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Nachhaltigkeit im Nordirak

Notfallpädagogische Schulungen und Fortbildungen in der Krisenregion

 

Am 04.11.2016 reiste zum elften Mal ein Team der Notfallpädagogik in den Nordirak. Im Fokus standen dieses Mal Schulungen und Weiterbildungen für Eltern und Pädagogen in den mittlerweile drei Flüchtlingscamps. Zudem wurden  Kurse an der Universität Dohuk angeboten.

Elternberatungen in den Child Friendly Spaces der Camps: Die Elternberatungen wurden von Alfred Rahmen (Waldorfpädagoge aus der Schweiz) und Elisa Loewe (Ärztin) durchgeführt. Teilgenommen haben insgesamt etwa 90 Eltern von Kindern, mit denen wir durchgehend in den Child Friendly Spaces arbeiten.
Die vorgestellten Themen behandelten verschiedene psychische und physische Aspekte der Gesundheit von Kindern und die Bedeutung dieser.

Mental:

  • Märchen und die Bedeutung von guten, positiven und heiteren Elementen in den Geschichten.
  • Musik, um die Kinder aufzumuntern und sie auf gute Gedanken zu bringen.
  • Malen/Zeichnen und der heilende Effekt, wenn positive Dinge wie z.B. die Sonne gezeichnet werden (negative Erlebnisse, die im Zeichnen ausgedrückt werden können, sollten immer mit positiven Elementen verbunden werden).
  • Körperliche Nähe und die Bedeutung des Gefühls von Anteilnahme, Aufmerksamkeit, Wärme und Liebe.
  • Der Wert des Gebets, um Vertrauen und Hoffnung zu fassen.

Physisch:

  • Kinder sollten mit passender Kleidung warm gehalten werden.
  • Die Bedeutung der richtigen Ernährung und die Risiken von zu fettigem, zu salzigem oder zu süßem Essen. Die Ernährung sollte ausgewogen sein, Obst und Gemüse beinhalten und Wasser anstatt süßer Getränke angeboten werden.

Lehrerfortbildungen in den Camp-Schulen: An den Fortbildungen zum Thema „Die Bedeutung des Rhythmus“ nahmen ca. 70 Lehrer teil. Bestandteil der Fortbildungen von Alfred Rahmen und Elisa Löwe waren theoretische und praktische Teile.

Im Seminar wurde über die Verletzlichkeit des rhythmischen Systems und die Aufgabe rhythmischer Übungen informiert. Wie funktionieren die verschiedenen Rhythmen und ihr Zusammenwirken im rhythmischen System? Was ist die Bedeutung des Rubikon und wie verletzlich sind die (Körper-)Rhythmen bereits durch einfachen Stress? Wie kann ich die Rhytmen vor und nach dem Rubikon anregen? Zudem wurde über den Tagesrhythmus, BRAC und HRV sowie die Bedeutung strukturierter Zeit und den Unterschied zwischen Rhythmus und Ritual gesprochen.
Zudem fand ein Einführungsseminar zur Traumapädagogik von Minka Görzel-Straube und Reinaldo Nascimento (Erlebnispädagoge aus Brasilien) statt, an dem ca. 35 Lehrer teilnahmen.

Seminare an der Uni-Dohuk:
An den zwei Seminaren von Minka Görzel-Straube nahmen insgesamt ca. 70 Studierende der Fachrichtungen Psychologie und Soziale Arbeit teil.
Die Studenten erhielten eine Einführung in die Traumapädagogik mit theoretischen und praktischen Elementen. Die praktischen Teile wurden von vier unserer lokalen Teamer durchgeführt, von denen drei selbst im Camp leben. Sie alle werden seit über einem Jahr durch unsere Einsatzteams in traumapädagogischen Methoden ausgebildet und wenden diese in der durchgehenden Arbeit mit den Kindern in den Child Friendly Spaces an.

News

  • +++ 31.01.2018 +++

    Notfallpädagogik für Schulen in Nepal

    2015 wurde Nepal von zwei verheerenden Erdbeben und mehreren starken Nachbeben erschüttert. Noch immer leidet das von Armut geprägte land unter den Folgen. In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ GmbH) findet ab 27.01.2018 ein notfallpädagogischer Einsatzin der Erdbebenregion statt. weiterlesen

  • +++ 30.01.2018 +++

    Hilfe in Bangladesch

    Im Herbst flohen Hunderttausende Rohingya aus Burma nach Bangladesch, die Flüchtlingslager sind überfüllt, die Helfer überfordert. Am ersten Febrauar reist ein Team der Notfallpädagogik zu einem zweiwöchigen Einsatz in die Grenzregion zu Burma, um die Betroffenen und die Helfer psychosozial zu stärken. weiterlesen

  • +++ 27.01.2018 +++

    Kenia-Team ist zurück!

    Heute kehrte unser Notfallpädagogik-Team aus Afrika zurück. Bei ihrem zweiwöchigen Einsatz in den kenianischen Flüchtlingslagern Kakuma und Kalobeyei wurde neben der Arbeit mit den Kindern und den Schulungen für die lokalen Mitarbeiter auch ein Spielplatz gebaut. weiter

  • +++ 09.10.2017 +++

    Ein Spielplatz für die Kinder im Irak!

    Fan werden und einen Spielplatz ermöglichen

    Wir haben es geschafft!
    Unter dem Motto „Spielen heilt“, werden wir gemeinsam mit Ihrer Unterstützung etwas Licht in den bedrückenden Alltag der Kinder bringen und einen Spielplatz im Irakl bauen. Vielen Dank!

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