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Kenia November 2012

Vierter Einsatz der „Freunde“ im Flüchtlingslager Kakuma – Gespräche mit UN über Fortführung des Projektes geplant

Vom 26. November  bis 2. Dezember findet der vierte notfallpädagogische Einsatz der Freunde der Erziehungskunst im nordkenianischen Flüchtlingslager Kakuma statt. Anlass dieser Reise sind unter anderem Gespräche mit Vertretern des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) über die Fortführung der Projekte im nächsten Jahr. Außerdem stehen Supervisionen der pädagogischen Traumaarbeit im Reception Centre, in der Protection Area und im Songot Kindergarten an.

Nachdem der Songot Kindergarten, der von den Freunden seit Januar 2012 betrieben wird, bereits im August von UNICEF als bester von 14 Kindergärten im Camp evaluiert wurde, stehen die Chancen auf eine Fortführung der notfall- und traumapädagogischen Maßnahmen 2013 gut: „Wir sind bereit, uns auch im nächsten Jahr umfassend zu engagieren“, sagt Malte Landgraff, Koordinator der Notfallpädagogik bei den „Freunden“. Die Arbeit vor Ort sei nach wie vor notwendig, denn täglich kämen hunderte neue Flüchtlinge hinzu, von denen ein Großteil traumatische Erlebnisse zu verarbeiten habe.

Neben dem Ausbau der notfall- und traumapädagogischen Arbeit im Lager soll im nächsten Jahr insbesondere die Aus- und Weiterbildung von Lehrern fokussiert werden. Auf Wunsch der UN sollen die „Freunde“ zudem ein Lehrerausbildungszentrum eröffnen, in welchem alle Grundschullehrer des Camps aus- und weitergebildet werden können. Landgraff bekräftigt: „Nur etwa 30 Prozent der lokalen Fachkräfte sind ausgebildete Grundschullehrer und  verfügen über eine grundlegende Qualifikation in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.“ Diesem Missstand wolle man nun mit einer koordinierten Aus- und Fortbildung für Lehrer entgegenwirken, so Landgraff.

Notfall- und traumapädagogischen Maßnahmen sollen in der Lehrerausbildung besonders berücksichtigt werden: „Eine rudimentäre Ausbildung als Grundschullehrer oder Erzieher bereitet nicht auf die Arbeit mit psycho-traumatisierten Kindern und Jugendlichen vor“, unterstreicht Landgraff. Deshalb sollen im nächsten Jahr regelmäßig praktische und theoretische Trainings organisiert werden, um die Lehrkräfte für die Arbeit mit psycho-traumatisierten Kindern zu schulen.

News

  • +++ 11.06.2018 +++

    HINWEIS: Notfallpädagogische Jahrestagung 2019

    Vom 20.-23. Juni 2018 findet die achte Notfallpädagogische Jahrestagung in den Räumlichkeiten des Parzival-Zentrums in Karlsruhe statt.
    Unter dem Titel „Notfallpädagogik - Wie Pädagogik verletzten (Kinder-) Seelen helfen kann“, legen wir bei unserer nächsten Jahrestagung den Fokus auf die Basis der Notfallpädagogik.

    Programm und weitere Informationen

  • +++ 04.06.2018 +++

    Rückblick auf "Teufelskreis Trauma" 2018

    Vom 1. bis 3. Juni 2018 fand die siebte Notfallpädagogische Jahrestagung der Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. in Karlsruhe statt. Mit dem Titel „Teufelskreis Trauma – Wie Notfallpädagogik transgenerationale Traumata überwinden hilft“ lag der Fokus in diesem Jahr auf den notfallpädagogischen Handlungsansätzen bei vererbtem Leid. Rückblick und Bilder HIER

  • +++ 27.05.2018 +++

    Modulfortbildung

    Die Modulfortbildung Notfallpädagogik bietet die Möglichkeit, sich flexibel auf dem Gebiet der Notfallpädagogik weiterzubilden und zu qualifizieren. Dazu gehören Basis-Trainings für Krisen-Einsätze, wie Sicherheitsschulungen und Kurse in 1. Hilfe. Ebenso werden verschiedene notfall- und traumapädagogische Inhalte vermittelt, die wichtig für unsere Arbeit sind. Mehr Informationen

  • +++ 09.10.2017 +++

    Ein Spielplatz für die Kinder im Irak!

    Fan werden und einen Spielplatz ermöglichen

    Wir haben es geschafft!
    Unter dem Motto „Spielen heilt“, werden wir gemeinsam mit Ihrer Unterstützung etwas Licht in den bedrückenden Alltag der Kinder bringen und einen Spielplatz im Irakl bauen. Vielen Dank!

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