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Notfallpädagogische Jahrestagung 4. bis 6. Juni 2021

In Karlsruhe laufen derzeit die Planungen für die 9. Notfallpädagogische Jahrestagung. Unter dem Titel „Die Corona Krise – Risiken und Chancen für Kinder und Jugendliche“ findet die Tagung in diesem Jahr vom 4. bis 6. Juni 2021 statt. Damit möchten wir eine Mischung aus persönlicher Anwesenheit und online Teilnahme aus aller Welt ermöglichen. Inhalte aus Workshops und Vorträgen können in dieser Form einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Zur Zeit erleben wir eine Weltsituation, die viele extrem belastet und Gewohnheiten schlagartig auf den Prüfstand bringt, verändert und/oder verhindert. Das ist für viele Menschen nicht auszuhalten, etliche werden dadurch traumatisiert. Am empfindlichsten reagieren die Kinder auf diese Unsicherheit. Wir rechnen mit einer großen Zahl an Menschen, besonders von Kindern, die durch die Coronapandemie traumatisiert werden. Bei der fehlenden Aussicht auf Besserung kann man depressiv werden, die Infektion kann Angst erzeugen und der Lockdown kann einsam machen. Mit diesem Thema werden sich unter anderem Redner*innen und Workshopleiter*innen aus dem Libanon, Brasilien und Deutschland auseinandersetzen.

Wir verfolgen die Entwicklungen aufmerksam weiter und werden zeitnah über weitere Planungen auf unserer Homepage, Social-Media sowie in unserem Newsletter informieren.

Leider können wir dieses Jahr keine Übernachtungen in der Schule anbieten. Die Vorträge werden aufgezeichnet.

Zeit-Plan zur Tagung

Einen vorläufigen Plan zur Tagung können Sie HIER ansehen.
Dieser Plan stellt den zum jetzigen Zeitpunkt geplanten Ablauf dar.
Er ist daher ohne Gewähr, Änderungen sind vorbehalten.

Hinweise zur Tagung

Informationen zur Anmeldung

Die Anmeldung zur Tagung ist nur über das Anmeldeformular möglich, Sie können sich nicht im Tagungsbüro vor Ort registrieren. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung und nach der Teilnahme eine Rechnung mit der Zahlungsaufforderung.

Fotografische und videografische Begleitung

Im Rahmen der Tagung ist eine fotografische und videografische Begleitung geplant. Die Vorträge werden aufgezeichnet und stehen den Online-Teilnehmern zu Verfügung. Alle Fotos und Videos werden ggf. für den Tagungsbericht oder unsere Webseite verwendet.

Teilnahmebestätigung

Nach Abschluss der Veranstaltung erhalten Sie auf Wunsch eine Teilnahmebestätigung.

Teilnahme-Beiträge

Hinweis zum Unterstützerbeitrag: Mit Ihrem Unterstützerbeitrag helfen Sie, jemanden zu finanzieren, der sonst nicht teilnehmen könnte.

 

Präsenz (Vor-Ort-Teilnahme in Karlsruhe), inklusive Verpflegung:

310 € Unterstützer-Beitrag (inkl. Voll-Verpflegung ohne Frühstück)

250 € regulärer Beitrag (inkl. Voll-Verpflegung ohne Frühstück)

130 € Ermäßigter Beitrag: Nur Schüler, Studenten und Einsatz-Teilnehmer - Nachweis (Studentenausweis o.ä.) muss erbracht werden. (inkl. Voll-Verpflegung ohne Frühstück)

 

Präsenz (Vor-Ort-Teilnahme in Karlsruhe), ohne Verpflegung:

250 € Unterstützer-Beitrag

190 € regulärer Beitrag 

70 € Ermäßigter Beitrag: Nur Schüler, Studenten und Einsatz-Teilnehmer - Nachweis (Studentenausweis o.ä.) muss erbracht werden.


