma gereist, um die Menschen vor Ort notfall- und traumapädagogisch zu unterstützen.

„Das Feuer, die Lava und die Erdbeben sind an sich schon schlimm genug, hinzu kommt jedoch die Geräuschkulisse, die das alles begeleitet. Ein tiefes, anhaltendes Donnern aus dem Erdinneren des Vulkans, was sehr beängstigend ist“. So schildert Notfallpädagoge Lukas Mall seine Eindrücke. Er leitet das Notfallpädagogikbüro in Karlsruhe und ist zur Unterstützung des achtköpfigen spanischen Teams auf die Insel gereist. Gemeinsam arbeiten sie mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen daran, die traumatischen Erlebnisse und die gegenwärtige Situation zu verarbeiten. „In den ersten Tagen wurden notfallpädagogische Schulungen für Lehrer*innen, Therapeut*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiter*innen durchgeführt. Dabei bekommen sie eine theoretische Einführung, wie ein Trauma entsteht, welche Stadien es gibt und welche Auswirkungen es haben kann. Hinzu kommen praktische Methoden und Übungen zur Traumabewältigung, welche die Menschen vor Ort auch nach der Abreise unseres Teams anwenden können“, erklärt Lukas Mall.

Zusätzlich arbeitete das Team in Llanos de Aridane -dem am stärksten betroffenen Gebiet- mit evakuierten Kindern und ihren Familien, deren Häuser unter der Lava begraben wurden. Spielerisch werden dabei kindgerechte Bewältigungsmöglichkeiten im Umgang mit Verlust, Angst und Verunsicherung erarbeitet. Beim Malen, Singen oder bei Bewegungsspielen können die belastenden Erfahrungen verarbeitet und zum Ausdruck gebracht werden. Durch diese und viele weitere notfallpädagogische Methoden werden die Selbstheilungskräfte angeregt und Traumafolgestörungen können abgemildert oder vollständig verhindert werden. Auch wenn es ihnen rein äußerlich betrachtet gut zu gehen scheint, sind die Inselbewohner durch das Erlebte seelisch schwer getroffen und brauchen Unterstützung.

„Wie lange die Menschen auf La Palma der Gefahr durch den unberechenbaren Vulkan noch ausgesetzt sind, ist nicht sicher. Sie werden vermutlich auch die nächsten Tage oder sogar Wochen ausharren und dabei zusehen müssen, wie die Lava ihre Insel und damit auch weitere Existenzen zerstört“, meint Lukas Mall . Umso wichtiger ist der Einsatz der Notfallpädagog*innen, der einen ersten Schritt zur Heilung der seelischen Wunden möglich macht.

(von Bonnie Berendes)

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

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