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Langfristige Projekte

Bei einem Akuteinsatz knüpfen wir viele Kontakte zu anderen Hilfsorganisationen, Schulen und engagierten Menschen vor Ort. In der Zusammenarbeit entstehen so manchmal der Wunsch und der Bedarf nach einem fortdauernden Angebot für die Kinder und Jugendlichen vor Ort. Gerade nach schweren Naturkatastrophen, wie Erdbeben oder Überschwemmungen, müssen viele Betroffene eine lange Zeit in improvisierten Lagern oder unter freiem Himmel verbringen. Eine ähnliche Situation bietet sich den vielen Flüchtlingen auf der Welt. Unter solchen Bedingungen ist es für die Kinder und Jugendlichen besonders schwierig die traumatisierenden Erlebnisse zu verarbeiten, zumal es unter diesen Lebensumständen immer wieder zu neuen Traumatisierungen kommen kann.

In solchen Einsatzgebieten versuchen die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. gemeinsam mit anderen Partnern Kinderschutzzentren, sogenannte „Child Friendly Spaces“ aufzubauen. Dort werden bei mehreren Folgeeinsätzen vor allem lokale Pädagogen geschult, die die tägliche Arbeit mit den Kindern übernehmen. Eine Anlaufstelle, wo sie täglich Betreuung und heilende Beschäftigung angeboten bekommen  ist für die Kinder sehr wichtig. Schon „Kleinigkeiten“, wie ein geregelter Tagesablauf oder regelmäßige Mahlzeiten helfen enorm.

Das Ziel der langfristigen Aktivitäten ist es, die Initiativen später in die Hände der lokalen Mitarbeiter übergeben zu können. Manche Kinderschutzzentren bestehen über eine gewisse Zeit und können nach einer Verbesserung der Situation der Kinder später aufgelöst werden, wie beispielsweise in Haiti. In anderen Regionen ist es gut, die Angebote dauerhaft beizubehalten, wie zum Beispiel im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia. In wieder anderen Fällen begleiten wir die Arbeit eines lokalen Projektes und unterstützen die Initiativen durch regelmäßige Besuche und Schulungen, wie zum Beispiel in Gaza.

Millionen Menschen flohen 2015 vor Krieg, Vertreibung und Hunger in ihren Heimatländern nach Europa. Auch in Deutschland fanden viele eine Zuflucht. Doch die Erlebnisse in der Heimat und auf der Flucht haben seelische Wunden hinterlassen. weiter

Zahlreiche irakische und syrische Flüchtlinge suchen in Kurdistan Schutz vor Krieg. Nach mehreren Einsätzen, gibt es in der Zwischenzeit zwei Teams von lokalen Pädagogen, die regelmäßige Angebote in den Campschulen machen. weiter

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V führten in Nepal bereits mehrere Einsätze nach dem Erdbeben im Jahr 2015 durch. 2016 und 2017 waren erneut Teams vor Ort, um mit den Kindern und Helfern zu arbeiten. weiter

Um die von Ebola verursachten sozialen und wirtschaftlichen Folgen zu bekämpfen, kooperierten die  Freunde der Erziehungskunst in Sierra Leone mit anderen deutschen Organisationen. Neben einem gemeinsamen Maßnahmen-Katalog, entwickelten wir einen Aufklärungsfilm. weiter

Gaza

Aufwachsen in Gaza bedeutet eine Kindheit im Krieg. Immer wieder kommt es zu neuen Traumatisierungen, so dass diese kaum überwunden werden können. Die Freunde arbeiten mit verschiedenen Kinderschutzzentren zusammen. weiter

Philippinen

Der Taifun Hayan richtete auf den Philippinen eine große Verwüstung an. In Tacloban wurde ein Child Friendly Space errichtet, in dem die Kinder einen Zufluchtsort fanden und Ihre Erlebnisse verarbeiten können. weiter

Kenia

In riesigen Flüchtlingslagern in Kenia leben Menschen, vor Bürgerkriegen oder Hungersnöten fliehen mussten. Die Freunde bauten in Kakuma einen Waldorfkindergarten und mehrere Kinderschutzzentren auf. weiter

Haiti

Die Folgen des Erdbebens 2010 auf der kleinen Insel waren verheerend. Beinahe sämtliche Inselbewohner verloren ihr Zuhause und zahlreiche Menschen wurden verschüttet. Die Freunde bauten ein Kinderschutzzentrum auf. weiter

News

  • +++ 01.10.2018 +++

    Katastrophe in Indonesien

    Das schwere Erdbeben und der Tsunami vom Oktober hat der indonesischen Insel Sulawesi Tod und Zerstörung gebracht.  Um die traumatisierten Menschen in der Verarbeitung ihrer Erlebnisse zu unterstützen, fand im November ein notfallpädagogischer Einsatz in der Krisenregion statt. weiter

  • +++ 21.09.2018 +++

    Hilfe auf den Philippinen

    Ein Team der Notfallpädagogik fliegt vom 27.09. bis zum 08.10. auf die Philippinen. Gemeinsam mit vier lokalen Kollegen werden sie die Betroffenen des Taifun „Mangkhut“ unterstützen. Der Sturm hat auf den Philippinen schlimme Schäden angerichtet und viele Menschen das Leben gekostet. Erdrutsche und Schlammlawinen erschweren die Situation zusätzlich.

  • +++ 20.09.2018 +++

    Einsatz in Gaza

    Im Herbst reist erneut ein dreiköpfiges Notfallpädagogik-Team nach Gaza. Unterstützt von der DROSOS-Stiftung soll ein Handbuch (Guidelines) für lokalen Pädago*innen des Nawa Centers und des Kindergartens entstehen. Die Workshops und der Einsatz dienen zur Vorbereitung dieses kulturellangepassten und genau auf die Bedürfnisse vor Ort zugeschnittenen Leitfadens.

  • +++ 11.06.2018 +++

    HINWEIS: Notfallpädagogische Jahrestagung 2019

    Vom 20.-23. Juni 2019 findet die achte Notfallpädagogische Jahrestagung in den Räumlichkeiten des Parzival-Zentrums in Karlsruhe statt.
    Unter dem Titel „Notfallpädagogik - Wie Pädagogik verletzten (Kinder-) Seelen helfen kann“, legen wir bei unserer nächsten Jahrestagung den Fokus auf die Basis der Notfallpädagogik.

    Programm und weitere Informationen

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