Online-Teilnahme (Die Vorträge weden aufgezeichnet)
Europa:

200 € Unterstützer-Beitrag 

100 € regulärer Beitrag

50 € Ermäßigter Beitrag: Nur Schüler, Studenten und Einsatz-Teilnehmer - Nachweis (Studentenausweis o.ä.) muss erbracht werden. 

 

Weltweit, außerhalb Europas:

Frei wählbarer Unterstützer-Beitrag, bitte legen Sie Ihren eigenen Betrag fest und überweisen Sie ihn nach Erhalt der Rechnung entsprechend.

0 € regulärer & ermäßigter  Beitrag 

REFERENT*INNEN 2021 - Vorträge & Informationen

Dr. med. Milan Meder

Heilung mit therapeutischen und notfallpädagogischen Ansätzen

Die Not wird bei den Kindern immer größer: Massive Bindungs- und Beziehungsstörungen, völliges Entgleisen des Körpergewichts (Adipositas/ Anorexie), explosionsartige Verläufe der Krankheitsbilder ADHS versus Autismus (Vereinsamungen), gestörte Tag/ Nachtrhythmen und Suizidalität versus Aggression nehmen drastisch zu. Im Vortrag gehe ich der Frage nach, wie wir mit unseren therapeutischen und notfallpädagogischen Ansätzen Heilung bringen können.

Milan Meder wurde 1974 in Überlingen geboren. Er lebte längere Zeit in Amerika, Russland, Frankreich, Brasilien und Japan. Nach seinem Zivildienst in St. Petersburg studierte er Medizin. Seit 2008 ist Dr. Meder Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie & -psychotherapie sowie Sozialmedizin. Aktuell ist er als Chefarzt der MEDIAN Klinik Bad Gottleuba tätig. Er hält regelmäßige Vorträge und ist unter anderem Kuratoriumsmitglied in der Konferenz ADHS.

Dr. med. Karin Michael

Die Folgen der Corona-Krise für Kinder

Auf allen Ebenen Ihres Seins sind Kinder und Jugendliche in dieser Krise von Einschränkungen und teilweise schweren gesundheitlichen Beeinträchtigen getroffen – nur sind diese fast nie von SARS-CoV2 verursacht. Die UN-Kinderrechtskonvention scheint abgeschafft, der Schutz der Kinder nicht mehr vorrangiges Ziel unserer Gesellschaft und Politik. Die Angst hat die Jüngsten erreicht, Schulkinder vereinsamen am Computer und Jugendlichen fehlen optimistische Perspektiven. In meinem Vortrag folge ich der Frage: Was können wir tun, um ihre Lebensbedingungen, Gesundheit und Entwicklungschancen wieder zu verbessern?

Karin Michael (geboren 1970) lebt und arbeitet in Deutschland. Sie absolvierte ein Fachseminar für Altenpflege, bevor sie an der Universität Witten/Herdecke Humanmedizin und begleitend Anthroposophische Medizin studierte. In ihrer Weiterbildung zur Kinder- und Jugendärztin arbeitete sie am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke an der DRK-Kinderklinik Siegen und der Universitätskinderklinik in Köln. Seit 2008 ist sie als Oberärztin der Kinderambulanz im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke tätig, seit 2014 auch als Schulärztin der Rudolf-Steiner-Schule in Bochum-Langendreer. Inzwischen ist Karin Michael in der Nachfolge von Wolfgang Goebel Mitautorin des medizinisch-pädagogischen Ratgebers „Kindersprechstunde“.

Dr. Reem N. Mouawad

Resilienz und Nachhaltigkeit in schweren Zeiten - die verschiedenen Heilungswege bei „Step Together“ im Libanon.

Der Vortrag  zeigt den herausfordernden Weg, den wir in den letzten 1,5 Jahren gegangen sind. Er gibt einen Einblick in den wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch, die Korruption und fehlende Regierung, den Ausbruch der COVID19-Pandemie und die fehlende medizinische Versorgung sowie die Auswirkungen der Explosion in Beirut auf die gesamte libanesische Bevölkerung. Trotz aller Herausforderungen boten wir Hausbesuche, Familienunterstützung und Notfallpädagogik für Kinder und Erwachsene an, die von der Explosion in Beirut betroffen waren. Außerdem arbeiteten wir mit Eltern, Lehrern und Schülern an der Aufarbeitung der Ereignisse.
 Wir erzählen vom Überleben nach der Explosion und den ständigen Kämpfen in Zeiten von COVID19 und der Wirtschaftskrise. Und wir erzählen von unserer Widerstandsfähigkeit und unserem Glauben; sie halfen uns, in schwierigen Zeiten nach vorne zu schauen und auch weiterhin hoffnungsvoll zu bleiben, obwohl unsere Herausforderungen im Libanon gerade erst begonnen haben.

 

Dr. Reem N. Mouawad ist die Vorsitzende und Schulleiterin der Step Together Association, einer gemeinnützigen Organisation für Kinder und Erwachsene mit besonderen Bedürfnissen. Außerdem ist sie Dozentin für Sonderpädagogik an der American University of Beirut und Assistenzprofessorin an der Lebanese American University. Dr. Mouawad ist eine internationale Expertin für Heilpädagogik, sie initiierte mit internationalen Partnern in Großbritannien und Deutschland das Lehrerausbildungsprogramm und ist internationales Mitglied in der inklusiven sozialen Entwicklung (Dornach, Schweiz), um an der Entwicklung der Charta des Sonderschullehrers über Kulturen hinweg zu arbeiten. Sie war als Beraterin für viele Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen tätig und ist außerdem Autorin des arabischen Buches "Das andere Kind", das in die Grundlagen der Sonderpädagogik in arabischer Sprache einführt.

Bernd Ruf

Die Corona-Krise: Risiken und Chancen für Kinder und Jugendliche

Die Corona-Krise hat den Alltag vieler Menschen dramatisch verändert. Viele sind verunsichert und verängstigt. Die kollektive Traumatisierung könnte auch nachhaltige biografische und gesellschaftliche Folgen haben, besonders für die Kinder und Jugendlichen. Schon jetzt zeigen nationale und internationale Studien, dass die oft traumatischen Erfahrungen der Corona-Krise die psychosoziale Entwicklung vieler Kinder und Jugendlichen nachhaltig beeinträchtigen. Notfall- und Traumapädagogik hilft Kinder und Jugendliche durch diese Krise zu begleiten. Es gilt, die Corona-Krise zu einem potentiellen posttraumatischen Wachstum zu wenden.

Bernd Ruf ist als Sonder- und Waldorfpädagoge sowohl Mitbegründer der Freien Waldorfschule Karlsruhe als auch Mitbegründer und Schulleiter des Parzival-Kompetenzzentrums für Bildung. Neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit engagiert er sich seit 1993 in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. Außerdem ist er seit 1987 geschäftsführender Vorstand der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung der Notfallpädagogik (Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen) ein weiteres Aufgabengebiet hinzu. In zahlreichen internationalen Einsätzen können so Kinder auf der ganzen Welt in der Bewältigung ihrer traumatischen Erlebnisse unterstützt werden. Im Herbst 2014 initiierte Bernd Ruf zudem die Aufnahme, Begleitung und Beschulung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen am Parzival-Zentrum in Karlsruhe, dort richtete er auch eine notfallpädagogische Ambulanz ein.

 

Dr. med. Christian Schopper

Das Seelische Immunsystem

Dass wir ein biologisches Immunsystem haben, ist hinlänglich bekannt. Wir kennen viele Einzelheiten, wissen wie es gestärkt werden kann und was es stört und schädigt. Wir verfügen aber auch über ein seelisches beziehungsweise geistiges Immunsystem. Wir wollen uns mit diesem “seelisch-geistigen Immunsystem” beschäftigen, was es ausmacht, wie wir es stärken und stützen können und was es  für einen immensen Einfluss auf unser physisches Immunsystem hat. Dies werden wir im praktischen Übungen machen, auch anhand von aktueller Literatur.

Dr. med. Christian Schopper absolvierte nach seinem Medizinstudium in Tübingen die Facharztausbildung in Neurologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Von 1994 bis heute übernahm er verschiedene leitende Funktionen im Bereich der Psychologie und Neuromedizin. Er hat einen Lehrauftrag für Anthroposophische Medizin an der Universität Zürich im Referat Naturheilkunde. Neben seiner ausgedehnten Publikations- und Vortragstätigkeit im In- und Ausland begleitete er einen notfallpädagogischen Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im Gazastreifen.

Prof. Dr. Tomáš Zdrazil

Gesundheitsförderung und Waldorfpädagogik

Die zentralen Themen der gesellschaftlichen Diskussion sind im Moment die Gesundheit und ihr Schutz. Im Hinblick auf die Gesundheit werden ganz bestimmte Akzente fokussiert. Doch welche Konsequenzen haben diese Tatsachen und ihre konkrete Umsetzung für die Kinder, Jugendliche sowie pädagogische Einrichtungen? Welche Aspekte und Schritte im Hinblick auf das Kindeswohl scheinen aus der Sicht eines anthroposophischen Gesundheitsverständnisses wesentlich? Welche Aufgaben hat die Schule heute im Hinblick auf die Stärkung und die Förderung der gesunden Entwicklung ihrer Schüler?

Prof. Dr. Tomáš Zdrazil studierte Geschichte und Pädagogik in Prag, Stuttgart und Bielefeld, und legte seine Promotion zum Thema der schulischen Gesundheitsförderung ab. Er war außerdem Klassenlehrer und Oberstufenlehrer an der Waldorfschule Semily in Tschechien. Seit 2007 unterrichtet er an der Freien Hochschule Stuttgart anthroposophisch-anthropologische Grundlagen der Waldorfpädagogik. Seit 1998 ist er Mitglied Assoziation der Waldorfschulen in Tschechien und der Internationalen Konferenz der Waldorfschulen (Haager Kreis). Der Experte für anthropologischen Grundlagen der Waldorfpädagogik arbeitet seit 2007 als Dozent für anthroposophisch-anthropologische Grundlagen der  Waldorfpädagogik an der Freien Hochschule Stuttgart – Seminar für  Waldorfpädagogik.

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Wir schauen nach vorne!

Bleibt optimistisch und macht mit.

Sicher fragen sich gerade viele von euch, wie ein Freiwilligendienst ab Herbst 2020 möglich sein wird. Wir bleiben zuversichtlich und arbeiten intensiv an Lösungen. Deshalb gilt: Bewerbt euch weiter und denkt positiv! Alle, die sich weltweit sozial engagieren wollen und optimistisch nach vorne schauen, werden gerade jetzt besonders gebraucht. Unsere Einsatzstellen freuen sich auf euch. Gemeinsam werden wir es schaffen, den Weg in euren Freiwilligendienst zu ermöglichen.

Für Freiwilligendienst bewerben

Liebe*r Bewerber*in,

Unsere Plätze sind für das Jahr 2021 belegt.

Unter bestimmten Bedingungen ist jedoch eine Platzierung für Bewerbungen aus der EU möglich. Fragen Sie bei Interesse bei uns an.


Dear Applicant,

Our places are occupied for the year 2021.

However, under certain conditions, a placement is possible for applications from the EU. In case of interest inquire with us.


Chère candidate, cher candidat,

Nos places sont occupées pour l'année 2021.

Toutefois, sous certaines conditions, un placement est possible pour une demande provenant de l'UE. Veuillez nous contacter si vous êtes intéressé.


Estimado solicitante,

Nuestras plazas están cubiertas para el año 2021.

Sin embargo, bajo ciertas condiciones, es posible la colocación de solicitudes procedentes de la UE. En caso de interés infórmese con nosotros.